Corona-News-Ticker

Coronavirus: Ist China doch nicht das Ursprungsland der Pandemie? Außenminister Wang Yi überrascht mit Andeutung

Das Coronavirus breitet sich weltweit immer weiter aus, doch liegt der Ursprung des Virus tatsächlich in China? Der Außenminister des Landes überrascht nun mit einer Andeutung.

  • Die Coronavirus*-Pandemie könne sich noch „sehr lange“ hinziehen, schätzt ein Expertenkomitee der WHO nach einer Sitzung.
  • Eine Millionenstadt hat nun einen Lockdown verhängt - wegen vier neuer Corona-Fälle. (Update vom 11. August, 17.09 Uhr).
  • Im australischen Melbourne scheinen die Menschen nun genug vom Lockdown zu haben - und ignorieren die strengen Regeln.
  • Hier finden Sie die grundlegenden Fakten zum Coronavirus* und eine Karte mit den aktuellen Fallzahlen in Deutschland.

Update vom 28. August 2020: Seit über einem halben Jahr stellt das Coronavirus das alltägliche Leben in Deutschland auf den Kopf, doch wie lang sich das Virus bereits in der ganzen Welt ausbreitet, kann bislang nur spekuliert werden. Als Ursprungsland der Pandemie gilt bislang China. Bereits im Dezember wurden in der chinesischen Metropole Wuhan nach offiziellen Angaben erste Fälle verzeichnet. Doch geht es nach dem chinesischen Außenminister Wang Yi, dann muss das Coronavirus seinen Ursprung nicht zwangsläufig in China haben.

Wang Yi erklärte demnach, dass China nicht automatisch den Ursprung des Virus zu verantworten habe, nur weil das Land als erstes Infektionen öffentlich gemeldet hatte. Der Politiker deutet in seiner Stellungnahme auch an, dass es durchaus Berichte gebe, wonach das Virus bereits zu früherer Zeit in anderen Ländern aufgetreten sei. Auf welche Länder der chinesische Außenminister damit anspielte, ist nicht bekannt. Denn eine abschließende Meinung will Außenminister Wang Yi offenbar nicht mit der Öffentlichkeit teilen. Vielmehr sei es nun Aufgabe von Wissenschaftlern und Experten, den Ursprung der Pandemie zu ermitteln.

Corona weltweit: Metropolen-Bewohner ignorieren strikten Lockdown - WHO meldet erschreckenden Rekord

Update vom 16. August, 10.25 Uhr: Aufgrund einer zweiten Corona-Welle, die seit Wochen in Melbourne grassiert, haben die Behörden zur Eindämmung des Coronavirus* strikte Ausgangsbeschränkungen angeordnet. Doch Berichten zufolge scheinen sich die Menschen in der Hauptstadt des australischen Bundesstaats Victoria nicht mehr an die strengen Regelungen halten zu wollen.

In der „Stufe 4" des Lockdowns ist den Bewohnern Melbournes nicht erlaubt, ihr Haus zwischen 8 Uhr abends und 5 Uhr morgens zu verlassen - es sei denn, sie müssen zur Arbeit oder anderen unaufschiebbaren Aufgaben, wie etwa der Pflege eines Angehörigen, nachgehen. Nun scheinen die Menschen jedoch - trotz weiterhin angespannter Corona-Lage - genug vom Lockdown zu haben. Wie Fotos in der Daily Mail zeigen, sind am Sonntag (16. August) zahlreiche Menschen ohne Mund-Nasen-Schutz auf den Straßen unterwegs - und halten sich nicht an vorgeschriebene Abstandsregeln.

Erlaubt ist es, sich bei sportlichen Aktivitäten - etwa Joggen - für eine Stunde bis zu fünf Kilometer vom eigenen Zuhause wegzubewegen. Viele Menschen in Melbourne nutzen diese Regel nun allerdings offenbar als Vorwand, um Märkte zu besuchen und sich in größeren Gruppen in Parks zu versammeln. Bereits am Samstag (15. August) trafen sich dem Blatt zufolge größere Gruppen von Müttern mit ihren Kindern, die gemeinsam im Park spielten. Gruppen von Männer wurden dabei beobachtet, wie sie gemeinsam auf Parkbänken saßen.

