Schlechte Laune bei der Arbeit

Hilfskoch sticht auf Chef ein – doch er weiß nicht, warum

Es ist ein merkwürdiger Fall: Drei Jahre kam ein Mann ohne Streit bei der Arbeit aus. Doch plötzlich änderte sich seine Stimmung und er ließ Druck ab. Dafür wurde er nun verurteilt. 

Nottuln/Coesfeld – Es war der 13. April 2018, ein Freitag: Schon seit Tagen war der Hilfskoch (30) einer griechischen Pizzeria reizbar, ungeduldig und gestresst. So zumindest berichten es seine Kollegen. Auch habe er über zu viel Arbeit gestöhnt. Seinen Ärger ließ er am Mittag dieses Tages an seinem Chef auf – und rammt ihm ein Fleischermesser in die Schulter. 

Dafür musste sich der 30-Jährige nun vor dem Amtsgericht im westfälischen Coesfeld verantworten. Zwar war der Mann vom Tatort geflüchtet, konnte jedoch schnell aufgefunden werden. Die Polizei traf ihn noch am selben Tag in seiner Wohnung an. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft.

Nach Messerattacke: Täter weißt nicht, warum er so reagierte

Zu der monatelangen Beweisaufnahme gehörte auch ein psychiatrisches Gutachten, denn der 30-Jährige fand im Nachhinein keine Erklärung für sein Verhalten. Laut Berichten der WN gab er seine Tat vor Gericht zu und entschuldigte sich immer wieder bei seinem Chef und dessen Familie: Eine Erklärung, warum er an diesem Tag plötzlich das Fleischermesser von der Küchenwand zog und auf ihn einstoch, habe er nicht. 

Sein Verteidiger forderte vor Gericht am Dienstag (9. Oktober) eine Bewährungsstrafe. Seine Begründung und die Entscheidung der Kammer lesen Sie bei den Kollegen von msl24.de*.

Nach der Tat in der griechischen Pizzeria (Ecke Stiftsstraße/Potthof) flüchtete der Täter. Er konnte aber noch am selben Tag in seiner Wohnung am Eckenhovener Weg festgenommen werden.

*msl24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa-tmn

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