Tunnel komplett gesperrt

Gotthard-Tunnel: Auto kracht in Wohnmobil - fünf Personen verletzt

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Ein schwerer Unfall hat sich am Montag im Gotthard-Tunnel (Schweiz) ereignet. Fünf Personen wurden bei dem Crash verletzt.

Im Gotthard-Tunnel in der Schweiz hat sich ein schwerer Unfall ereignet. Fünf Menschen wurden verletzt. Der Gotthard-Tunnel ist derzeit komplett gesperrt, teilte die Polizei mit. 

Göschenen - Der Gotthard-Tunnel (Schweiz) ist nach einem schweren Unfall gesperrt. Vor dem Tunnelportal in Göschenen ist ein Auto auf die Gegenfahrbahn geraten und mit einem Wohnmobil kollidiert. Dann krachte der Wagen in einen Lieferwagen, wie die Kantonspolizei Uri berichtet. Fünf Menschen sind bei dem Unfall teils schwer verletzt worden. Sie wurden aus dem Gotthard-Tunnel geborgen und mit Hubschraubern in Krankenhäuser geflogen.

Das Auto sowie das Wohnmobil hatten niederländische Kennzeichen. Der Lieferwagen stammt aus Zürich, teilte die Polizei mit. Warum das Auto von der Fahrbahn auf die Gegenspur kam, ist zunächst noch völlig unklar. Die Ermittlungen laufen, heißt es von der Polizei.

Die Kollision im Gotthard-Tunnel hat sich gegen 13.45 Uhr ereignet. Der Tunnel wurde in beide Richtungen gesperrt. Voraussichtlich sind die Aufräumarbeiten gegen 18 Uhr abgeschlossen. 

Gotthard-Tunnel - Wichtige Nord-Süd-Achse durch die Alpen

Der 1980 fertiggestellte Gotthard-Tunnel ist eine wichtige Nord-Süd-Achse durch die Alpen. Er ist rund 17 Kilometer lang und verbindet den südlichen Kanton Tessin mit der Innerschweiz. 

Er hat pro Richtung nur eine Fahrspur, und die Seiten sind lediglich durch eine markierte Sicherheitslinie voneinander getrennt. Bei einer Volksabstimmung stimmten die Schweizer 2016 für den Bau einer zweiten Röhre. Mit dem Bau der zweiten Röhre soll ab 2020 begonnen werden. 

Bei einer Frontalkollision im Schweizer Gotthard-Tunnel sind 2017 zwei Menschen ums Leben gekommen, berichtete Merkur.de*. 

Bei einem Feuer im  Gotthard-Tunnel kamen im Oktober 2001 elf Menschen ums Leben. Zwei Lastwagen waren zusammengeprallt. Ein Fahrer war betrunken. Nach einer Explosion gerieten Reifen und Kunststoffplanen in Brand. Ein Kurzschluss hatte das Feuer entfacht. Das Unglück löste eine intensive Debatte über Sicherheit in Tunneln aus.


ml/dpa


*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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