Durchsuchungen in 116 Ländern

Bei internationalen Razzien: Interpol konfisziert 500 Tonnen gefälschter Medikamente

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Die Interpol hat bei Razzien in 116 Ländern rund 500 Tonnen gefälschter Medikamente sichergestellt.

Die Interpol hat bei Razzien in 116 Ländern rund 500 Tonnen gefälschter Medikamente sichergestellt. Darunter waren Mittel gegen Schmerzen, Krebs und zur Potenzsteigerung. Auch der deutsche Zoll war involviert.

Lyon/Wiesbaden - Bei internationalen Razzien hat der Zoll rund 500 Tonnen gefälschter Medikamente sichergestellt. Darunter seien auch unwirksame Mittel gegen Krebs, Schmerzen und zur Potenzsteigerung, erklärte am Dienstag die Polizeiorganisation Interpol in Lyon, die das Vorgehen koordiniert hatte. Im Oktober fanden demnach Durchsuchungen in 116 Ländern statt, 850 Verdächtige wurden festgenommen. Auch der deutsche Zoll und die Polizei waren beteiligt.

Neben gefälschten Arzneimitteln wurden laut Interpol auch 110.000 nachgemachte medizinische Hilfsmittel beschlagnahmt, darunter Spritzen, Kontaktlinsen, Hörgeräte und chirurgisches Material. Der Gesamtwert der sichergestellten Waren liegt demnach bei 14 Millionen US-Dollar (gut zwölf Millionen Euro).

BKA: Fast 100.000 Medikamente in Deutschland konfisziert

Das Bundeskriminalamt (BKA) erklärte in Wiesbaden, der Zoll habe am größten deutschen Flughafen Frankfurt am Main und anderen Orten mehr als 1200 ausländische Brief- und Paketsendungen mit fast 100.000 Tabletten, Kapseln und Ampullen aus dem Verkehr gezogen. Zu rund 80 Prozent habe es sich um Potenzmittel gehandelt, konfisziert worden seien aber auch verbotene Nahrungsergänzungs- sowie Beruhigungsmittel und Schmerztabletten.

Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock erklärte, wegen der verschärften Kontrollen hätten die Kriminellen ihr Vorgehen geändert. Sie verschickten gefälschte Arzneimittel nun häufiger in kleineren Päckchen oder Briefen, die nicht so intensiv überprüft würden.

afp

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