Förderung für die ganz Kleinen

Verleger Ippen: Erstmals Stipendien für Grundschüler

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Dr. Dirk Ippen zu Besuch in Hamm.

Kinder fördern, die sonst womöglich durch ein Raster fallen: Das hat sich Verleger Dr. Dirk Ippen vorgenommen. Er legt mit der Ippen-Stiftung und in Kooperation mit der Roland Berger Stiftung erstmals ein Schülerstipendium für Erstklässler auf.

Hamm - Dabei stehen die individuelle Unterstützung der Kinder mit intensiver Deutsch- und Leseförderung sowie außerschulische Aktivitäten wie Feriencamps und Ausflüge im Fokus. Unter den 42 ausgewählten Schülern sind auch sechs aus Hamm.

In acht Partnerschulen aus Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen wurden jeweils vier bis sechs Erstklässler ausgewählt, die von der Unterstützung bis mindestens zum Ende ihrer Grundschulzeit profitieren werden. Aus Hamm sind sechs Schüler der Ludgerischule ausgewählt worden. In einer Feierstunde am Mittwoch auf Gut Kump wurden die Kinder im Beisein von Stifter und Verleger Dr. Dirk Ippen geehrt.

Die Stipendiaten der Ludgerischule aus Hamm und der Astrid-Lindgren-Grundschule aus Soest mit ihren Lehrern und Schulleitungen sowie Hamms Bürgermeister Manfred Lindemann: Magdalena, Aran, Luca, Piotr, Adam, Amira, Bilal, Olivier und Zoe. Es fehlen: Franciszek und Dunja.

Multikulturelle Prägung als große Chance

Für Ippen ist vor allem die multikulturelle Prägung der Schüler eine große Chance: „Gesellschaft entwickelt sich erst, wenn viele Einzelne aus unterschiedlichen Regionen zusammenkommen“, sagte er. Alle Städte, in denen die Stipendiaten wohnen – neben Hamm sind das Soest, Lüdenscheid, Meinerzhagen, Kassel, Uelzen und Offenbach – seien eng mit seinem Berufsleben verbunden. Auch deshalb wolle er etwas zurückgeben an die Gesellschaft vor Ort.

Das Stipendium ist dabei nicht mit einer Geldzahlung an die Eltern verbunden. Vielmehr werden die Kinder individuell und in Gruppen in den Schulen und während gemeinsamer Ausflüge oder Feriencamps betreut. Deutsch lernen, ist ein zentraler Baustein. Mentoren sollen auch die soziale Entwicklung ihrer Schützlinge fördern.

Bei den Kollegen von wa.de* finden Sie Bilder vom Besuch von Dr. Dirk Ippen in Hamm.

"Stipendium wie ein Rettungsanker"

„Ich hoffe, dass das, was zweifelsfrei in diesen Kindern schlummert, mithilfe des Stipendiums herausgekitzelt wird“, sagte Gudula Grundel, Schulleiterin der Ludgerischule in Hamm, stellvertretend für ihre Kolleginnen. „Dieses Stipendium ist wie ein Rettungsanker oder doppelter Boden.“

Die Kinder freuten sich am Mittwoch besonders über die Erdmännchen-Stofftiere, die sie zum Start geschenkt bekamen – und über den Eiswagen, der schon vor der Tür der großen Scheune auf Gut Kump auf sie wartete.

Das ist die Stiftung:

Im Jahr 2000 gründete Verleger Dr. Dirk Ippen anlässlich seines 60. Geburtstages die gemeinnützige Ippen-Stiftung, deren Zweck es ist, den Bürgersinn und das bürgerschaftliche Engagement auf lokaler Ebene zu stärken. Die Schülerförderung startet nun unter dem Dach der Roland Berger Stiftung, deren Kuratoriums-Mitglied Ippen ist. Die Roland Berger Stiftung wurde im Jahr 2008 in München ins Leben gerufen. Neben der Vergabe des Roland Berger Preises für Menschenwürde fördert sie mit dem Deutschen Schülerstipendium, an dessen Inhalte auch das Ippen-Schülerstipendium angelehnt ist, die Bildungsgerechtigkeit. Seit 2008 haben davon über 700 Schüler profitiert.

*wa.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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