Sogenannte Pfeilstörche

Erster Beleg für Vogelzug: Storch mit afrikanischem Pfeil

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Der Rektor der Universität Rostock, Wolfgang Schareck (l) zusammen mit dem Leiter der zoologischen Sammlung in Rostock, Stefan Richter hinter der Replik des sogenannten Pfeilstorchs. Foto: Jens Büttner

Klütz (dpa) - Sogenannte Pfeilstörche sind ein seltenes Phänomen: Von einem Jagdpfeil in Afrika getroffen schafften es manche Tiere zurück nach Deutschland - und lieferten so Belege für den Vogelzug.

Erster bekannter Fall ist ein 1822 im Klützer Winkel in Mecklenburg-Vorpommern erlegter Storch. Eine Kopie des international bekannten Vogels ist künftig im Schloss Bothmer in Klütz zu sehen.

Der Rektor der Universität Rostock, Wolfgang Schareck, übergab das Ausstellungsstück am Montag in Klütz Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD). Dieser verspricht sich von dem kuriosen Ausstellungsstück zusätzliche Besucher in dem landeseigenen Schloss nahe der mecklenburgischen Ostseeküste.

Das Original befindet sich seit August 1822 in der Zoologischen Sammlung der Universität Rostock. Jedes Jahr sehen sich mehr als 15 000 Besucher das von einem langen Pfeil durchbohrte Tier im Zoologischen Institut in der Innenstadt an.

Wohin Störche, Schwalben oder Kraniche im Winter ziehen, war lange umstritten. Aus heutiger Sicht muten manche Theorien dazu ziemlich verrückt an: Sie überwinterten als Mäuse, war eine Annahme. Sie ruhten am Grund von Seen oder in Höhlen oder hohlen Baumstämmen, eine andere.

Erst die großflächige wissenschaftliche Beringung von Vögeln vom Anfang des 20. Jahrhunderts an brachte Detailkenntnisse über den Vogelzug. Die Vogelwarte Helgoland etwa beringt seit 1909. Inzwischen lassen sich die Zugrouten größerer Vögel mit speziellen Satellitensendern verfolgen.

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