Zum Schutz der Helfer in Westafrika

Ebola-Impfstoff: Startschuss für erste Tests

Lausanne - In der Schweiz starten in dieser Woche Tests mit einem der vielversprechendsten potenziellen Impfstoffe gegen Ebola. Was hinter dem Mittel steckt:

Nach dem grünen Licht der Schweizer Zulassungsbehörde sollen 120 freiwillige Helfer vor ihrem Einsatz in Westafrika mit dem Stoff geimpft werden, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Dienstag mit. Zuständig ist das Universitätskrankenhaus Lausanne. Das Mittel, das bislang nur klinisch erprobt wurde, entwickelte der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline.

Der Stoff wird ChAd3 genannt und basiert auf gentechnisch veränderten Schimpansen-Adenoviren. Die Viren sind mit der genetischen Bauanleitung eines bestimmten Ebola-Proteins bestückt, erläuterte die WHO. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen als Grundlage für weitere Studien mit mehreren tausend Menschen dienen.

In Westafrika haben sich inzwischen mehr als 10.000 Menschen mit Ebola angesteckt, fast 5000 starben. Bislang gibt es weder einen zugelassenen Impfstoff noch ein Gegenmittel. Die WHO geht davon aus, dass eine umfassende Impfkampagne, mit der die Seuche gestoppt werden könnte, frühestens in der ersten Hälfte des kommenden Jahres gestartet werden kann.

AFP

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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