54.000 Bewohner können nach Hause

Nach fast vier Stunden: Fliegerbombe in Augsburg ist entschärft

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Die Sprengmeister neben der Bombe: Nach fast vier Stunden konnten die Augsburger in ihre Wohnungen zurück.

Augsburg - Die tonnenschweren Fliegerbombe, die mitten in Augsburg entdeckt worden ist, ist entschärft. 54.000 Bewohner mussten dafür am Ersten Weihnachtsfeiertag die Schutzzone in der Innenstadt verlassen. 

  • In Augsburg gab es die größte Evakuierungsaktion seit dem Zweiten Weltkrieg: Wegen der Entschärfung einer Fliegerbombe müssen 54.000 Bewohner am Ersten Weihnachtsfeiertag ihre Wohnungen verlassen.
  • Betroffen waren auch das Renaissance-Rathaus und die Fuggerei, die älteste Sozialsiedlung der Welt, sowie der Dom. Auch ein Krankenhaus und mehrere Altenwohnheime waren leer.
  • Am Freitag sind die betroffenen Menschen im Sperrbezirk von der Stadt mit einem Informationsschreiben über die Evakuierung informiert worden.
  • Die 1,8 Tonnen schwere Fliegerbombe war am Dienstag bei Bauarbeiten entdeckt worden.
  • Die Stadt rechnete bei der Bombenentschärfung mit rund 4000 Einsatzkräften. 

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+++ „Das ist das Ding“, schreibt die Polizei:

+++ Um 18.50 Uhr teilt OB Kurt Gribl mit, dass die Fliegerbombe entschärft ist, wie augsburger-allgemeine.de berichtet. In etwa einer halben Stunde soll der gesperrte Bereich wieder freigegeben werden. Ein Polizeisprecher bestätigte, dass nach fast vier Stunden die britische Luftmine unschädlich gemacht werden konnte. 

+++ Seit mehr als zwei Stunden arbeiten die Spezialisten eines Kampfmittelräumdienstes nun schon an der Entschärfung der riesigen Fliegerbombe in Augsburg. Die beiden Experten mussten mehrere Zünder an der Luftmine unschädlich machen. Der Krisenstab um Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) wartet auf positive Nachrichten, teilte die Stadt via Twitter mit. Es wurde nicht ausgeschlossen, dass die Entschärfung mehrere Stunden bis in die Nacht dauert.

+++ Die Internetseite der Stadt Augsburg, augsburg.de, ist teilweise komplett zusammengebrochen - zu viele Menschen wollten gleichzeitig darauf zugreifen:

+++ Gerüchte, wonach die Bombe kontrolliert gesprengt werden soll, weist die Polizei vehement zurück. Von einer Sprengung der Bombe sei nie die Rede gewesen, heißt es aus Augsburg. Allerdings sollen die Zünder gesprengt werden, um sie unschädlich zu machen - was aber eine völlig andere Dimension hätte.

+++ Die Polizei hat bis zuletzt mit Streifen die Schutzzone gesichert, auch, um Einbrüche und weitere Straftaten zu verhindern.

+++ Eine Prognose über die Dauer der Arbeiten gibt es aktuell nicht - entscheidend ist die Lage der Zünder, die erst zugänglich gemacht werden müssen.

Fliegerbombe in Augsburg: Entschärfung hat um 15.30 Uhr begonnen

+++ Die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr haben die Schutzzone ebenfalls verlassen, nun können die beiden Sprengmeister die Arbeit aufnehmen. Zunächst müssen die Muttern am Blindgänger gelockert werden, dann folgt die eigentliche Entschärfung.

Die Augsburger Innenstadt ist geräumt, am Sonntagnachmittag soll die Evakuierung beginnen.

+++ Die Räumung der Augsburger Innenstadt ist abgeschlossen, sagt Augsburgs Bürgermeister Kurt Gribl. „Die Entschärfung ist freigegeben.“

+++ Die nächste Pressekonferenz beginnt um 15 Uhr. Dann will die Polizei Infos zum aktuellen Stand der Dinge geben.

+++ Polizisten umstellen die Schutzzone. Über 900 Beamte sind aktuell im Einsatz - vor allem, um zu verhindern, dass Menschen in den Sperrbereich gelangen.

