Hohe Temperaturen

Hitzewelle in Griechenland: 50 Grad drohen - Abkühlung nicht in Sicht

In Griechenland herrscht aktuell brutale Hitze. Die Temperaturen kratzen an der 50-Grad-Marke. Abkühlung im beliebten Urlaubsland ist nur bedingt in Sicht.

Hamm - In Griechenland herrschen aktuell Rekord-Temperaturen. Bereits seit der vergangenen Woche ächzt das Land unter der schlimmsten Hitzewelle seit mehr als 30 Jahren.

LandGriechenland
HauptstadtAthen
Vorwahl+30
Bevölkerung10,72 Millionen (2019)

In einigen Teilen Griechenlands wird in dieser Woche mit Höchsttemperaturen von 43 Grad Celsius gerechnet. Viele Experten ziehen den Vergleich mit der Dauer und der hohen Temperaturen aus dem Jahr 1987, als in Griechenland nach mehreren Tagen mit Werten über 40 Grad laut Schätzungen mehr als 4000 Menschen ums Leben gekommen waren.

Hitzewelle in Griechenland: Ende nicht in Sicht - 50 Grad drohen

Einige Meteorologen befürchten, dass die Thermometer diesmal noch höher steigen könnten. „Es würde mich nicht wundern, wenn es an einzelnen Stationen in diese Richtung gehen wird. 47 bis 48 Grad sind sehr wahrscheinlich und 50 Grad lokal möglich“, sagte Klimatologe Dr. Karsten Brandt von Donnerwetter.de der Bild. „Gute Chancen gibt es in einzelnen vom Meer abgewandten Tälern auf Rhodos, Kreta oder Zypern, fast 50 Grad zu messen.“ Für die meisten Menschen unerträglich, zumal in Griechenland aktuell auch die Nachttemperaturen kaum unter die Hitzeschwelle von 30 Grad sinken.

Wie Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met bei Bild erklärte, komme es dabei auf Kleinigkeiten an - „zum Beispiel woher kommt der Wind. Weht er vom Meer, dann könnte es kühler bleiben. 48 Grad könnten aber werden, wenn er von der Landseite weht. Das kommt auf Zehntel an. Lokal kann das sehr unterschiedlich sein.“

Hitzewelle in Griechenland: Immerhin leichte Abkühlung ab Donnerstag

Immerhin: Ab Donnerstag gebe es eine leichte Abkühlung in Europas Hitze-Gebieten. „Ein Tief, das von Mitteleuropa weiter in Richtung Osteuropa zieht, lenkt in Verbindung mit einem Hoch über dem zentralen Mittelmeerraum vergleichsweise kühlere Luftmassen in die Region. Ab Freitag wird es dann örtlich bis zu 10 Grad kühler“, erklärt Meteorologe Simon Schöfl von wetter.net.

Wegen der heftigen Hitze sind in Griechenland aktuell einige Touristen-Hotspots geschlossen. Dazu führen die krassen Temperaturen zu zahlreichen Bränden. Hunderte Feuerwehrleute haben am Mittwoch den zweiten Tag in Folge gegen einen großen Waldbrand nahe der Hauptstadt Athen gekämpft. Allein in der Ortschaft Varympompi, die 30 Kilometer nordwestlich von Athen liegt, zerstörten die Flammen nach Behördenangaben etliche Wohnhäuser. Auch Betriebe, Tavernen und Ferienunterkünfte brannten nieder. Der Rauch zog bis nach Athen und vernebelte den Himmel über der Akropolis.

Rubriklistenbild: © Michael Pappas/dpa

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