Nach Mord an einer Studentin

Morddrohungen: Freiburger OB zeigt 18 Schreiber an

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Der Freiburger Oberbürgermeister Dieter Salomon hat Morddrohungen bekommen.

Freiburg - Nach der Festnahme im Mordfall der Freiburger Studentin hat der Oberbürgermeister 350 Hassmails bekommen. Darunter waren auch Morddrohungen.

Der Freiburger Oberbürgermeister Dieter Salomon (Grüne) hat Morddrohungen bekommen und 18 Schreiber von Hassmails angezeigt. Nach der Festnahme im Mordfall der getöteten Freiburger Studentin habe er mehr als 350 solcher E-Mails bekommen, teils auch mit Morddrohungen, bestätigte eine Stadtsprecherin am Mittwoch Medienberichte.

Der Rathauschef hatte nach der Festnahme des mutmaßlichen Täters, einem Flüchtling aus Afghanistan, die Bürger zur Besonnenheit aufgerufen. Er hatte darauf positive Reaktionen, aber auch Hassmails erhalten. „Einfach so zur Tagesordnung übergehen, das geht nicht“, begründete der OB in der „Badischen Zeitung“ die Anzeigen. „Es ist brutal, wie sich da verbal ausgetobt wird.“

Auch in anderen Städten werden Rathausmitarbeiter oder die Stadtspitze per E-Mail beleidigt oder über soziale Medien bedroht. Die Stadt Karlsruhe kündigte erst kürzlich an, ihre Mitarbeiter davor besser schützen zu wollen. Weil Zahl und Schärfe der Hassbotschaften zugenommen haben, sollen vermehrt Strafanzeigen gestellt werden.

dpa

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