Soldaten stürmten Moschee

Entführung: Katholischer Priester nach vier Monaten befreit

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Der befreite Pater Teresito Soganub (l) winkt bei einer Pressekonferenz in Camp Aguinaldo in Quezon (Philippinen), wo er den Journalisten präsentiert wurde. Rechts der philippinische Verteidigungsminister Delfin Lorenzana

Ein katholische Priester ist vor vier Monaten auf den Philippinen entführt worden. Nun wird er befreit - doch bis zu 60 Geiseln befinden sich noch in den Händen der Islamisten.

Marawi - Knapp vier Monate nach seiner Entführung in der umkämpften philippinischen Stadt Marawi ist ein katholischer Priester wieder frei. Nach Militärangaben vom Montag wurde Teresito Suganob am Wochenende aus den Händen der islamistischen Aufständischen befreit. 

Soldaten stürmten demnach eine Moschee, die den Islamisten als Zentrale diente. Der Priester trat am Montag bei einer Pressekonferenz in Manila auf. Dabei bezeichnete er sich als "physisch stark". 

In Marawi auf der südlichen Insel Mindanao liefern sich islamistische Aufständische, die sich zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekennen, seit Ende Mai Kämpfe mit philippinischen Regierungstruppen. Suganob war am ersten Tag der Gefechte gemeinsam mit 13 Gemeindemitgliedern aus einer Kathedrale entführt worden. 

Mehr als 800 Menschen wurden seit Beginn der Kämpfe getötet, die Stadt wurde weitgehend zerstört. Laut einem Militärsprecher befinden sich noch immer bis zu 60 Geiseln in der Gewalt der Islamisten.

AFP

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