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„I bims“ ist „Jugendwort des Jahres 2017“

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Die Worte "Fly sein" flimmern am 18.11.2016 in München als "Jugendwort des Jahres" über den digitalen Newsticker eines Hotels in München. Bleibt nur abzuwarten, welches Wort 2017 die Nase vorne hat.

Zum zehnten Mal hat Langenscheidt das „Jugendwort des Jahres“ gekürt. Diesmal wählte die Jury einen Zweiteiler, den viele Jugendliche nutzen - und auch sicher der ein oder andere Erwachsene kennt: „I bims“

München -„I bims“ ist das „Jugendwort des Jahres“. Es bedeutet „Ich bin“, wie der Langenscheidt-Verlag am Freitag in München mitteilte. Der Begriff wurde in den vergangenen Monaten immer populärer. Merkur.de* hat eine Erklärung veröffentlicht, was „I bims“ denn überhaupt bedeutet. 

Die Kunstsprache „Vong“ lebt von Wortspielen. Sie verkürzt Sätze und nimmt Fehler im Netz auf die Schippe. Ähnlich beliebt wie „I bims“ sind die Worte „vong ... her“, die eine eher überflüssige Information an ein Wort heften. Ein Beispiel: „Das Wetter ist schön vong Sonne her.“ Die Artikel „ein“ und „eine“ werden in diesem Slang durch die Ziffer 1 ersetzt. Auch auf den Schulhöfen der Republik fragen sich also immer mehr Jugendliche: „Was ist das für 1 Life?“

Auf diesen Trend hat die die 20-köpfige Jury des Langenscheidt-Verlags mit ihrer Kür des Zweiteilers am Freitag in München reagiert. „„I bims“ ist ein Wort - da fühlen sich die Jugendlichen auch repräsentiert“, sagt Jury-Mitglied David Berger und stellt fest: „Die sagen das wirklich.“ Man habe es zwar vielleicht schon zu oft gehört, doch man komme 2017 einfach nicht daran vorbei.

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In den Top 10, die aus 30 Begriffen online gewählt wurden und der Jury vorlagen, waren auch „napflixen“ (ein Nickerchen machen und dabei einen Film laufen lassen), „Noicemail“ (nervige Sprachnachricht), „schatzlos“ (single) und „unlügbar“ (definitiv, unbestritten). Spitzenreiter war der Ausdruck „geht fit“ (läuft, passt).

„Geht fit“ war der Jury aus Youtubern und Bloggern aber zu langweilig und regional. Der Begriff sei nicht so verbreitet, sagt der 19 Jahre alte Berger. Dabei seien sich die meisten in der Jury einig gewesen.

Jugendwort 2016 sorgte für viel Kritik

Einfach mal „fly sein“: Das Jugendwort 2016 hatte für Schulterzucken und Stirnrunzeln gesorgt - so wie viele zuvor. Nur die wenigsten konnten etwas mit dem Begriff aus der Hip-Hop-Szene anfangen, der so viel bedeutet, wie jemand oder etwas „geht besonders ab“.

Die Wahl, die seit mittlerweile zehn Jahren zeigen soll, wie junge Menschen von heute sprechen, sei häufig an der Realität vorbeigegangen, sagt Sprachwissenschaftler Nils Uwe Bahlo von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

„Die Kritik, die in den letzten Jahren aufgekommen ist, die wollten wir ein Stück weit auch unterbinden“, sagt Schüler und Juror Elias Elminger (18), der die Worte „I bims“ selbst nutzt. Jury-Kollegin und Bloggerin Livia Kerp ist sich sicher: „Jeder sagt das - egal, ob Jung oder Alt.“ Doch manche User erklären die „Vong“-Nutzung spätestens ab dem Einzug in den allgemeinen Sprachgebrauch für eigentlich out.

Bei Twitter sorgt die Kür des Jugendworts für die ein oder andere ungewöhnliche Wortmeldung. So schreibt das Bundesumweltministerium (BMUB) im Kurznachrichtendienst Twitter: „Hallo, i bims, das BMUB, nicestes Ministerium vong Umweltfreundlichkeit her.“ Journalistin und Moderatorin Dunja Hayali konnte sich weniger begeistern und fragt: „I bims - echt jetzt?“ Ein weniger prominenter Twitter-User freut sich über die Wortspielerei: „Eine Jugend die mit Sprache spielt, finde ich großartig!“

Auch wenn die Jugendwort-Kür als Werbeaktion für den Langenscheidt-Verlag und ihr Jugendsprache-Lexikon gilt, erkennen auch Sprachwissenschaftler diesen positiven Nebeneffekt an. „Über Sprache nachdenken schadet ja nicht“, sagt Lutz Kuntzsch von der Gesellschaft für deutsche Sprache in Mannheim. Die diesjährige Wahl sei kreativ, auch wenn ihm der Begriff nichts sage. „Bleibt abzuwarten, welche Entwicklung diese Wendung nimmt.“

Lesen Sie auch auf Merkur.de*: Woher kommt dieses „vong“? Was ist das für 1 Wort vong Bedeutung her?

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

dpa

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