Da zuletzt 16 neue Todesfälle und 279 neue Infektionen vermeldet wurden, ist der Ausnahmezustand um weitere vier Wochen verlängert worden. Der Lockdown im Bundesstaat Victoria soll nun noch bis zum 13. September andauern.

Coronavirus weltweit: WHO meldet traurigen Rekord - Beunruhigende Einschätzung zu Dunkelziffer

Auch weltweit ist die Corona-Lage weiterhin besorgniserregend. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat innerhalb von 24 Stunden weltweit so viele neue Corona-Infektionen gemeldet wie nie zuvor. Die Zahl lag bei fast 300.000, berichtete die WHO am Samstagabend. Insgesamt sind damit seit Bekanntwerden des Coronavirus Ende vergangenen Jahres weltweit mehr als 21 Millionen Infektionen gemeldet worden. Die Dunkelziffer ist nach Einschätzung von Experten erheblich.

Die konkreten Zahlen (Stand Samstag 10.00 Uhr MESZ): 294.237 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden, seit Beginn des Ausbruchs insgesamt 21.026.758 Fälle. 755.786 Infizierte sind nach der WHO-Statistik weltweit gestorben.

In vielen Ländern in Europa wächst die Angst vor wieder steigenden Corona-Zahlen. Auch eine Politikerin warnt nun vor neuen Infektions-Hotspots - die Gefahr sei „sehr real“.

Corona weltweit: Millionenstadt verlängert Lockdown - wegen vier neuer Fälle

Update vom 14. August, 10:26 Uhr: Nachdem es in Neuseeland 102 Tage lang keine lokale Ansteckung mehr gegeben hatte, wurde in Auckland aufgrund vier neuer Corona-Fälle zunächst für drei Tage ein Lockdown angeordnet. Dieser wurde nun von Premierministerin Jacinda Ardern auf insgesamt zwei Wochen verlängert. Die Zahl der bestätigten Neuansteckungen war am Freitag um 13 auf insgesamt 30 gestiegen. Fast alle neuen Ansteckungen stünden in Zusammenhang mit der Familie, bei der das Virus zunächst diagnostiziert worden war, sagte Ardern am Freitag. Bei einem Fall werde dies noch geprüft.

In Auckland sind momentan alle nicht systemrelevanten Geschäfte geschlossen, die etwa 1,7 Millionen Bürger wurden dazu aufgefordert, weitestgehend zu Hause zu bleiben. „Die Beschränkungen jetzt aufzuheben und dann eine Explosion neuer Fälle zu haben, wäre das Schlimmste für Auckland und unsere Wirtschaft“, erklärte Ardern.

Corona in Neuseeland: Lockdown verhängt - wegen vier neuer Fälle

Update vom 11. August, 17.09 Uhr: In Neuseelands größter Stadt Auckland ist wegen neuer Corona-Fälle ein vorübergehender Lockdown angeordnet worden. Nach 102 Tagen ohne lokale Ansteckung in dem Pazifikstaat waren am Dienstag vier neue Fälle bei einer Familie aus der Millionenmetropole gemeldet worden. Premierministerin Jacinda Ardern sagte vor Journalisten, bislang sei unklar, wo sich die Infizierten angesteckt hätten. „Obwohl wir alle unglaublich hart gearbeitet haben, um dieses Szenario zu verhindern, haben wir es auch geplant und vorbereitet.“

Ardern forderte die fünf Millionen Bewohner des Inselstaats auf, gemeinsam als Team den neuen Ausbruch einzudämmen. „Es war unvermeidlich, dass Neuseeland neue Fälle von lokaler Übertragung haben würde. Dies ist ein tückisches Virus“, sagte der
Chef der Gesundheitsbehörde, Ashley Bloomfield.

Corona weltweit: Lockdown in neuseeländischer Metropole Auckland

In Auckland mit knapp 1,7 Millionen Einwohnern sollen nun zunächst die meisten Schulen, alle nicht unbedingt notwendigen Geschäfte sowie Cafés und Restaurants geschlossen werden. Zudem wurden die Menschen aufgefordert, zuhause zu bleiben. Menschen, die sich gerade in Auckland aufhalten, aber anderswo leben, sollten die Stadt verlassen, hieß es. Im Rest des Landes wurden Zusammenkünfte von mehr als 100 Menschen verboten.