+++ Auch um 14.45 Uhr hat die Entschärfung der Bombe noch nicht begonnen. Ab 15 Uhr müssen sich Bahnreisende auf Einschränkungen vorbereiten. Der Hauptbahnhof liegt zwar nicht in der Schutzzone, doch es können nur zwei der vier Gleise bis zum Bahnhof Hochzoll genutzt werden. 

+++ Die Evakuierung der Augsburger Innenstadt ist so gut wie abgeschlossen. Die Straßen in der Innenstadt sind verlassen, die Polizei zeigt auf Twitter Bilder. Und weißt nachdrücklich darauf hin, dass während der anstehenden Entschärfung Lebensgefahr in der Schutzzone besteht.

+++ Die Stadt hat bis 14 Uhr ein Bürgertelefon unter der Nummer 0821/324-4444 geschaltet, bei dem die Bürger persönliche Anfragen stellen können. Nach 14 Uhr soll per Bandansage über den aktuellen Stand informiert werden.

Fliegerbombe in Augsburg: Entschärfung der Bombe verzögert sich

+++ Verzögerungen gibt es auch im Bahnverkehr: Eigentlich sollte der Zugverkehr zwischen dem Augsburger Hauptbahnhof und Augsburg-Hochzoll erst gegen 14.30 Uhr eingeschränkt werden. Allerdings kommt es bereits um 13 Uhr zu Verzögerungen auf den Strecken Richtung München, Ulm und Donauwörth/Treuchtlingen.

+++ Nach wie vor sind nicht alle Krankentransporte beendet, das heißt, der Beginn der eigentlichen Entschärfung könnte sich verzögern.

+++ Augsburg hält zusammen: Noch läuft die Evakuierung, einige Bürger sind in den sechs Notunterkünften untergekommen - aber auch andere helfen. Der FCA stellt seinen VIP-Bereich in der WWK-Arena zur Verfügung, dort sind aktuell etwa 100 Augsburger. Im Gasthof Ochsen in Göggingen hat der Wirt ebenfalls Schutzsuchende aufgenommen und stellt ihnen einen Schlafplatz zur Verfügung.

+++ Die Augsburger Polizei gibt eine Pressekonferenz zur aktuellen Lage. Bis jetzt läuft alles planmäßig und ohne größere Zwischenfälle. Hier sehen Sie die Übertragung:

+++ Die Polizei geht davon aus, dass die Entschärfung des Riesenblindgängers mindestens eine Stunde dauern wird - die Bombe hat mehrere Zünder, die entschärft werden müssen.

+++ Es laufen immer noch Krankentransporte: Die Augsburger Hilfsorganisationen sind mit 200 Fahrzeugen vor Ort und sind dabei, die 490 gemeldeten Transporte zu stemmen.

+++ Die Polizei hat damit begonnen, die Häuser im Sperrgebiet zu kontrollieren. Mehrere hundert Beamte sind dafür im Einsatz, klingeln an allen Türen und stellen sicher, dass keine Bewohner in der Schutzzone zurückgeblieben sind.

+++ Das Technische Hilfswerk (THW) bereitet den Ort der Entschärfung vor. Mehrere Kleinbagger stehen bereit, falls Teile der Bombe freigelegt werden müssen. An dem Blindgänger selbst müssen mehrere Muttern gelöst werden, die den Weg zum Zünder blockieren.

Fliegerbombe in Augsburg: Entschärfung für Sonntagnachmittag geplant

+++ In der Augsburger Innenstadt herrscht praktisch kein Verkehr mehr. Zuletzt durften nur noch Personen mit ihren Fahrzeugen in die Schutzzone, wenn sie Verwandte oder Bekannte abholen mussten.

+++ Alle Personen, die sich um 10 Uhr noch in der Schutzzone befinden, werden nun dringend aufgefordert, den Sperrbereich zu verlassen. Die Notunterkünfte in Augsburg sind geöffnet, die Polizei teilt mit, dass noch reichlich Platz ist.

+++ Während in Augsburg die Evakuierung läuft, hat es die Polizei auch mit Menschen zu tun, die ihre Wohnung nicht verlassen wollen. Die Augsburger Allgemeine berichtet von mehreren Einsätzen.

+++ Die Stadt Augsburg gibt Hinweise für die Bevölkerung:

+++ Die Entschärfung der Bombe soll zwischen 14 und 15 Uhr beginnen. Inzwischen wurde die Stadt für den Durchgangsverkehr gesperrt, die Schutzzone wird von der Polizei überwacht.

