In Guatemala

15 Jahre Haft für Handy-Diebstahl

Guatemala-Stadt - Wer ein Handy klaut oder ein geklautes weiterverkauft und dabei erwischt wird, muss in Guatemala künftig mit heftigen Strafen rechnen.

Das Parlament des zentralamerikanischen Landes verabschiedete ein Gesetz, das bis zu 15 Jahre Haft für den Diebstahl eines Handys vorsieht, wie am Mittwoch aus Parlamentskreisen verlautete. Für den Erwerb eines Handys unklarer Herkunft drohen fünf bis zehn Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von umgerechnet 3700 bis 9300 Euro.

Der illegale Verkauf von Handys soll den Angaben zufolge mit sechs bis 15 Jahren Gefängnis und Geldstrafen zwischen 9300 und 23.200 Euro geahndet werden. Das Gesetz sieht zudem die Einrichtung eines Registers der im Land genutzten Handys vor, um die rechtmäßigen Besitzer geklauter Handys besser finden zu können.

Der Parlamentsbeschluss wurde im Zuge eines "nationalen Notstands" verabschiedet. In Guatemala ist der Handy-Diebstahl ein weit verbreitetes Problem, in dem 15-Millionen-Einwohner-Land werden monatlich mehr als 12.000 Geräte geklaut.

Im Jahr 2012 stieg die Zahl der Fälle im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent auf 142.745 gestohlene Handys. Die Diebstähle hatten in der Vergangenheit immer wieder Gewalttaten ausgelöst, auch mehrere Todesfälle gehen darauf zurück.

afp

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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