Der Lockdown soll zunächst für drei Tage - von Mittwoch bis Freitag - gelten. Der Bürgermeister von Auckland, Phil Goff, sagte: „Ich verstehe, dass die Leute sich im Moment wahrscheinlich ein bisschen ängstlich, wütend und verwirrt fühlen. Keiner von uns wollte wieder in einen Lockdown gehen, aber wir wussten immer, dass dies eine sehr reale Möglichkeit war.“

Neuseeland gilt als sehr erfolgreich im Kampf gegen Sars-CoV-2, nachdem es im März extrem strikte Maßnahmen ergriffen hatte. Im Juni hatte sich das Land coronafrei erklärt und war zu einer relativen Normalität zurückgekehrt - sogar Rugby-Spiele mit Zuschauern waren wieder erlaubt. Seit Beginn der Pandemie wurden in Neuseeland rund 1570 Fälle bestätigt, 22 Menschen starben in Verbindung mit Covid-19.

Update vom 11. August, 13.15 Uhr: Bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus ist ein regelrechtes Wettrennen entbrannt. China liegt Berichten zufolge vorn - soll sich aber unlauterer Mittel bedienen. Ein Münchner Mediziner klagt an.

Coronavirus-Pandemie weltweit: El Salvador plant Immunitätspässe für Corona-Patienten

Update vom 10. August, 20.04 Uhr: El Salvador plant Immunitätspässe für genesene Corona-Patienten. Diese würden den Inhabern gestatten, über das allgemein Erlaubte hinaus zu arbeiten und soziale Kontakte zu pflegen, erklärte Präsident Nayib Bukele in einer Ansprache an die mittelamerikanische Nation am Sonntagabend (Ortszeit). Er stellte zudem in Aussicht, dass der Staat diese Menschen bei der Verteilung von Medikamenten und Lebensmitteln an Haushalte beschäftigen werde.

Dies gehörte zu einer Reihe von Schritten zur Lockerung von Anti-Corona-Maßnahmen, die Bukele verkündete. Auch soll jeder mit bis zu zehn Personen außerhalb des eigenen Haushalts Kontakt haben dürfen.

Einen Immunitätspass soll Bukele zufolge bekommen, wer genesen ist und einen negativen PCR-Test vorweisen kann oder Plasma gespendet hat. Es gibt bislang keinen Beleg für eine automatische Immunität nach überstandener Corona-Infektion. Studien deuten darauf hin, dass bei Menschen, die nur wenige oder gar keine Symptome hatten, schon bald nach einer Infektion keine oder im schlimmsten Fall sogar schädigenden Antikörper im Blut mehr nachweisbar sind. Auch in Deutschland, wo derzeit das Wasser knapp wird, und anderen Ländern ist die Einführung von Immunitätspässen diskutiert worden, El Salvador macht nun Ernst.

Derweil sorgt in Schweden Staatsepidemiologe Anders Tegnell für Aufsehen - er sprach sich massiv gegen die Maskenpflicht aus.

Coronavirus weltweit: Robert-Koch-Institut erweitert Liste von Risikogebieten - Indien knackt traurige Marke 

Update vom 8. August, 17.03 Uhr: Das Robert Koch-Institut hat seine Liste von Risikogebieten erweitert. Neuerdings sind auch Menschen, die die Region Victoria in Australien besucht haben, verpflichtet bei der Einreise nach Deutschland einen Corona-Test zu machen.

Update vom 7. August, 16.41 Uhr: Indien hat als drittes Land der Erde mehr als zwei Millionen registrierte Corona-Infektionen. Wie Daten der Johns Hopkins Universität in Baltimore zeigen, stieg die Zahl der bekannten Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 in nur knapp drei Wochen von einer auf zwei Millionen Fälle. In Indien nehmen die bekannten Neuinfektionen damit schneller zu als in anderen Ländern der Erde - auch als in Brasilien oder den USA, die beide bislang deutlich mehr Infektionen verzeichnen.

Trotzdem lockert das Land weiterhin seine Schutzmaßnahmen. Wegen des anfangs sehr strikten Lockdowns verloren Millionen Tagelöhner ihre Arbeit und drohten zu verhungern. Mit mehr als 41 000 Toten durch die Krankheit Covid-19 ist die offizielle Sterberate in Indien aber deutlich niedriger als in vielen anderen Ländern. Zwar gehen Experten davon aus, dass die Zahlen zu niedrig sind. Allerdings ist in Indien der Anteil junger Menschen an der Gesamtbevölkerung sehr hoch. Bei jungen Menschen geht die Infektion oft ohne Symptome oder nur mit leichten Beschwerden einher.

