Auch auf Rhodos brennt es weiter

Verheerende Waldbrände in Griechenland: Feuer erreicht Vororte von Athen – mehrere Ortschaften evakuiert

Die Waldbrände in Griechenland haben nun auch die Vororte im Norden der Hauptstadt Athen erreicht. Die Feuerwehr kämpft im Dauereinsatz gegen die Flammen.

Athen - Der Süden Europas hat derzeit mit einem extremen Wetter* zu kämpfen. Seit rund einer Woche herrscht in Griechenland eine historische Hitzewelle*. Temperaturen jenseits der 40 Grad sind an der Tagesordnung. Aufgrund der Hitze und Trockenheit sind bereits in mehreren Teilen des Landes Waldbrände ausgebrochen. Nun kämpft die Feuerwehr auch vor den Toren der Hauptstadt Athen gegen die Flammen.

Waldbrände in Griechenland: Feuer erreicht Vororte von Athen – mehrere Ortschaften evakuiert

„Es ist ein Alptraumbrand am Rande der Stadt“, erklärte der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis* nachdem er die betroffenen Regionen besichtigt hatte. Es sei oberste Priorität, Menschenleben zu retten. Auch am Mittwochmorgen (4. August) kämpfen die Feuerwehrleute weiter gegen den Großbrand in den nördlichen Vorstädten Athens. Die Flammen haben bereits erste Vororte wie Varympompi und Acharnes erreicht. Die Rauchschwaden waren in der gesamten Hauptstadt Griechenlands* sichtbar.

„Wir hoffen, heute den Brand unter Kontrolle bringen zu können, bevor Winde wieder einsetzen“, sagte ein Offizier der Feuerwehr am Mittwochmorgen im griechischen Staatsfernsehen. Bereits mit dem ersten Tageslicht wurden Hubschrauber und Flugzeuge eingesetzt, um die Flammen einzudämmen. Die Winde ließen vorerst nach. Derzeit liegen noch keine Informationen über mögliche Opfer vor. Am Dienstag (3. August) waren mehrere Ortschaften evakuiert worden.

Waldbrände vor Athen: Rauch zieht über griechische Hauptstadt – „Bleiben Sie zuhause“

„Bleiben Sie zuhause. Alle Fenster müssen geschlossen sein“, lautet der Aufruf des Zivilschutzes für die Einwohner Athens. Aufgrund der starken Rauchentwicklung und der Windstille war am Morgen die Sicht in der griechischen Hauptstadt auf wenige hundert Meter beschränkt. Asche ging auf Häuser nieder.

Zudem machte Berichten zufolge ein beißender Geruch den Menschen zu schaffen. Die griechische Gesundheitsbehörde meldete für das Stadtzentrum Athens zwischenzeitlich eine Belastung von bis zu 465 Mikrogramm Feinstaub je Kubikmeter. Zum Vergleich: EU-weit gilt als Grenzwert ein Tagesmittelwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

Die Waldbrände in Griechenland haben die ersten Vororte im Norden Athens erreicht.

Waldbrände vor Athen: Schnelles Ende der Hitzewelle ist nicht in Sicht

Ein Ende der extremen Hitze* ist frühestens zum Wochenende in Sicht, wie das Wetteramt mitteilte. Am Mittwoch werden in Athen erneut extreme Temperaturen um die 43 bis 44 Grad erwartet. Die historische Hitzewelle wütet allerdings nicht nur in der Hauptstadt, sondern im ganzen Land. Auf der Halbinsel Peloponnes und den Urlaubsinseln Rhodos und Kos sowie auf der Insel Euböa sind ebenfalls große Feuer ausgebrochen. Am Dienstagabend teilte der Zivilschutz mit, die Feuerwehr kämpfe landesweit gegen 40 größere Brände. Hunderte Häuser seien nach einer ersten Schätzung verbrannt oder beschädigt worden.

Ähnlich gestaltet sich die Lage derzeit auch in der benachbarten Türkei. Dort kämpft die Feuerwehr ebenfalls gegen unzählige Waldbrände. Besonders betroffen sind die südwesttürkischen Provinzen Antalya und Mugla. Ein deutsch-türkisches Ehepaar haben die Flammen das Leben gekostet*. In Italien tobten zuletzt im Süden des Landes, auf den großen Inseln Sizilien und Sardinien, sowie teilweise an der Adriaküste ebenfalls heftige Waldbrände*. Dort verbesserte sich die Situation zuletzt, wie die Feuerwehr mitteilte. (ph/dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Lydia Veropoulou via www.imago-images.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare