In Lieferwagen verschleppt

Kindesentführer aus Leipzig - so entscheidet das Gericht

Vor einem halben Jahr ereignete sich in Leipzig ein schreckliches Entführungsdrama: Ein Mann verschleppte eine 12-Jährige und missbrauchte sie in seinem Transporter. Nun verkündete das Gericht ein Urteil. 

Leipzig - Sechs Monate nach der Entführung und Vergewaltigung eines Mädchens in einem Lieferwagen hat das Leipziger Landgericht den Täter zu fast sieben Jahren Haft verurteilt. Die Richter sprachen den 36-Jährigen am Mittwoch nach Angaben eines Sprechers wegen schweren sexuellen Missbrauchs, Freiheitsberaubung und anderer Delikte schuldig. Die Strafe beträgt sechs Jahre und elf Monate. Die Öffentlichkeit war von dem Prozess ausgeschlossen.

Der Mann hatte die Zwölfjährige Anfang Juni in Leipzig auf dem Nachhauseweg von der Schule in einem vorher präparierten Transporter entführt und missbraucht. Unter anderem hatte er die Türen so manipuliert, dass sie von innen nicht zu öffnen waren. Dem Mädchen gelang es während der Fahrt aber, per Handy einen Notruf an die Polizei abzusetzen. Die Beamten orteten den Wagen.

Spezialeinsatzkräfte stoppten den Transporter auf einer Straße in Sachsen-Anhalt und befreiten das Kind nach drei Stunden aus der Gewalt ihres Entführers. Wegen des Alters des Opfers wurde die Öffentlichkeit von dem Verfahren ausgeschlossen. Dies galt auch für die Urteilsverkündung. Lediglich der Tenor der Gerichtsentscheidung wurde deshalb öffentlich bekanntgegeben.

afp

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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