Militärführer der libyschen Rebellen kritisiert Nato

Bengasi - Der Militärführer der libyschen Rebellen hat die Strategie der Nato bei ihren Luftangriffen auf Truppen von Machthaber Muammar al-Gaddafi scharf kritisiert. Sie kämen zu spät und seien zu ungenau.

Die Nato bombardiere oftmals zu spät und gehe nicht entschieden genug vor, sagte General Abdulfattah Junis am Dienstag in Bengasi. “Leider hat uns die Nato bisher enttäuscht“, sagte Junis. Von einem Kontakt der Rebellen zur Nato bis zum Luftangriff dauere es bis zu acht Stunden.

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Wenn sich dies nicht ändere, müsse er den Übergangsrat der Aufständischen bitten, die Angelegenheit vor den UN-Sicherheitsrat zu bringen, sagte Junis. Den Belagerungsring der Truppen Gaddafis um die Stadt Misurata hätte die Nato nach seiner Einschätzung bereits vor Tagen mit Luftangriffen aufbrechen können. Die Rebellen unternähmen alles, um gegen die Truppen Gaddafis voranzukommen. Junis, Ex-Innenminister Gaddafis, war zu den Rebellen übergelaufen und ist dort jetzt Generalstabschef.

dpa

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