Ihm war die Haltung untersagt worden

Mann klaut Kampfhunde aus Tierasyl - es waren seine eigenen

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Eine American-Staffordshire-Terrier-Hündin mit Maulkorb. (Symbolbild)

Ein junger Mann bricht in ein Tierasyl ein und stiehlt zwei Kampfhunde. Als die Polizei ihm auf die Spur kommt, nimmt die Sache eine überraschende Wendung.

Hamm - Im April hatte es im Tierasyl im westfälischen Hamm einen Einbruch gegeben. Zwei American Staffordshire Terrier waren damals aus ihren Tierboxen verschwunden. Hinweise von Zeugen führten die Polizei jetzt auf die Spur eines jungen Mannes. Die Hunde wurden in seiner Wohnung sichergestellt. Auch fünf Welpen fand die Polizei. Die Tiere befinden sich nun in einer Unterbringung außerhalb Hamms.

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich offenbar um den Halter der Hunde. Bereits im Februar 2019 sprach die Stadt eine generelle Haltungsuntersagung für die Tiere gegen den 20-Jährigen aus. Wie die Stadt mitteilt, seien die Hunde nicht angemeldet gewesen.

Keine der Auflagen erfüllt

Im Landeshundegesetz sind American Staffordshire Terrier als sogenannte „gefährliche Hunde“ gelistet. Sie dürfen nur unter strengen Auflagen gehalten werden. Der Mann habe keine dieser Auflagen erfüllt und auch nicht die erforderliche Erlaubnis der Behörde dafür gehabt.

Bei den fünf Welpen sei davon auszugehen, dass es sich um Nachwuchs des Hundepaares handle.

Nach Einschätzung der Ordnungsbehörde sei es nicht absehbar, dass der Mann jemals wieder gefährliche Hunde halten darf. Eine nachträgliche Anmeldung der Tiere und die Beantragung einer Erlaubnis reiche dafür keinesfalls aus.

Bei der Abholung der Hunde leistete der Tatverdächtige laut Polizei körperlichen Widerstand. Die Hunde hätten sich ruhig verhalten, berichtet wa.de*.

20-Jähriger schweigt

Auch ein früherer erfolgloser Einbruchversuch in das Tierasyl vom 4. April geht laut Polizei auf das Konto des Tatverdächtigen. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen Einbruchsdiebstahls und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Bei der polizeilichen Vernehmung äußerte sich der 20-Jährige nicht zu den Vorwürfen. Ob weitere Personen an den Taten beteiligt waren, ist unklar.

*wa.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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