Zehntausende Gläubige in Rom

Karfreitag: Papst betet still - Hochsicherheit beim Kreuzweg

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Karfreitagsprozession in Rom

Rom - Zusammen mit dem Papst haben am Freitagabend tausende Menschen am Kreuzweg in Rom teilgenommen. Rund um das Kolosseum galten strenge Sicherheitsvorkehrungen.

Zehntausende Gläubige haben am Freitagabend am Kreuzweg mit dem Papst in Rom teilgenommen. Die Zeremonie am Kolosseum fand unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt. Die Menschen beteten im Licht zahlreicher Kerzen vor dem antiken Amphitheater, während andere an 14 Stationen den Leidensweg von Jesus Christus nachempfanden. Die Meditation der Via Crucis zum Thema „Die Passion des Herrn“ wurden von der französischen Theologin Anne-Marie Pelletier verfasst.

Am Ende der Prozession sollte das Katholiken-Oberhaupt noch eine Ansprache halten. Wegen Terrorgefahr war das Gebiet um das Kolosseum weiträumig abgesperrt worden. Sprengstoffspürhunde waren im Einsatz.

Prediger erinnert an junge Kriegsopfer in Syrien

Papst Franziskus betet auf dem Boden liegend

Zuvor hatte Papst Franziskus im Petersdom die traditionelle Karfreitagsliturgie geleitet. Das Oberhaupt der Katholiken legte sich zu Beginn des Gottesdienstes am Freitag auf einen Teppich und betete still. Anschließend erinnerte der Prediger des päpstlichen Hauses an die vielen Kinder, die kürzlich bei einem mutmaßlichen Giftgasanschlag in Syrien getötet wurden, und an den Doppelanschlag auf koptische Christen in Ägypten am Sonntag.

Berichte über Gewalt und Tod fehlten so gut wie nie in den Abendnachrichten, sagte Prediger Raniero Cantalamessa. „Diese Berichte folgen so schnell aufeinander, dass wir jede Nacht vergessen, was tagsüber eigentlich geschehen ist.“ Warum erinnere sich die Welt also noch immer an den Tod eines Menschen vor 2000 Jahren, als sei er gestern passiert? „Es scheint, dass (Jesus') Tod für immer das Gesicht des Todes verändert und eine neue Bedeutung für den Tod eines jeden Menschen gegeben hat.“

Welche besondere Bedeutung der Karfreitag im Christentum hat, das erfahren Sie in diesem Artikel.

dpa

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