Grube Messel

Landesmuseum zeigt fertig präparierte Urpferdchen

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Das rund 47 Millionen Jahre alte Fossil war im vergangenen Jahr bei gezielten Grabungen in der Grube Messel entdeckt worden. Foto: Boris Roessler

Darmstadt (dpa) - Zwei vor einiger Zeit in der Grube Messel entdeckte und mittlerweile fertig präparierte Urpferdchen hat das Hessische Landesmuseum am Donnerstag der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die gut erhaltenen Stücke waren in den Jahren 2015 und 2016 gefunden worden. Künftig werden sie in der Ausstellung des Museums zu sehen sein. 

Der zuständige Paläontologe Torsten Wappler sagte in Darmstadt, der gute Zustand der Tiere erlaube einen Blick auf Lebensbedingungen, die vor fast 50 Millionen Jahren rund um die Grube Messel geherrscht hätten. "Zähne, aber auch Zehen und Mageninhalt belegen die Anpassungsfähigkeit an die damaligen subtropischen Temperaturen in unserer Region", erklärte Wappler.

Für das Museum waren es die ersten Urpferdchen-Entdeckungen seit 30 Jahren. Die Grube Messel in Südhessen gilt als eine der reichsten Säugetier-Fossilien-Lagerstätten der Welt. Das 2016 gefundene Tier war von Kopf bis Schwanz etwa 50 Zentimeter lang und fast komplett erhalten.

Die Grube Messel in Südhessen zählt zu den reichsten Säugetier-Fossilien-Lagerstätten der Welt. Anhand der dort gemachten Funde gewinnen Wissenschaftler ein Bild darüber, wie die Tier- und Pflanzenwelt vor 48 Millionen Jahren aussah. Zu den spektakulärsten Entdeckungen in der Grube Messel gehören der Halbaffe "Ida", Urpferdchen, Krokodile und faustgroße Ameisen. Entstanden sein soll die Grube bei einem Vulkanausbruch. Sie wurde 1995 erstes Weltnaturerbe in Deutschland. Die Grube gehört seit 1992 dem Land Hessen, betrieben wird sie von der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung in Frankfurt.

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