Verirrte er sich?

Bei Kitzbühel: Münchner (28) tot in Bachbett aufgefunden - Hintergründe geben Rätsel auf

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Ein Gemeindemitarbeiter fand den Münchner im Bachbett der Ache in Kirchberg in Tirol (Symbolbild).

Ein 28-jähriger Münchner wurde tot in Kirchberg in Tirol gefunden. Der Urlauber war offenbar auf dem Nachhauseweg zu seiner Unterkunft. Er kam dort nie an.

  • Ein Mitarbeiter der Gemeinde Kirchberg in Tirol entdeckte den reglosen Körper im Bachbett der Aschauer Ache am Samstagmorgen (4. Januar).
  • Die Polizei geht derzeit von einem Unfall aus.
  • Der Münchner war mit Freunden im Skiurlaub.

Update vom 06.01., 19.30 Uhr: Spuren im nassen Schnee, in einem Garten nahe der Aschauer Ache in Kirchberg in Tirol, sind stille Zeugen eines Dramas, das einen jungen Mann aus München am verlängerten Wochenende das Leben kostete. Matthias Z. (28) hatte sich auf dem Nachhauseweg zu seiner Unterkunft im Zentrum von Kirchberg verirrt. Mitten in der Nacht rutschte er an einer steilen Böschung ab, die zum eiskalten Wildbach führt. Der Mechatroniker fiel ins Wasser. Stunden später wurde er entdeckt, doch niemand konnte ihm mehr helfen.

Unklar ist bisher, warum sich der 28-Jährige verirrt hat. Josef Feyersinger, Einsatzleiter der Polizei, sagte dem Oberbayerischen Volksblatt: „Die Stelle, an der es vermutlich dann zum Absturz gekommen ist, liegt nicht an einem Weg. Der Mann war querfeldein unterwegs. Er lief etwa durch einen Garten und überquerte sogar einen Zaun.“ 

An einer Böschung dürfte der Münchner, der in Rosenheim geboren ist, ausgerutscht sein. Offene Fragen gibt es auch noch zum genauen Zeitpunkt es Unfalls. „Wir wissen noch nicht, wann genau der Unfall sich ereignet hat. Wir gehen aber davon aus, dass es Samstagmorgen gewesen ist,“ sagte Feyersinger.

Kirchberg: Gemeindemitarbeiter findet Leiche in Bachbett

Kirchberg in Tirol - Ein Gemeindemitarbeiter machte den schockierenden Fund am Samstagmorgen gegen 8.30 Uhr. Eine Person lag reglos am Ufer der Ache im Zentrum von Kirchberg in Tirol (Bezirk Kitzbühel). 

Der Gemeindemitarbeiter setzte sofort die Rettungskette in Gang. Doch der junge Mann war offenbar bereits tot. Feuerwehr Kirchberg und Polizei bargen die Leiche. Sie soll obduziert werden.

Münchner (28) tot in Tirol gefunden - Ermittlungen laufen

Bei dem Toten handelt es sich um einen 28-jährigen Münchner. Unbestätigten Angaben zufolge ist er in der Region Rosenheim groß geworden. Laut Rosenheim24.de* war der 28-Jährige in seiner Heimat auch immer noch als Amateurfußballer im Einsatz. Die Eltern sind inzwischen informiert und nach Kirchberg gereist.

Die Polizei ermittelt seitdem zur Todesursache. Wie die Polizei Kirchberg auf Nachfrage mitteilt, gehen die Ermittler aktuell von einem Unfall aus. Der 28-Jährige war demnach in der Nacht noch allein unterwegs gewesen. 

Münchner (28) stirbt in Kirchberg in Tirol - Polizei geht von Unfall aus

Offenbar war er auf dem Heimweg zu seiner Unterkunft, die er mit Freunden gemeinsam für einen Skiurlaub bezogen hatte. Dort kam er allerdings nie an. Auf dem Weg versuchte er offenbar eine steile Böschung oberhalb des Flusses zu queren und stürzte. Das ist zumindest der Ermittlungsstand. Die Ermittlungen laufen. Eine Obduktion ist angeordnet.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung der Polizei Innsbruck im Original:

Am 4.1.2020 um 08.30 Uhr wurde der leblose Körper eines 28-jährigen deutschen Staatsbürgers im Bachbett der Aschauer Ache in Kirchberg aufgefunden. 

Es wurde sofort die Rettungskette in Gang gesetzt, nach Bergung des Mannes durch die Feuerwehr Kirchberg konnte vom Notarzt das Rettungshubschraubers nur mehr den Tod festgestellt werden. 

Die genaue Unfallursache ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen, vom diensthabenden Staatsanwalt wurde eine gerichtliche Obduktion angeordnet.

Da nach ersten Erhebungen angenommen werden kann, dass der Verunfallte nicht weit vom Auffindungsort (Zentrum Kirchberg) in die Ache gestürzt ist, wird zur Rekonstruktion um zweckdienliche Hinweise aus der Bevölkerung unter Tel 059133/7205 an die PI Kirchberg gebeten.

Eine hohe Zahl an tödlichen Unglücken von Deutschen wird aktuell in den Alpen verzeichnet. In der Nacht auf Sonntag (5. Januar) raste der Fahrer eines Audi TT in eine Gruppe junger Deutscher in Südtirol. Sechs Menschen starben.

kmm

*Rosenheim24.de* ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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