Flugschüler muss für Angriff bei Flug jahrelang in Haft

+
Der Flugschüler im Landgericht in Frankfurt (Oder). Foto: Ralf Hirschberger

Eigentlich sollte es im Sommer 2013 ein gewöhnlicher Übungsflug östlich von Berlin werden, doch dann kommt es zu einer Attacke auf den Fluglehrer. Gegen den damaligen Flugschüler gab es jetzt zum dritten Mal ein Urteil.

Frankfurt (Oder) (dpa) - Ein früherer Flugschüler muss wegen des Angriffs auf seinen Fluglehrer in 1500 Metern Höhe bei Berlin für mehrere Jahre ins Gefängnis.

Das Landgericht Frankfurt (Oder) verurteilte den Mann zu sechseinhalb Jahren Haft wegen gefährlicher Körperverletzung und Angriffs auf den Luftverkehr, wie eine Gerichtssprecherin sagte.

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der damals 51-Jährige im Sommer 2013 sein Opfer bei einem Übungsflug mit einem Stein attackierte und verletzte. Der Angeklagte hatte demnach auch versucht, dem Fluglehrer mit den Daumen die Augen einzudrücken. Es kam damals bei Strausberg zu einem Sturzflug und einer Notlandung.

Es war bereits der dritte Prozess zu dem Fall. Denn der Bundesgerichtshof (BGH) hatte die beiden vorigen Urteile beanstandet. Damals war der Angeklagte zu höheren Strafen verurteilt worden: im ersten Prozess wegen Mordversuchs zu neun, im zweiten Prozess zu sieben Jahren Haft wegen gefährlicher Körperverletzung und Angriffs auf den Luftverkehr. Der BGH hatte jedes Mal kritisiert, dass strafmildernde Umstände nicht ausreichend berücksichtigt worden seien.

Dass es jetzt die etwas mildere Strafe gab, begründete das Landgericht damit, dass der Angeklagte von seinem Opfer nach einer gewissen Zeit abgelassen hatte.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.