In Indien ereignete sich am Freitag darüber hinaus ein schweres Flugzeugunglück, bei dem eine Maschine wohl auseinandergebrochen ist.

Coronavirus weltweit: Mehr als eine Millionen Infektionen in Afrika

Afrika hat laut der Afrikanischen Union (AU) mehr als eine Million nachgewiesene Corona-Fälle verzeichnet. Mehr als 22 000 Infizierte seien gestorben, teilte die AU am Freitag mit. Demnach stellt Südafrika mit 538 184 Fällen gut die Hälfte der registrierten Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2. Weitere Schwerpunktländer sind Ägypten, Nigeria, Algerien und der Sudan. Nach Expertenansicht liegt die Dunkelziffer auf dem Kontinent mit seinen 1,3 Milliarden Menschen allerdings weitaus höher.

Die Hilfsorganisation International Rescue Committee (IRC) sprach daher von der Spitze eines Eisbergs. Es mangelt oft an Tests, an Personal sowie in einigen Ländern mittlerweile auch an genügend Krankenhausbetten. In Ländern wie Tansania gibt es seit längerem keine aktuellen Zahlen. Die Helfer kämpften daher oft im Ungewissen, betonte Michelle Gayer vom IRC: „Die meisten dieser Länder tun was sie können, um die Testmöglichkeiten zu erhöhen und verbessern auch den Zugangs zu verfügbaren Daten, aber sie benötigen Hilfe.“

Corona weltweit: Mexiko mit über 50.000 Todesfällen - Australien lässt Grenzen zu

Mexiko hat als drittes Land der Welt die Marke von 50 000 registrierten Todesfällen im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 überschritten. Die Zahl stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Donnerstag (Ortszeit) im Vergleich zum Vortag um 819 auf 50 517. Knapp eine Woche zuvor hatte Mexiko Großbritannien überholt und war weltweit auf die dritte Stelle vorgerückt. Auf Platz eins bei den Todesopfern stehen nach Statistiken der Johns-Hopkins-Universität die USA mit mehr als 160 000, gefolgt von Brasilien mit mehr als 98 000.

Australien will seine Grenzen wegen der Corona-Pandemie vorläufig weiter geschlossen halten. Es werde noch „einige Monate“ dauern, bis wieder Ausländer einreisen dürften, sagte Premierminister Scott Morrison am Freitag. „Wir haben beschlossen, dass die internationalen Reisebeschränkungen für Ankünfte in Australien in ihrer derzeitigen Form fortgesetzt werden sollen“, so Morrison. Er hoffe aber, dass die Regeln „irgendwann in der Zukunft“ geändert werde könnten. Das Einreiseverbot für internationale Besucher gilt seit März. Nur Australier und Menschen mit permanentem Wohnsitz dürfen seither noch ins Land. Zudem gilt auch ein Ausreiseverbot für Australier.

Coronavirus weltweit: WHO erwartet „sehr lange Pandemie“ - alle 15 Sekunden stirbt ein Corona-Infizierter

Update vom 5. August, 18.50 Uhr: Gute Nachrichten aus den USA im Kampf Corona: Forscher entwickeln einen Wirkstoff, der das Coronavirus* Studien zufolge größtenteils abtötet. Und nicht nur das.

Update vom 5. August, 18.40 Uhr: Sie ist weltweit allgegenwärtig: Die Sorge vor der zweiten Welle in der Corona-Pandemie. Virologe Christian Drosten meldet sich nun mit Einschätzungen zurück - und erklärt, wie seiner Meinung nach ein zweiter Covid-19-Lockdown vermieden werden kann.

Update vom 5. August, 12.47 Uhr: Ein Zahlen-Beispiel veranschaulicht das aktuelle Ausmaß der Pandemie. Inzwischen sind weltweit mehr als 700.000 Menschen mit einer Sars-CoV-2-Infektion* gestorben - die meisten davon in den USA, in Brasilien, in Indien und Mexiko. Das ergab eine Erhebung von Reuters, welche diese Zahlen in mehrere Vergleiche umrechnete: Demnach gibt es im Schnitt alle 24 Stunden 5900 Pandemie-Tote mehr. Das entspricht 247 Toten pro Stunde, oder einen Toten alle 15 Sekunden. Die Nachrichtenagentur stützt die Berechnungen auf Corona-Daten der vergangenen 14 Tage.

