Auf „Bedrohungslage“ hingewiesen

Großeinsatz am Münchner Marienplatz - nach anonymem Anruf bleibt wichtige Frage offen

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Aufregung am Marienplatz in München: Eine anonyme Anruferin hatte von einer möglichen Bedrohungslage berichtet (Symbolbild).

Am Mittwoch kam es zu einem Großeinsatz der Polizei am Marienplatz in München. Eine anonyme Anruferin hatte von einer möglichen Bedrohungslage berichtet.

  • Aufregung in München: Wegen einer möglichen Bedrohungslage rückte ein Großaufgebot der Polizei zum Marienplatz aus.
  • Eine anonyme Anruferin hatte sich am Mittwoch (20. November) bei der Stadt München gemeldet.
  • Schwer bewaffnete Einsatzkräfte waren im Stadtzentrum unterwegs.

16.05 Uhr: Soeben hat sich die Polizei München in einer Pressemeldung ausführlich zu ihrem Einsatz am Marienplatz geäußert. Nachfolgend der Bericht im Wortlaut: „Am Mittwoch, 20.11.2019, gegen 10.45 Uhr ging bei einer innerstädtischen Behörde ein anonymer Hinweis über eine mögliche Bedrohung in der Altstadt ein. Die Mitarbeiter dieser Behörde verständigten daraufhin umgehend über den Notruf 110 die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums München. 

Seitens der Münchner Polizei wurden sofort notwendige Maßnahmen zur Aufklärung und Überprüfung des Sachverhaltes getroffen sowie eine Vielzahl von Einsatzkräften an den angeblichen Ereignisort entsandt. Parallel hierzu wurden bereits kriminalpolizeiliche Maßnahmen hinsichtlich des Ursprungs dieser Mitteilung eingeleitet.

Kann ein Mensch an den Folgen eines Traumas sterben? Eine Münchner Seniorin wurde 2018 am Marienplatz angegriffen und starb einen Monat später. Die Tochter vermutet einen Zusammenhang.

Rätselhafter Anruf: 77-Jährige für Großeinsatz in München verantwortlich?

Bei Ermittlungen unter anderem wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhen von Straftaten (§ 126 StGB) konnte eine 77-Jährige aus dem Landkreis Bautzen (Sachsen) als mutmaßliche Urheberin dieser Mitteilung identifiziert werden. Nach aktuellsten Erkenntnissen bestehen keine konkreten Hinweise auf die in der Mitteilung beschriebene Bedrohung.

12.35 Uhr: Der Polizeieinsatz in der Münchner Innenstadt ist nach ersten Erkenntnissen der Ermittler auf einen falschen Hinweis eines Anrufers zurückzuführen. Das sagte ein Polizeisprecher. Am zentralen Marienplatz herrsche wieder Normalbetrieb, sagte der Sprecher später.

Falscher Hinweis? Polizei München ermittelt nach Großeinsatz am Marienplatz

12.28 Uhr: „Wir konnten am Marienplatz keine Gefahr für Passanten und Besucher feststellen. Wir konzentrieren uns jetzt darauf, die Hintergründe des Hinweises festzustellen“, verkündet die Polizei München aktuell auf Twitter.

12.10 Uhr: Offenbar gibt es wenige Minuten nach Beginn des Einsatzes schon wieder vorsichtige Entwarnung. Die schwer bewaffneten Einsatzkräfte beginnen, sich vom Marienplatz zurückzuziehen. Wie die Abendzeitung berichtet, sei der anonyme Anrufer inzwischen ermittelt worden. Man gehe nicht davon aus, dass die Lage zu irgendeiner Zeit „hochbrisant“ gewesen sei, erklärte ein Polizeisprecher.

München: Bedrohungslage am Marienplatz? Großeinsatz nach anonymem Anruf

Erstmeldung (20. November, 11.45 Uhr):

München - Alarm in München: Seit Mittwochmittag (20. November) läuft ein Großeinsatz der Polizei am Münchner Marienplatz. Ein anonymer Anrufer hatte die Stadt auf eine angebliche „Bedrohungslage“ hingewiesen. Diese schaltete umgehend die Einsatzzentrale der Münchner Polizei ein. Derzeit sind schwer bewaffnete Beamte in der Innenstadt zu sehen.

Anonymer Anrufer weist auf „Bedrohungslage“ in München hin

Details und Hintergründe des Anrufs blieben zunächst unklar. „Wir gehen der Sache nach und halten euch auf dem Laufenden“, berichtete die Polizei München auf Twitter.

mm/tz

Weiterer Großeinsatz in München: Nach einem anonymen Notruf rückten am Dienstag kurz vor Mittag dutzende Polizisten zu einer Wohnanalage aus. Über die neuesten Entwicklungen in der Landeshauptstadt halten wir Sie im München-Ressort von tz.de* stets auf dem Laufenden.

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