Spiel-Hype auf dem Schulhof

Darum wollen alle Kinder einen „Spinner“

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Der „Fidget Spinner“ ist gerade der Renner. Wir erklären, was es mit diesem kleinen Spielzeug auf sich hat. 

Ein recht unscheinbares Ding, doch es löst gerade einen unfassbaren Hype aus: der „Fidget Spinner“. Noch nie davon gehört? Um was es dabei geht und warum alle einen Spinner wollen, lesen Sie hier. 

Auf dem Schulhof, im Klassenzimmer oder im Büro - mittlerweile haben viele Kinder und Erwachsene einen „Fidget Spinner“ in den Fingern. Das Ding ist eigentlich ganz unscheinbar, aber das Spielzeug, ein Handkreisel, ist plötzlich wahnsinnig beliebt. Ein Spiele-Hype ist ausgebrochen. 

Zahlreiche Schulen in den USA haben die Spinners mittlerweile im Unterricht und auf dem Pausenhof verboten. Gegen diese Sanktionen wehrt sich nun die „Fidget Spinner Association“ (FSA). 

„Fidget Spinner sind wichtige Geräte für Personen mit Angst, Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADHS), überschüssiger Energie und zappeligen Händen", sagt ein Geschäftsführer in einer Pressemitteilung der FAS. Im September plant die Organisation zudem „World Fidget Spinner Championships“ in New York City. 

Was ist eigentlich ein „Fidget Spinner“?

Der Spinner passt in eine Kinderhand, ist ziemlich flach, aus Kunststoff und hat bis zu drei beschwerte flügelartige Seitenteile. In der Mitte befindet sich ein Kugellager. Es gibt verschiedene Bauweisen.

Das englische Wort „Fidget“ bedeutet auf deutsch: Unruhe oder Zappelphilipp. „Spinner“ hat seinen Ursprung im englischen Verb „to spin“ auf deutsch: wirbeln oder kreiseln.

Der Spinner dreht sich wie ein Kreisel auf den Fingerkuppen.

Wie funktioniert ein „Fidget Spinner“?

Der Kreisel lässt sich zwischen Daumen und Zeigefinger drehen und dabei auf kunstvolle Art balancieren. Das Internet ist voll mit Tricks und Tipps. Fast alles scheint mit dem kleinen Ding möglich zu sein. 

Wer hat den originalen Spinner überhaupt erfunden?

In Florida (USA) lebt die Erfinderin, Catherine Hettinger (62). Von ihrer genialen Idee sieht die Mutter einer siebenjährigen Tochter jedoch keinen Cent, wie das Nachrichtenportal theguardian.com berichtet. 

Acht Jahre hatte Hettinger demnach das Patent auf die Kreisel, gab sie jedoch 2005 auf. Die Gebühr zur Verlängerung in Höhe von 400 US Dollar (rund 360 Euro) konnte sie sich damals nicht leisten. Niemand hatte zudem Interesse an ihrer Erfindung.

„Ich hatte einfach nicht das Geld. Es ist ganz einfach“, sagt Catherine Hettinger in einem Interview mit dem Guardian. Es wäre eine Herausforderung ein Erfinder zu sein. Nur drei Prozent der Erfindungen würden Geld machen. 

Verbittert über diese verlorene Chance sei die 62-Jährige, wie in dem Interview zu lesen ist, allerdings nicht. Im Gegenteil: Die plötzliche Popularität mache ihr Mut.

So feiert das Netz den Fidget Spinner

Auf das handliche Spielzeug scheint die Welt gewartet zu haben. Der Handkreisel ist ein absoluter Bestseller. Der Spiele-Hype erinnert an das Jo-Jo-Fieber, das Ende der 90er Jahre in Deutschland grassierte.   

In den sozialen Netzwerken mutiert der Handkreisel zum Kultobjekt. Auf Twitter posten Nutzer unter dem Hashtag #fidgetspinner Fotos und Videos.

„Ich bin jetzt auch cool“

„Ich kann nicht aufhören“

Es gibt unzählige Videos auf YouTube.com. Sehenswert ist ein Clip von Blogger David mit dem Titel „Fidget Spinner Tricks with a professional Fidgeter“. 

ml

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