Heiße Spur im Fall Mirco: Polizei sucht Passat-Fahrer

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Mirco ist vor acht Wochen verschwunden.

Grefrath/Mönchengladbach - Acht Wochen nach Verschwinden des kleinen Mirco vom Niederrhein hat die Polizei nach eigenen Angaben eine heiße Spur. Sie fahndet nach dem Fahrer eines VW Passat. 

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Die Ermittler gehen nun davon aus, dass es sich beim Fahrzeug des Täters um einen VW Passat-Kombi handelt. Dies habe ein Abgleich von Hinweisen mit der Rekonstruktion der Fahrzeugbewegungen zur Tatzeit am 3. September ergeben, teilte die Polizei am Freitag mit. Der gesuchte Fahrzeugtyp habe nebeneinander angeordnete Rückleuchten und sei von 2005 bis 2010 gebaut worden. Welche Farbe der Wagen habe, könne aufgrund der zur Tatzeit herrschenden Dunkelheit nicht gesagt werden. Die Ermittler werten die Feststellung des Fahrzeugtyps als großen Erfolg. “Die Schlinge zieht sich allmählich zu“, sagte der Leiter der Soko Mirco, Ingo Thiel.

In einem nächsten Schritt würden nun alle Halter des Fahrzeugs in Grefrath und Umgebung gesucht. Dazu gehörten neben Privatpersonen auch die Halter Firmen- und Dienstwagen. Die Polizei bittet jeden, der einen VW-Passat-Kombi fährt, sich selbst bei der Sonderkommission zu melden. “Ziel ist, alle VW-Passat- Kombis zu erfassen, die in Grefrath und Umgebung geführt werden, um Zug und Zug immer mehr Unverdächtige auszuschließen“, erläuterte Thiel. Die Polizei hält es für wahrscheinlich, dass sich der Täter unauffällig in der Mitte der Gesellschaft bewegt - “ob ledig oder gar als Familienvater“.

Mirco war am Abend des 3. September zuletzt an einer Bushaltestelle in der Nähe einer Skater-Anlage in Grefrath gesehen worden. Von dort aus wollte er mit dem Fahrrad nach Hause fahren. Die Polizei geht davon aus, dass das Kind einem Sexualverbrechen zum Opfer gefallen ist und der Täter aus der Umgebung stammt.

Ermittlungen im Fall Mirco (10) aus Grefrath

Bilder von den Ermittlungen im Fall Mirco (10) aus Grefrath

dpa/dapd

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