News-Ticker zum Amoklauf

Kirchen-Massaker in Texas: Streit wegen Handy des Schützen droht

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Der Amokläufer tötet 26 Menschen in einer Kirche in Texas. Das Tatmotiv ist noch unklar. 

Am Sonntag hatte ein Mann in einer Kirche in den USA 26 Menschen erschossen, 24 weitere verletzt. Der 26-Jährige hatte während einer Andacht das Feuer eröffnet. Wir berichten im News-Ticker.

Sutherland Springs - Erneut sorgt ein Blutbad in den USA für Entsetzen.

  • Ein junger Mann hat während eines Gottesdienstes in einer Kirche in Texas das Feuer auf Gläubige eröffnet und 26 Menschen getötet. Die Opfer sind zwischen 5 und 72 Jahre alt.
  • Etwa 20 Verletzte sind in Krankenhäuser gebracht worden.
  • Der Schütze wurde nach der Tat tot in seinem Wagen gefunden. Er soll sich selbst getötet haben. Nach Berichten des Senders CNN und anderer US-Medien handelt es sich um einen 26-jährigen Ex-Soldaten. In seinem Auto fand die Polizei mehrere Waffen.
  • Laut Darstellung des texanischen Gouverneurs Greg Abbott handelte es sich um die schlimmste Tat eines einzelnen Schützen in der Geschichte des Bundesstaates.
  • Offenbar wurzelt das Motiv des Täters in „Familienstreitigkeiten“. Dies berichten die örtlichen Behörden.

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14.14 Uhr:

Der Konflikt um die Verschlüsselung von Smartphones zwischen US-Regierung und Tech-Industrie könnte sich nach dem Massaker in einer texanischen Kirche wieder zuspitzen. Die Ermittler beschwerten sich am Dienstag, dass sie nicht in das Handy des Mannes reinkämen, der am Sonntag 26 Menschen erschossen hatte. Inzwischen wurde bekannt, dass es sich dabei um ein iPhone handelt. Apple weigert sich vehement, den Passwortschutz auf seinen Geräten grundsätzlich auszuhebeln, mit der Begründung, dass dies die Sicherheit für alle Nutzer gefährden würde.

Der Schütze wurde nach dem Massaker tot in seinem Wagen gefunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass er sich selbst erschoss. Nach Einschätzung von Experten hätte es innerhalb der ersten 48 Stunden die Chance gegeben, das iPhone auch mit dem Fingerabdruck des Toten zu entsperren - sofern jedenfalls auf dem Gerät die Touch-ID-Funktion zur Identifikation per Fingerabdruck aktiviert war. Dazu ist bisher nichts bekanntgeworden. Spätestens nach zwei Tagen ohne Entsperrung verlangt ein iPhone die Eingabe eines Zahlencodes.

Aus einer Reaktion von Apple geht hervor, dass die Behörden den Konzern nicht kontaktiert hatten. Das Unternehmen habe sich selbst an die Ermittler gewandt, nachdem man bei einer Pressekonferenz gehört habe, dass sie keinen Zugriff auf ein Telefon hätten, hieß es in eier Stellungnahme an die Website „Buzzfeed“.

Die News vom 8. November

16.37 Uhr: Das Entsetzen über das Massaker in der Kirche ist groß. Trauer herrscht in der 700-Einwohner-Stadt Sutherland Springs. Die Washington Post erzählt die Geschichten der 20 Opfer.    

2.27 Uhr: Über den Texas-Attentäter werden immer mehr Details bekannt. Der Ex-Soldat war den Behörden als Straftäter bekannt. Der Vorbestrafte Attentäter hätte nie Waffen haben dürfen.

Vorbestrafter Texas-Attentäter hätte nie Waffen haben dürfen

Die News vom 7. November 

21.42 Uhr: Dem Lokalsender KPRC zufolge soll K. im Juni 2012 aus einer psychiatrischen Einrichtung im Bundesstaat New Mexico geflohen sein. Zwei Polizisten hätten ihn an einer Bushaltestelle in der texanischen Stadt El Paso aufgegriffen. Eine Zeugin habe die beiden darüber informiert, dass der junge Mann eine Gefahr für sich selbst und andere darstelle, berichtete der Sender und berief sich dabei auf Dokumente von Sicherheitsbehörden.

