Steigende Zahlen

Corona in Irland: Ganzes Land ab Samstag Risikogebiet - Lockdown mit diesen Regeln

Irland ist wegen steigender Corona-Zahlen in eine Art Lockdown zurückgekehrt. Es gelten drastische Regeln. Ab Samstag, 24. Oktober, gelten alle Regionen von Irland als Risikogebiet.

Update vom 22. Oktober 2020, 11.49 Uhr: Ab Samstag, 24. Oktober, gilt ganz Irland als Corona-Risikogebiet. Das Auswärtige Amt, das Bundesministerium für Gesundheit sowie das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat erklären alle Regionen Irlands ab Samstag zum Risikogebiet. Das geht aus der aktualisierten Liste des Robert-Koch-Instituts (Stand Donnerstag, 22. Oktober, 9 Uhr) hervor. Damit gilt dann auch für das ganze Land eine Reisewarnung.

LandIrland
PremierministerMicheál Martin
HauptstadtDublin
Bevölkerung4,904 Millionen (2019)

Bislang gelten wegen steigender Corona-Zahlen nur folgende Regionen als Risikogebiet: Border, Dublin, Midlands, Mid-East, Mid-West, South-West und West. Ab Samstag gilt dann ganz Irland als Risikogebiet.

Irland hatte Anfang der Woche bereits damit Schlagzeilen gemacht, dass es als erstes Land der EU in eine Art zweiten Corona-Lockdown geht.

Corona in Irland: Lockdown wegen steigender Zahlen - mit diesen Regeln und Maßnahmen

Dublin - Harte Regeln und weitreichende Einschränkungen, aber kein kompletter Corona-Lockdown: Wegen steigender Zahlen verschärft Irland seine Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus* drastisch. In der Nacht von Mittwoch, 21. Oktober, auf Donnerstag, 22. Oktober, tritt für sechs Wochen die höchste von fünf Maßnahmen-Stufen in Kraft, wie der irische Premierminister Micheál Martin in einer Rede am Montagabend ankündigte. Darüber schreibt wa.de*.

Corona in Irland: Lockdown mit harten Maßnahmen und Regeln

Ein wesentlicher Punkt dabei: Homeoffice. Wer kann, muss in Irland wegen Corona bis zum 1. Dezember von zu Hause aus arbeiten. Nur für das tägliche Leben unverzichtbare Geschäfte wie Supermärkte dürfen noch geöffnet bleiben. Außerdem gelten auch im privaten Rahmen Kontaktbeschränkungen. Treffen mit anderen Haushalten zu Hause oder selbst im heimischen Garten sind untersagt. Um einen kompletten Lockdown handelt es sich jedoch nicht.

Die Schulen und Kindergärten in Irland bleiben trotz der steigenden Corona-Zahlen geöffnet. Sport im Freien darf in einem Radius von fünf Kilometern betrieben werden. Pubs, Restaurants und Cafés können zumindest Lieferdienste anbieten. Von einem kompletten Lockdown kann demnach also noch nicht die Rede sein.

Corona in Irland: Teil-Lockdown - Premier Micheál Martin warnt vor hartem Winter

Kontakte etwa zur Unterstützung von Alleinerziehenden und Senioren zwischen zwei Haushalten sind den Einwohnern erlaubt. Auch Hochzeiten sind mit bis zu 25 Gästen noch gestattet. Das Baugewerbe in Irland soll weiter seiner Arbeit nachgehen. Der öffentliche Verkehr wird auf 25 Prozent reduziert. Die Corona-Maßnahmen - die Erinnerungen an den ersten Lockdown wach werden lassen - treten in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag in Kraft, wie eine Regierungssprecherin bekräftigte.

In seinen Äußerungen rund um den neu verhängten Teil-Lockdown in Irland warnt Premier Micheál Martin, der Winter werde hart. „Es wird nicht dasselbe Weihnachten sein, das wir in den vergangenen Jahren genossen haben“, sagte Martin. „Aber wenn wir alle an einem Strang ziehen und dem Geist dieser neuen Regeln folgen, wird es eine ganz besondere Zeit sein und uns allen eine Atempause von den Härten der vergangenen sieben Monate verschaffen.“ Die Lehrergewerkschaft in Irland forderte mit Blick auf den Schulunterricht im Winter deutlich mehr Corona-Tests.

Corona in Irland: Zahlen steigen, Teil-Lockdown verhängt - 1031 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden

Die Zahlen in Irland sind jedenfalls Besorgnis erregend. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag hatten sich in Irland zuletzt 1031 Einwohner innerhalb von 24 Stunden mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt wurden bislang knapp 51.000 Ansteckungen in Irland registriert. Das Land hat nur knapp fünf Millionen Einwohner, für die bald die Lockdown-ähnlichen Maßnahmen gelten.

In europäischen Statistiken zur Zahl der Corona-Infektionen binnen 14 Tagen auf 100.000 Personen bezogen liegt Irland etwa im Mittelfeld (243/Stand: 19. Oktober). Experten sorgen sich vor allem, dass das irische Gesundheitswesen nicht für einen Ansturm von Covid-19-Patienten ausreichen könnte - ein Grund für den neuerlichen Teil-Lockdown.

Corona in Irland: Weite Teile des Landes als Risikogebiet ausgewiesen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) weist angesichts steigender Corona-Zahlen (mehr als 50 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen) weite Teile von Irland als Risikogebiete aus. Damit gilt auch eine Reisewarnung für nicht notwendige touristische Reisen für diese Regionen. Für alle weiteren Regionen wird von nicht notwendigen touristischen Reisen abgeraten.

Folgende Regionen gelten derzeit als Risikogebiete, es gilt eine Reisewarnung :

  • Region Border (seit 30. September)
  • Region Dublin (seit 23. September)
  • Region Midlands (seit 17. Oktober)
  • Region Mid-East (seit 17. Oktober)
  • Region Mid-West (seit 17. Oktober)
  • Region South-West (seit 17. Oktober)
  • Region West (seit 17. Oktober)

Nicht nur in Irland: Corona-Situation kritisch, Zahlen steigen - bald wieder mehr Länder im Lockdown

Kritisch ist die Lage natürlich nicht nur in Irland: Zuletzt hat auch die Schweiz durchgegriffen*. Zur Eindämmung des Coronavirus wurden die Sicherheitsauflagen verschärft. Die Angst vor dem nächsten Corona-Lockdown sitzt unterdessen auch in Italien tief* - auch dort hat die Regierung die Maßnahmen verschärft.

Für Urlauber sind es keine rosigen Zeiten - auch nicht in Deutschland, nachdem die Menschen dazu aufgerufen worden sind, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben. Das Beherbergungsverbot gilt* nach wie vor in einigen wenigen Bundesländern. -wa.de* ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Julien Behal

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