Mutmaßlicher Täter war schon mal wegen Mordes verurteilt

Festnahme nach Bluttat in Detmold

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Mit diesem Foto (von uns gepixelt) suchte die Polizei am 12.09.2017 in Detmold (Nordrhein-Westfalen) nach Hinweisen auf einen tatverdächtigen Mann.

In Detmold sind eine Mutter und ihr Kind in einem Mehrfamilienhaus erstochen aufgefunden worden. Der gesuchte Tatverdächtige konnte nun festgenommen werden.

Detmold/Hamburg (dpa) - Drei Tage nach dem gewaltsamen Tod einer 24-Jährigen und ihres Kindes in Detmold in Nordrhein-Westfalen hat die Polizei den Tatverdächtigen in Hamburg gefasst. Nach ihm war unter Hochdruck öffentlich gefahndet worden. „Gegen Mittag haben Zivilfahnder ihn erkannt und gleich festgenommen“, sagte ein Sprecher der Polizei Bielefeld am Donnerstag. Mit ersten Vernehmungen des Tatverdächtigen sei nicht vor Freitag zu rechnen.

Gegen den 53 Jahre alten Mann liegt ein Haftbefehl wegen Totschlags an seiner Nachbarin und Mord an ihrem sechs Jahre alten Kind vor. Die Leichen waren am Montag in einem Mehrfamilienhaus in der Nähe der Detmolder Innenstadt gefunden worden. Laut Obduktion kamen die beiden Opfer durch Stich- beziehungsweise Schnittverletzungen ums Leben.

Bisher keine Anhaltspunkte für sexuellen Missbrauch

Die Ermittler prüfen derzeit, ob es Spuren sexuellen Missbrauchs gibt. „Bislang haben wir dafür aber keine Anhaltspunkte“, sagte Oberstaatsanwalt Christopher Imig. Die Untersuchungen seien allerdings noch nicht abgeschlossen.

Am Mittwoch hatten die Ermittler mitgeteilt, dass der tatverdächtige Deutsche 2005 wegen versuchten Mordes und auch wegen Vergewaltigung verurteilt worden war. Die damalige Tat soll nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft Ähnlichkeiten zu den jetzigen Taten aufweisen. Bei den beiden Opfern handelt es sich um Bulgaren.

dpa

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