Update vom 4. August, 22.07 Uhr: Die Corona-Krise hat aus Sicht der Vereinten Nationen zu den größten Verwerfungen von Bildungssystemen in der Geschichte geführt. Mehr als 1,6 Milliarden Menschen in über 190 Ländern auf allen Kontinenten seien durch die Pandemie beim Lernen beeinflusst worden, teilten die Vereinten Nationen bei der Vorstellung eines Berichts am Dienstag in New York mit.

Geschlossene Schulen und Lerneinrichtungen haben 94 Prozent aller weltweiten Lernenden betroffen, in Ländern mit niedrigen Einkommen sogar 99 Prozent. Bis zu 23,8 Millionen Kinder und Jugendliche könnten wegen der wirtschaftlichen Auswirkungen die Krise die Schule verlassen, oder ihnen droht, im kommenden Jahr keinen Zugang zu Bildung zu haben.

Soziale Unterschiede in der Bildung würden durch die Pandemie verstärkt, hieß es weiter - beispielsweise zwischen den Geschlechtern. Regierungen sollten deshalb zusätzliche Anstrengungen unternehmen, um ihre Bildungssysteme flexibler, inklusiver und gerechter zu gestalten.

Corona weltweit: Als Reaktion auf Verstöße - Australien erhöht Bußgelder massiv

Update vom 4. August, 10.29 Uhr: Weil immer mehr Verstöße gegen die Corona-Bestimmungen gemeldet werden, will der australische Bundesstaat Victoria jetzt die Bußgelder mehr als verdreifachen. Wer also öfter als einmal gegen die Maßnahmen verstößt, der muss mit einer Strafe von 5000 australischen Dollar rechnen. Das sind etwa 3000 Euro. Bisher waren es 1652 Dollar. Bei schweren Verstößen drohe sogar eine Gerichtsverhandlung, sagte der Regierungschef des Bundesstaats, Daniel Andrews. In solchen Fällen könnten bis zu 20.000 Dollar fällig werden.

In der Hauptstadt von Victoria, Melbourne, werden derweil 500 Soldaten eingesetzt, um den örtlichen Behörden bei der Durchsetzung der Corona-Maßnahmen zu helfen. Es gelten strenge Regeln. Unter anderem gibt es eine nächtliche Ausgangssperre und eine allgemeine Maskenpflicht. Viele Geschäfte dürfen nicht öffnen.

Auch Australiens bekanntester Berg - der Uluru - ist erneut wegen der Sorge vor dem Coronavirus gesperrt worden. Bereits von März bis Juni waren der Berg und der Nationalpark Uluru-Kata-Tjuta für Besucher geschlossen worden. Ab Juli wurde er dann wieder für inländische Ausflügler freigegeben worden. Doch nachdem am Montag ein Flugzeug mit Touristen aus Brisbane - einer Corona-Hochburg in Australien - auf dem örtlichen Flugplatz gelandet war, gab es Proteste der Aborigines-Ureinwohner. „Auf Ersuchen der Mutitjulu Aboriginal Community Corporation (MCAC) bleibt der Nationalpark geschlossen“, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung der Schutzbehörde „Parks Australia“. Derweil gibt es womöglich einen Durchbruch in der Corona-Forschung.

Corona weltweit: In China startet das größte Bierfest des Landes

Update vom 4. August, 6.39 Uhr: In China scheint die Corona-Pandemie weitestgehend unter Kontrolle. Davon profitiert nun auch die ostchinesische Stadt Qingdao, wo das größte Bierfest des Landes planmäßig begonnen hat. Bis zum 23. August wollen die Organisatoren wie in jedem Jahr Hunderttausende Besucher auf das Gelände in der ostchinesischen Provinz Shandong locken. 

Die Veranstalter bezeichnen das Bierfest von Qingdao gerne als „Chinas Oktoberfest“. Allerdings sind die Besucherzahlen noch weit vom Münchner Original entfernt. Rund sechs Millionen Menschen strömen jährlich auf die Wiesn. In diesem Jahr wurde das Münchener Fest jedoch wegen des Coronavirus abgesagt.  Auf dem Bierfest in Qingdao sollen besondere Regeln gelten. Besucher müssen beim Betreten des Geländes Masken tragen, auch wird die Temperatur gemessen und eine Registrierung verlangt. Angestellte müssen wöchentlich einen Corona-Test machen. 

