Ist die Lage kritisch?

Grippewelle 2019: Influenza fordert erstes Todesopfer in der Region

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Grippe-Alarm in Kassel? Influenza fordert erstes Todesopfer (Symbolfoto).

Die Grippewelle 2019 hat ihr erstes Todesopfer im Landkreis Kassel gefordert. Die Zahl der Influenza-Fälle ist in der vergangenen Woche drastisch gestiegen.

Kassel - Die Grippewelle 2019 hat den ersten Todesfall im Raum Kassel gefordert. Bei dem ersten Todesopfer handelt es sich um eine 67 Jahre alte Frau aus dem Landkreis Kassel. Das bestätigte Dr. Karin Müller, Leiterin des Gesundheitsamtes Region Kassel gegenüber extratipp.com*.

Grippewelle 2019 fordert erstes Todesopfer in Kassel

Die nachweislich im Labor bestätigten Influenza-Fälle hätten, laut Dr. Karin Müller, zwar in den letzten Wochen zugenommen, doch die Zahlen wären im Vergleich zum vergangenem Jahr noch viel geringer.  

"Wir müssen noch die nächsten zwei bis drei Wochen abwarten. Die Situation kann sich noch ändern", sagt Dr. Karin Müller. Die Zahlen geben nur ein Bild davon wieder, was sich in der Bevölkerung abspiele, erklärt Dr. Müller. Nicht alle Grippe-Virus-Infektionen werden dem Gesundheitsamt gemeldet.

Stadt Kassel

Landkreis Kassel

Grippesaison 2019

bis 7. Kalenderwoche

118

126

Grippesaison 2018

bis 7. Kalenderwoche

133

161

Grippesaison 2019: Todesfälle in Deutschland

Die Grippewelle, die offiziell im Oktober begann, hat bislang 127 Todesfälle in Deutschland gefordert, teilt die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) des das Robert Koch Instituts (RKI) im aktuellen Influenza-Wochenbericht (7. Kalenderwoche 2019) mit. In der Region Kassel ist nun auch ein Todesopfer zu beklagen.

Kassel: Influenza-Fälle in Hessen steigen an

In Hessen sind die Zahlen der Influenza-Fälle, laut der AGI, im Vergleich zur Vorwoche von 193 auf 203 Infektionen gestiegen. Die Grippewelle hat das Bundesland fest im Griff und nimmt richtig Fahrt auf. 

Ist der Höhepunkt der Grippewelle 2019 in Kassel schon erreicht?

Wie sich die aktuelle Grippewelle in Kassel und der Region entwickelt, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen, so Dr. Karin Müller. Im vergangenen Jahr wären die Influenza-Infektionen in der 10. Kalenderwoche am höchsten gewesen.

Neben dem Grippe-Virus leiden die Menschen derzeit an anderen Erkältungskrankheiten, wie Bronchiale Infekten. Obendrein treibt das hochansteckende Norovirus im Raum Kassel sein Unwesen. Eine Norovirus-Infektion verursacht plötzliche Übelkeit, Durchfälle und Erbrechen.

In der Notaufnahme des Klinikums Kassel versorgen, laut dem Nachrichtenportal hna.de, Ärzte derzeit vermehrt Patienten mit Magen-Darm-Infekten. Daneben gäbe es sehr viele Grippe-Patienten, die zum Teil auf der Intensivstation behandelt werden müssten.

Lohnt sich eine Grippe-Impfung noch?

Erfahrungsgemäß steigt die Zahl der Grippe-Infektionen im Januar an und nimmt dann stetig zu. Wie lang eine Grippewelle andauert, lässt sich oftmals schwer vorhersagen. Vergangenes Jahr dauerte die Grippesaison bis in den April. Deswegen lohnt sich nach Ansicht von Medizinern auch jetzt noch eine Grippe-Impfung.

*extratipp.com ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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