Rumänien wird verklagt

Kanadische Firma klagt wegen erhoffter Goldmine

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Etwa 430 Kilometer westlich von Bukarest wollte die kanadische Firma die Goldmine aufbauen. 

Bukarest - Eine kanadische Firma geht juristisch gegen Rumänien vor, weil das Land ihr die Erlaubnis zum Aufbau einer Goldmine verweigert.

Das Unternehmen Gabriel Resources teilte am Mittwoch mit, es habe sich an das Internationale Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten, ein zur Weltbank gehörendes Schiedsgericht, gewandt. Bukarest verletze mit dem Widerstand gegen die Mine internationale Verträge.

Gabriel Resources versucht seit 15 Jahren, eine Erlaubnis für die Ausbeutung von Edelmetallvorkommen im westlichen Siebenbürgen zu bekommen. Das Konzept sieht vor, über 16 Jahre 300 Tonnen Gold und 1600 Tonnen Silber abzubauen. Dabei würden rund 2000 Jahre alte Stollen im Untergrund zerstört und vier Berge eingeebnet. Umweltschützer meldeten außerdem Bedenken gegen den geplanten Einsatz von rund 12.000 Tonnen Zyanid an, weil dadurch das Grundwasser vergiftet werden könnte.

Wiederaufnahme der Gespräche gescheitert

Gabriel Resources betont hingegen, dass die Mine hunderte von Arbeitsplätzen schaffen und die rumänische Wirtschaft ankurbeln würde. Das Unternehmen gab am Mittwoch an, es habe sich in den vergangenen Monaten um eine Wiederaufnahme der Gespräche mit Bukarest bemüht, was aber ohne Erfolg geblieben sei.

Die Firma wirft der rumänischen Regierung vor, dass die Blockade des Projekts zum Verlust aller schon geleisteten Investitionen für die Mine geführt habe. Gabriel Resources wolle die vollständige Summe erstattet bekommen. Einen Betrag nannte das Unternehmen nicht.

Im Jahr 2013 hatte das rumänische Parlament einen Gesetzentwurf der Regierung abgelehnt, dass dem Aufbau der Mine den Weg geebnet hätte. Tausende Rumänen protestierten gegen das Vorhaben von Gabriel Resources. Die Firma bezifferte ihre möglichen Verluste damals auf vier Milliarden Dollar (3,7 Milliarden Euro).

afp

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