Freiburger Mordprozess

Medien: Urteil gegen Hussein K. wird rechtskräftig

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Hussein K. am Tag der Urteilsverkündung (22. März 2018) vor Gericht.

Der in Freiburg wegen Mordes verurteilte Hussein K. hat einem Bericht zufolge seine Revision zurückgenommen. Damit wäre das Urteil gegen ihn rechtskräftig.

Freiburg - Das sagte sein Pflichtverteidiger Sebastian Glathe der „Badischen Zeitung“ (Freiburg) am Mittwoch nach einem Besuch in der Haft. Damit kann das Urteil des Landgerichts Freiburg vom 22. März - Lebenslang bei besonderer Schwere der Schuld mit dem Vorbehalt anschließender Sicherungsverwahrung - rechtskräftig werden.

Der junge Afghane hatte im Oktober 2016 die 19 Jahre alte Studentin Maria L. nachts am Dreisamufer vergewaltigt und die Bewusstlose dann so in den Fluss gelegt, dass sie ertrank. Das Verbrechen hatte die Öffentlichkeit regional und überregional stark beschäftigt.

Rechtsanwalt Glathe (Freiburg) zeigte sich jetzt auf Befragen selbst erstaunt vom Schritt seines Mandanten. Auf dessen Wunsch hin hatte der Anwalt unmittelbar nach dem Urteil vorsorglich Revision eingelegt. Normalerweise wird darüber endgültig erst entschieden, wenn die Urteilsgründe schriftlich vorliegen, was hier noch lange nicht der Fall ist.

Hussein K., sagte Glathe, habe um das Gespräch mit ihm im Vollzugskrankenhaus Hohenasperg gebeten, wo er weiterhin untergebracht ist, und seine Entscheidung am Mittwoch mitgeteilt. Er wolle damit, so Glathe, „ein Signal an die Familie des Opfers geben, dass er seine Strafe annimmt und sein Schicksal akzeptiert“.

dpa

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