Texas-Attentäter brach aus der Psychiatrie aus

19.44 Uhr: Nach der Bluttat hat das FBI das Handy des Schützen sichergestellt. Man sei aber derzeit nicht in der Lage, auf das Gerät zuzugreifen, sagte Christopher Combs von der Bundespolizei am Dienstag. Das Handy sei an ein Labor des FBI in Virginia geschickt worden. Combs zeigte sich zuversichtlich, dass es der Behörde gelingen werde, sich Zugriff auf die Daten zu verschaffen. Er wollte nicht sagen, um was für ein Gerät es sich handelt.

09.28 Uhr: Nach dem Blutbad in einer texanischen Kirche prüft die US-Luftwaffe mögliche Versäumnisse bei der Weitergabe von Informationen über den Täter: Eine Verurteilung des früheren Luftwaffensoldaten Devin K. wegen häuslicher Gewalt sei ersten Erkenntnissen zufolge nicht in die zentrale Datenbank zur Überprüfung von Schusswaffenkäufern eingetragen worden, teilte eine Sprecherin der Luftwaffe am Montag mit. Von Militärgerichten verhängte Strafen müssen eigentlich in der Datenbank erfasst werden.

Nach Angaben der US-Luftwaffe hatte K. auf einem Stützpunkt im Bundesstaat New Mexico gedient. Er wurde demnach 2012 wegen eines tätlichen Angriffs auf seine damalige Ehefrau und seinen Stiefsohn von einem Militärgericht zu zwölf Monaten Haft verurteilt. 2014 wurde er unehrenhaft aus den Streitkräften entlassen.

Wegen seiner Verurteilung sei es K. gesetzlich verboten gewesen, "Schusswaffen zu kaufen oder zu besitzen", erklärte Luftwaffen-Sprecherin Ann Stefanek. Die zuständige Abteilung für Sonderermittlungen auf dem Luftwaffenstützpunkt Holloman habe dies aber offenbar nicht in die Datenbank eingetragen. Die Luftwaffe will den Angaben zufolge nun überprüfen, ob andere Fälle korrekt eingetragen wurden.

Montag, 6. November 2017:

21.25 Uhr: Nach dem Massaker in einer Kirche in Texas will US-Vizepräsident Mike Pence den Ort des Geschehens besuchen. Er werde gemeinsam mit seiner Frau Karen am Mittwoch nach Sutherland Springs reisen, um sich mit Angehörigen der Opfer, Verletzten und Sicherheitskräften zu treffen, schrieb Pence am Montag auf Twitter.

17.50 Uhr:  Das Motiv des Schützen, der in einer texanischen Kirche 26 Menschen getötet hat, wurzelt nach Angaben der örtlichen Behörden in "Familienstreitigkeiten". Man wisse, dass der Täter wütend auf seine Schwiegermutter gewesen sei, sagte Freeman Martin vom texanischen Ministerium für Öffentliche Sicherheit. Diese habe die Kirche in der Vergangenheit besucht. Am Sonntag war sie aber nicht dort. Der Täter hatte am Vortag während eines Gottesdienstes in dem Dorf Sutherland Springs um sich geschossen.

15.03 Uhr: Der Täter soll sich selbst erschossen haben, nachdem er auf der Flucht von einem bewaffneten Bürger angeschossen worden war. Das berichtete der Sender CNN am Montagmorgen (Ortszeit) und berief sich dabei auf den örtlichen Sheriff Joe Tackitt. 

13.03 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Bundesregierung trauerten mit den Menschen von Sutherland Springs, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Er bezeichnete das Massaker in einer Kirche als eine Tat, die Amerikas Freunde „fassungslos macht“. Auch die EU-Kommission Familienangehörigen und Freunden der Opfer ihr Beileid ausgesprochen.

11.38 Uhr: Die Trauer in der texanischen Gemeinde ist groß. Doch ein junger Mann wird als Held gefeiert: Johnnie Langendorff. Gemeinsam mit einem Kirchenmitglied verfolgte er mit seinem Auto den flüchtenden Schützen. In einem Interview mit einem texanischen TV-Sender schildert der Mann die Einzelheiten und das Ende der Verfolgungsjagd.  

