Nachbarschaftsstreit

Gericht prüft: Riechen Pferde so stark wie Rinder?

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Das Verwaltungsgericht Hannover sieht Klärungsbedarf in der Frage, ob der Geruch von Pferden genauso zu bewerten ist wie der Geruch von Kühen. Foto: Julian Stratenschulte/Symbolbild

Hannover (dpa) - Mit der Frage, ob Pferde stärker riechen als Rinder, hat sich das Verwaltungsgericht Hannover in einem Nachbarschaftsstreit beschäftigt. Ein Kläger hatte sich gegen die von der Region Hannover erteilte Baugenehmigung zur Errichtung von Pferdeställen auf seinem Nachbargrundstück gewehrt.

In einem ehemaligen Kuhstall und einer Scheune sollen neun junge Pferde sowie sieben Stuten und ihre Fohlen untergebracht werden. Wie das Verwaltungsgericht mitteilte, stoppte die 4. Kammer im Eilverfahren die Genehmigung zur Erweiterung der Pferdezucht.

Es bestünden Zweifel daran, ob für Pferde und Rinder bezüglich der Geruchsbelastung tatsächlich derselbe Gewichtungsfaktor anzulegen sei, argumentierten die Richter. Die Frage, wie die Geruchsqualität der Tierart Pferd zu bewerten sei, bedürfe einer eingehenden wissenschaftlichen Überprüfung.

Dies soll im Hauptverfahren geschehen. Dagegen war die Region Hannover bei einer Pferdehaltung von derselben Geruchsbelastung ausgegangen wie bei einer Rinderzucht und hatte deshalb die Baugenehmigung erteilt, die mit Beschluss vom 31. März gestoppt wurde (AZ 4 B 2350/169).

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