Das „Oktoberfest“ 2020 im chinesischen Qingdao ist trotz Corona-Pandemie eröffnet (Archivbild).

„Bierfest“ in China trotz Corona: Mehr Besucher als 2019

Einen negativen Einfluss auf das Interesse der Besucher scheinen die Maßnahmen nicht zu haben: Wie Staatsmedien berichteten, kamen zum Auftakt des Bierfestes sogar mehr Gäste als im vergangenen Jahr. China hat bereits seit Monaten keine große Infektionswelle mehr verzeichnet. Jedoch kam es zuletzt wieder zu kleineren, lokalen Ausbrüchen in verschiedenen Landesteilen, auf die in der Regel mit strengen Maßnahmen reagiert wird.

WHO erwartet „sehr lange Pandemie“: Corona-Folgen über Jahrzehnte - erstaunliche Schulidee in Mexiko

Update vom 3. August, 22.36 Uhr: Am vergangenen Sonntag ging für viele Muslime die jährliche Pilgerfahrt nach Mekka - die Haddsch - zu Ende. Die Reise nach Saudi-Arabien ist die fünfte Säule der fünf Säulen des Islam. Doch auch diese heilige Tradition stand in diesem Jahr im Zeichen von Corona. Wo sich sonst tausende Menschen dicht an dicht im Kreis um die Kaaba bewegen, musste dieses Jahr ganz besonders auf den Abstand geachtet werden.

Update vom 3. August, 21.14 Uhr: In Indien ist ein Gastronom jetzt auf eine außergewöhnliche Idee gekommen. Er will in seinem Restaurant ein „Covid Curry“ anbieten. Zu seinem vegetarischen Gericht sollen Maisfladen in Maskenform und Gemüsebällchen, die aussehen wie das Virus serviert werden. Außerdem fügt er seinem Curry ganz besondere Kräuter hinzu, die gut für die Gesundheit sein sollen. Er will damit wieder Kunden in sein Restaurant locken, denn auch in Indien zögern die Menschen noch, auswärts essen zu gehen. Indien hat derzeit 1,8 Millionen Covid-19-Infizierte. 38.000 Menschen sind bereits gestorben.

Derweil meldet die Regierung in Brasilien, dass erneut eines ihrer Mitglieder an Corona erkrankt sei. Nach dem Staatschef Jair Bolsonaro sowie einigen Ministern und Militärs ist jetzt auch General Walter Braga Netto positiv auf Covid-19 getestet worden. Netto ist „Chefe da Casa Civil" was mit dem deutschen Kanzleramtschef vergleichbar ist. Er befindet sich nun in Quarantäne, will aber seine Termine weiter von zuhause aus wahrnehmen.

Corona weltweit: In Mexiko sollen Kinder per Fernsehen und Radio unterrichtet werden

Update vom 3. August, 19.44 Uhr: Schüler in Mexiko sollen im kommenden Schuljahr per Fernsehen und Radio unterrichtet werden. Eine entsprechende Vereinbarung der Regierung mit vier privaten Sendergruppen wurde in der täglichen Pressekonferenz von Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador in Mexiko-Stadt unterschrieben. Für die rund 30 Millionen Schüler des Landes sei es wegen der Coronavirus-Pandemie nicht sicher, zu Beginn des neuen Schuljahres ab dem 24. August in die Klassenzimmer zurückzukehren, sagte Bildungsminister Esteban Moctezuma.

Update vom 3. August, 18.10 Uhr: Die USA wirken in der Coronavirus-Pandemie weiter überfordert. Donald Trump polarisiert, der amerikanischen Wirtschaft droht ein Fiasko.

Update vom 2. August, 12.37 Uhr: Nach den USA und Südamerika, sind derzeit vor allem Indien und Südafrika stark betroffen. In Südafrika, dem am stärksten betroffenen Land auf dem afrikanischen Kontinent, stieg die Zahl der gesamten Infektionen auf über eine halbe Million. Nach offiziellen Angaben liegt die Zahl der Todesopfer bei 8153, Forscher registrierten jedoch im Zeitraum Mai bis Mitte Juli eine Übersterblichkeit von 22.000 Menschen.