9.42 Uhr: US-Medienberichten zufolge handelt es sich bei dem mutmaßlichen Täter um den 26-jährigen Devin Patrick K.. Der ehemalige Soldat der US-Luftwaffe wurde demnach im Jahr 2014 vor ein Militärgericht gestellt und unehrenhaft aus den Streitkräften entlassen. Auf Facebook prallte der Täter mit seiner Waffe, eine AR-15. 

9.24 Uhr: Ex-US-Präsident Barack Obama hat sich erschüttert über das Massaker in Texas mit 26 Toten gezeigt und erneut schärfere Waffengesetze gefordert.

8.22 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die tödlichen Schüsse von Texas als „furchtbare Gewalttat“ verurteilt. „Wir sind in Gedanken bei unseren amerikanischen Freunden“, sagte Steinmeier am Montag bei seinem Staatsbesuch in Neuseeland. „Den Angehörigen der Opfer spreche ich mein tiefes Mitgefühl aus, und den Verletzten wünsche ich baldige Genesung.“

„Das war ein sehr gestörtes Individuum“

8.13 Uhr: Die Bluttat von Texas hat nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump nichts mit dem Waffenrecht in den USA zu tun. „Das war ein sehr gestörtes Individuum“, sagte Trump am Montag in Tokio in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Japans Premier Shinzo Abe. Gefragt, ob eine Änderung des Waffenrechts anstehe, sagte Trump, die USA hätten ein großes Problem mit psychischer Gesundheit. Das Massaker von Texas sei ein sehr, sehr trauriges Ereignis: „Wer hätte jemals gedacht, dass so etwas passieren kann“, sagte Trump.

6.25 Uhr: Die erste Vermutung ist leider zur Wahrheit geworden: Zu den Todesopfern zählt die 14-jährige Tochter des Pastors der Gemeinde, Annabelle Pomeroy. Das bestätigte der Geistliche selbst: Er und seine Frau hielten sich demnach zum Zeitpunkt der Tat nicht in Sutherland Springs auf.

6.22 Uhr: US-Präsident Donald Trump sprach von einem „entsetzlichen Verbrechen“ und einer „Tat des Bösen“, inmitten eines heiligen Gottesdienstes. „Wir können den Schmerz, die Trauer und das Leid, das die Familien der Opfer erlitten haben, nicht in Worte fassen. In so harten Zeiten wie diesen tun Amerikaner, was sie am besten können: Sie halten zusammen“, sagte Trump am Montagmorgen (Ortszeit) in Tokio. Der Präsident befindet sich zur Zeit auf einer fast zweiwöchigen Asienreise.

6.17 Uhr: Das Motiv des Täters ist nach wie vor vollkommen unklar. Nach Behördenangaben wurde der ganz in Schwarz gekleidete junge Mann gegen 11.20 Uhr (Ortszeit) zunächst an einer Tankstelle der Ortschaft gesehen. Er ging dann über die Straße zur Kirche und begann noch draußen, mit einem Gewehr zu schießen. Nach Behördenangaben starben dabei zwei Menschen. Danach sei der mit einer schusssicheren Weste ausgestattete Schütze in das Gebäude gegangen und habe weiter gefeuert. Schließlich wurde der Täter von einem Einwohner konfrontiert, ließ seine Waffe fallen und flüchtete in seinem Wagen. Dort wurde er wenig später tot aufgefunden. Die näheren Umstände blieben zunächst unklar.

5.51 Uhr: Der Sender NBC News berichtete, der 26-jährige Täter habe in dem benachbarten Comal County gelebt. Eine Sprecherin der US-Luftwaffe sagte dem Sender, ein Militärgericht habe ihn 2012 wegen Angriffen auf seine Frau und ihr gemeinsames Kind verurteilt. Zwei Jahre später sei er aus der Luftwaffe entlassen worden.

26 Tote bei Blutbad in texanischer Kirche

Die Ereignisse von Sonntag, 5. November im Überblick

22.59 Uhr: Die Verletzten sind offenbar auf mindestens vier Kliniken - darunter ein Armeekrankenhaus - verteilt worden.

22.54 Uhr: Laut CBS News ist die 14-jährige Tochter des Pastors unter den Todesopfern. Ein Mann sagte dem Sender, dass sein sechsjähriger Neffe von vier Schüssen getroffen worden sei und nun operiert werde.

