„High-Five mit Hiob“

Erzbischof von Wales: Jugendliche würden für Selfie mit Jesus anstehen

John Davies, der anglikanische Erzbischof von Wales, will die Kirche jugendlicher machen und damit mehr Junge Menschen in den Gottesdienst holen. 

Newport - Der neue anglikanische Erzbischof von Wales fordert die Kirchen zu frischer und jugendgemäßer Verkündigung der christlichen Botschaft auf. Viele junge Menschen würden „High Five mit Hiob“ machen und für ein Selfie mit Jesus Schlange stehen, wenn sie nur das Wesen des Christentums richtig begriffen, sagte Erzbischof John Davies laut der Zeitung „South Wales Argus“ (Sonntag) bei seiner Amtseinführung in der Kathedrale von Brecon.

Jugendliche vertreten oft biblische Werte

Der 64-Jährige bescheinigte vielen Jugendlichen einen „tiefen und erklärten Sensus für das moralisch Richtige“ und ein „klares Bewusstsein für gesellschaftliche und wirtschaftliche Gerechtigkeit“. Vieles davon entspreche auch genau jenen Werten, die man in der Bibel finde, so der Erzbischof. Allerdings täten sich junge Menschen nicht mehr mit den Kirchen zusammen, da diese vielfach nicht vernehmlich genug ihre Sprache sprächen. Zum Beginn des neue Kirchenjahres ermunterte Davies die Kirchen zu neuen Anstrengungen, den Menschen die Anliegen ihres Glaubens neu nahezubringen.

Die Treue der biblischen Figur Hiob wird von Gott mit schweren Schicksalsschlägen geprüft, bis dieser ihn schließlich rechtfertigt. Die Gespräche Hiobs mit Freunden und mit Gott behandeln den sogenannten Tun-Ergehen-Zusammenhang und das theologische Grundproblem, warum ein guter Gott Leid in der Welt zulassen kann (Theodizee). Von dieser alttestamentlichen Geschichte ist auch der landläufige Ausdruck „Hiobsbotschaft“ für schlechte Ereignisse abgeleitet.

KNA

Rubriklistenbild: © picture alliance / Armin Weigel/

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