+++ Am Sonntagmorgen hat die Evakuierung der Innenstadt begonnen. Die Bewohner werden mit Lautsprecherdurchsagen dazu aufgerufen, den Sperrbereich zu verlassen.

Fliegerbombe in Augsburg: Das geschah am Samstag, 24. Dezember:

+++ Warum wird die Fliegerbombe eigentlich ausgerechnet am Weihnachtsfeiertag entschärft? Das hat vor allem organisatorische Gründe. Während der Evakuierung muss die komplette Augsburger Innenstadt verlassen sein. Das bedeutet, keine Busse und Trambahnen können mehr fahren, Geschäfte und Unternehmen müssten schließen. An einem normalen Wochentag wäre eine so großflächige Räumung der ganzen Innenstadt mit viel größerem Aufwand verbunden. Daher haben sich die Stadt, Polizei und Feuerwehr entschlossen, die Bombe am ersten Weihnachtsfeiertag zu entschärfen. Außerdem soll der Sprengmeister empfohlen haben, mit der Sprengung nicht allzu lange zu warten. 

+++ Die Stadt Augsburg bereitet sich auch an Heiligabend auf die größte Evakuierung in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg vor. Für die Entschärfung einer tonnenschweren Fliegerbombe am ersten Weihnachtsfeiertag in der Augsburger Innenstadt hat die Stadt zahlreiche Einsatzkräfte auch aus anderen Regionen Bayerns angefordert. Etwa 4000 Kräfte werden am Sonntag im Einsatz sein. An Heiligabend wurden etliche Altenheimbewohner aus der Gefahrenzone gebracht.

+++ Laut der „Augsburger Allgemeinen“ hat die Evakuierung begonnen und hunderte Bewohner werden aus dem Gefahrengebiet abtransportiert. Dabei zeichnet es sich scheinbar ab, dass die bereit gestellten Notunterkünfte in Augsburg wohl nicht alle gebraucht werden.  

+++ Die Augsburger nehmen die Evakuierung mittlerweile mit Humor. 

+++ Für die Entschärfung einer tonnenschweren Fliegerbombe in der Augsburger Innenstadt hat die Stadt zahlreiche weitere Einsatzkräfte angefordert. Für die größte Evakuierungsaktion in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg werden nun am Sonntag etwa 4000 Kräfte im Einsatz sein, teilte die Stadt am Freitag mit.

Am Vortag hatte die Einsatzleitung noch mit maximal 2500 Helfern gerechnet. Die Einsatzkräfte kommen aus ganz Bayern. Allein etwa 900 Polizisten werden am ersten Weihnachtsfeiertag kontrollieren, dass die Sperrzone im Umkreis von eineinhalb Kilometern um die Bombe von allen Einwohnern verlassen wird. Rund 54 000 Augsburger müssen ihre Wohnungen verlassen.

+++ Die Planungen zur Evakuierung mehrerer Altenpflegeheime und des Krankenhauses Vincentinum, das schon am Samstag geräumt werden soll, laufen auf Hochtouren. In der rund 250 Betten großen Belegklinik werden an den Weihnachtstagen allerdings nur wenige Patienten sein, das Krankenhaus rechnet mit etwa 30 stationär versorgten Kranken.

+++ Um die Transporte aus den Seniorenheimen am Sonntag zu organisieren, werden Rettungsdienste aus ganz Schwaben mit rund 300 Helfern und 90 Fahrzeugen im Einsatz sein. Zudem werden aus den anderen Gebieten Bayerns weitere 150 Krankenwagen und nochmals 300 Helfer erwartet. „Aktuell liegen uns noch keine genauen Zahlen vor, wie viele Transporte an den Weihnachtsfeiertagen durchgeführt werden müssen“, sagte Organisator Lothar Ellenrieder. „Wir gehen jedoch von unzähligen Einsätzen aus.“

+++ Am Dienstag war bei Bauarbeiten die etwa 1,8 Tonnen schwere Fliegerbombe entdeckt worden. Die Stadt hat für die Entschärfung am Sonntag ein Sperrgebiet im Radius von rund eineinhalb Kilometern um den Fundort angeordnet.

Mega-Evakuierung in Augsburg an Weihnachten

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