22.48 Uhr: Laut Augenzeugen soll der Schütze einen Kampfanzug getragen haben. Das ist jedoch nicht bestätigt.

22.31 Uhr: Wie der County Sheriff erklärt, sind mindestens 20 Menschen bei der Schießerei ums Leben gekommen. Zahlen zu Verletzten sind noch immer nicht offiziell bestätigt.

22.06 Uhr: Im Durchschnitt sollen 50 Menschen die Andachten in der Kirche verfolgt haben. Demnach dürfte kaum jemand vor Ort verschont geblieben sein. 

22.04 Uhr: Die Tat soll sich um 11:30 Uhr Ortszeit ereignet haben, also 18:30 Uhr unserer Zeit.

22.02 Uhr: Alle Verletzten sollen sich mittlerweile in Kliniken in umliegenden Städten befinden. Die Toten sind noch nicht geborgen.

22.00 Uhr: Offenbar sind auch Kinder unter den Todesopfern. Das berichten lokale Medien.

21.55 Uhr: Die Zahl der Verletzten ist laut einem Reporter vor Ort auf 30 erhöht worden. Weitere Todesopfer habe es demnach glücklicherweise nicht gegeben.

21.53 Uhr: Die bereits zitierte Augenzeugin nannte die Baptistenkirche als „altes Gebäude“. Sie wisse nicht, ob es Sicherheitskameras in der Kirche gebe. Die Parkflächen seien nicht von Kameras überwacht.

21.48 Uhr: Laut BBC wohnen in Sutherland Springs gerade einmal mehrere hundert Menschen. 

21.40 Uhr: Das FBI schließt nicht aus, dass es weitere Täter oder Nachahmer geben könnte.

21.31 Uhr: Eine Zeugin sagte dem Sender MSNBC, Sutherland Springs sei so klein, dass es dort nicht einmal eine Feuerwehr gebe. Jeder kenne jeden, man stehe sich sehr nahe. Was am Sonntag geschehen sei, treffe damit alle Einwohner.

21.26 Uhr: Der Schütze ist mittlerweile verstorben. Ob er von Polizeikräften erschossen wurde oder sich selbst das Leben genommen hat, ist noch nicht sicher. CNN zufolge sei der Mann von den Polizisten nach einer Autoverfolgungsjagd gestellt worden. Das bestätigte der örtliche Sheriff.

21.23 Uhr: Der Polizei zufolge sind 20 bis 25 Menschen bei der Schießerei verletzt worden.

21.18 Uhr: US-Präsident Donald Trump meldet sich via Twitter von seiner Asienreise und betet für Opfer und Angehörige.

21.10 Uhr: Der englische Sender BBC berichtet unter Berufung der Polizei von 27 Toten. 

21.02 Uhr: Die "Dallas Morning News" berichtet auf ihrer Website, ein zwei Jahre altes Kind sei unter den Verletzten.

Schüsse in US-Kirche

Sutherland Springs - Ein Mann hat am Sonntag in einer Kirche im US-Staat Texas das Feuer auf Gläubige eröffnet. Beim Sender Fox News wird von mehreren Toten und Verletzten gesprochen. Auch ein Vertreter des Bezirks Wilson sagte dem Sender CNN, dass mehrere Menschen ums Leben gekommen seien. Er sei zutiefst erschüttert.

CNN zufolge wurde der Täter nach einer Autoverfolgungsjagd von der Polizei gestellt und ist tot. Das habe der örtliche Sheriff bestätigt, ohne Angaben über die näheren Umstände zu machen.

Mann eröffnet Feuer während Andacht

Nach Augenzeugenberichten hatte der Mann das Feuer am Vormittag (Ortszeit) während einer Andacht in der Baptistenkirche eröffnet. Es seien mindestens 20 Schüsse in rascher Reihenfolge gefallen. Andere schilderten, der Schütze habe mehrere Male nachgeladen.

Wie es weiter hieß, kommen im Durchschnitt 50 Menschen zu der sonntäglichen Andacht. Die First Baptist Church sei das Zentrum der kleinen Gemeinde Sutherland Springs, die gut 50 Kilometer östlich von San Antonio liegt.

Das Fernsehen zeigte zahlreiche Krankenwagen vor der Kirche. Auch sollen Verletzte mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser gebracht worden sein.

dpa/mg/lin

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