Unter den Folgen der Pandemiebekämpfung leidet vor allem auch die südafrikanische Wirtschaft, die sich schon vor Corona in einer Rezession befand. Zur Wiederbelebung mahnen Experten jetzt Reformen im öffentlichen Dienst, eine Verschlankung der Bürokratie an. Außerdem hoffen Wirtschaftsexperten auf eine Wiederbelebung im Tourismus - die Grenzen sind allerdings derzeit noch geschlossen.

In Nigeria wurden offiziell insgesamt 47.000 Infektionen registriert. In der Millionenstadt Lagos sollen die strikten Ausgangsbeschränkungen nun etwas gelockert werden. In den kommenden Wochen dürfen die Moscheen und Kirchen - bei eingeschränkten Besucherzahlen - wieder Gebete und Gottesdienste abhalten. Ein Experte warnt vor einer Massenflucht aus Afrika - und sagt, was die Politik jetzt tun muss.

Coronavirus weltweit: WHO-Notfallkomitee erwartet „sehr lange“ Pandemie

Erstmeldung vom 2. August, 11.01 Uhr: Genf - Nach der Tagung des WHO-Notfallkomitees am Freitag in Genf, hat die WHO eine allgemeine Prognose zur Corona-Pandemie herausgegeben. Nach den Worten von WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus könne die Pandemie „sehr lange“ dauern, die Folgen könnten noch über Jahrzehnte zu spüren sein - es sei eine „Jahrhundertkrise“.

Coronavirus: WHO befürchtet Ermüdung bei den Maßnahmen zur Bekämpfung

Zur Bewältigung der Pandemie macht das Notfallkomitee der WHO konkrete Vorschläge - es müsse Antworten auf regionaler, nationaler und globaler Ebene geben. Besonders vor Nachlässigkeit wird gewarnt.

Die WHO befürchtet, dass wegen des „sozio-ökonomischen Drucks“ eine Ermüdung bei den Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus eintreten könne. Manche Staaten sähen sich mit einem erneuten Ausbruch konfrontiert, andere hätten die Lage gut in Griff bekommen.

Das Komitee, dessen 18 Mitglieder teilweise per Video zusammengeschaltet waren, forderte die WHO unter anderem dazu auf:

  • Die Forschung* zur Herkunft des Virus, den Übertragungswegen, der Immunität und der Folgen zu beschleunigen.
  • Abgestimmte und pragmatische Richtlinien für angemessene Reaktionen auf Ausbrüche zu entwickeln.
  • Die nationalen Gesundheitssysteme und die gemeinsamen Anstrengungen international zu stärken.
  • Ein Augenmerk daraufzulegen, dass sich auch die jüngere Generation dem Kampf gegen die Pandemie verpflichtet fühle.

Coronavirus weltweit: Melbourne ruft Katastrophenzustand aus - neuer Infektionsherd in Mexiko

Australien gehört zu den Ländern, die derzeit einen Rückschlag im Kampf gegen die Pandemie erleiden - der australische Bundesstaat Victoria hat für Melbourne den Katastrophenzustand ausgerufen und eine strikte Ausgangssperre für 20.00 Uhr bis 5 Uhr auferlegt. Bis 13. September darf nur eine Person pro Haushalt einkaufen gehen, jeder Bewohner Melbournes nur eine Stunde pro Tag Sport an der frischen Luft machen.

Die Begründung für die strikten Maßnahmen seien inakzeptabel hohe Ansteckungsraten - es waren zuletzt 671 Neuinfektionen im ganzen Bundesstaat gemeldet worden. Innerhalb der Metropole Melbourne kehren auch Schulen und Universitäten zum Onlineunterricht zurück, außerhalb dürfen die Menschen ihre Wohnungen für den Gang zur Arbeit, Schule, Universität, Einkauf oder Arzt verlassen.

Der am drittschwersten betroffene Staat der Welt, was Todesfälle angeht, ist derzeit Mexiko - hier sind in der Nacht auf Samstag allein 764 Menschen verstorben. Jetzt meldet Mexiko den zweiten Tag in Folge einen Rekord an Neuinfektionen: 9556 haben sich innerhalb der letzten 24 Stunden infiziert. (kat/dpa) *Merkur.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa / Zhang Chenlin

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