Vom Aussterben bedroht

Hunderttausende Jungaale in der Elbe ausgesetzt

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Sogenannten Glasaale: Mehr als 300.000 in der Elbe ausgesetzte Jungaale sollen den Bestand der vom Aussterben bedrohten Wanderfische im Fluss wieder aufbauen. Foto: Philipp Schulze

Bleckede (dpa) - Mehr als 300.000 in der Elbe ausgesetzte Jungaale sollen den Bestand der vom Aussterben bedrohten Wanderfische im Fluss wieder aufbauen. Die Aktion startete in Bleckede im Landkreis Lüneburg.

Im Lauf des Tages sollten die nur etwa sechs bis sieben Zentimeter langen Tiere an weiteren Orten der Region in die Elbe und einige ihrer Nebenflüsse entlassen werden. Die Glasaale würden im Durchschnitt nur 0,3 Gramm wiegen, sagte Koordinator Volkmar Hinz von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK).

Nach sechs bis zwölf Jahren sollen die ausgewachsenen Europäischen Aale (Anguilla anguilla) dann durch die Nordsee und den Atlantik zum Laichgebiet wandern. Experten gehen davon aus, dass sich die Tiere in den Tiefen der Sargassosee im Westatlantik paaren. Eier und Jungtiere sollen mit dem Golfstrom wieder zurück nach Europa treiben. Der Bestand hatte in den vergangenen Jahrzehnten dramatische Einbrüche erlitten.

Die noch fast durchsichtigen Glasaale wurden an der französischen Atlantikküste gefangen. Seit 2006 wurden mit der Aktion weit mehr als zwei Millionen Jungaale in die Elbe entlassen. Die EU und das Land Niedersachsen tragen auch in diesem Jahr rund 60 Prozent der Kosten von 43 000 Euro. Den Rest bezahlen laut LWK Fischereiverbände, Angler und die Gemeinschaftsinitiative Elbefischerei.

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