Corona-Krise in den USA

Corona: Bill Gates wirft Trump-Regierung ungewohnt deutlich schwere Versäumnisse vor

Corona-Krise USA: New York plant das Ende des Lockdowns - Gouverneur Andrew Cuomo warnt, aber er nennt ein genaues Datum. Alle Infos im News-Ticker.

Update vom 27. April, 10.21 Uhr:Die Kritik ist ungewöhnlich deutlich. Normalerweise schlägt Microsoft-Mitgründer Bill Gates gegenüber Politikern diplomatische Töne an - auch gegenüber US-Präsident Donald Trump. Doch nun hat Gates, der im Zentrum von einigen Verschwörungstheorien wegen Corona steht, der US-Regierung schwere Versäumnisse im Umgang mit der Corona-Krise vorgeworfen. „Gerade in den Vereinigten Staaten hatte das Testen nicht die nötige Priorität“, sagte der Microsoft-Mitgründer der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Gates, der sich mit seiner Stiftung unter anderem im Kampf gegen das Coronavirus engagiert, bemängelte, dass Washington keine klaren Anweisungen bei der Frage der Corona-Lockerungen im öffentlichen Leben gebe. Er beklagte zudem, dass die USA sich heute weniger an der Entwicklung globaler Lösungsansätze rund um den Gesundheitsnotstand beteiligten, als dies früher der Fall gewesen sei. Dagegen lobte er Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für ihr Agieren während der Pandemie*.

Coronavirus: New York plant Ende des Lockdowns - Cuomo warnt und nennt Datum

Update vom 27. April, 6.52 Uhr: In den USA sind nach Angaben der John-Hopkins-University (JHU) bisher 965.942 Corona-Fälle und 54.883 Todesopfer registriert. 

Am Sonntag sind demnach mehr als 1000 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. Im Bundesstaat New York ist die Trauer im New York Police Department groß. Die Zahl der Todesopfer unter den Mitarbeitern ist auf 37 Mitarbeiter gewachsen.

Coronavirus-Krise in den USA: New York will Wirtschaft wieder hochfahren

Update vom 26. April, 22.41 Uhr: Der Gouverneur des besonders heftig von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaates New York hat einen Plan für die Rückkehr zur Normalität vorgelegt. 

„Wir wollen die Wirtschaft wieder hochfahren“, sagte Andrew Cuomo am Sonntag bei seiner täglichen Pressekonferenz, „aber wir müssen dabei behutsam und intelligent vorgehen.“ Firmen sollen zum Beispiel sicherstellen, dass in ihren Büros und Fabriken Abstandsregeln eingehalten werden können und dass sie genügend Atemmasken für ihre Angestellten haben.

Die ersten Unternehmen könnten am 15. Mai öffnen, sagte Cuomo - vorausgesetzt, die Lage bessere sich weiterhin. Zu den Hoch-Zeiten der Pandemie starben in New York täglich fast 800 Menschen, am Samstag fiel die Zahl der Toten nun unter 400. Cuomo fürchtet aber, dass sich das wieder ändern könnte, wenn der Lockdown zu schnell endet. „Machen wir jetzt einen Fehler“, sagte er, „dann verspielen wir womöglich alle Erfolge.“ Zunächst sollen Bauarbeiter und Fabrikangestellte in ihre Jobs zurückkehren.

Bis in New York tatsächlich wieder Normalität herrscht, wird es noch dauern. So sollen Veranstaltungen, die eine große Zahl von Besuchern aus aller Welt anziehen, verboten bleiben. Besonders schwierig wird das Hochfahren der Wirtschaft laut Cuomo in der dicht besiedelten Millionenmetropole New York City. Dort hatte sich das Virus deutlich schneller als in anderen Städten der USA verbreitet.

Corona-Krise USA: Frau liegt im Koma - als sie aufwacht, wartet diese unfassbare Überraschung 

Update vom 26. April: Widersprüche und Selbstdarstellung, Wahlkampf und Falschaussagen - mit seinen täglichen Pressekonferenzen zur Corona-Krise hat sich Donald Trump viel Kritik eingehandelt. Ist mit dem Spektakel nun plötzlich Schluss? Der US-Präsident stellt seine Corona-Briefings* offenbar auf den Prüfstand.

Corona-Krise: Russland verteidigt WHO gegen Vorwürfe aus den USA

Mutter in USA wird wegen Corona ins Koma versetzt - und bringt ihr Baby zur Welt. (Symbolbild)

Update um 16.52 Uhr:  Russland verteidigt die Weltgesundheitsorganisation WHO gegen Vorwürfe aus den USA, die UN-Behörde leiste schlechte Arbeit in der Corona-Krise. „Ich glaube, die WHO wird ihrer Rolle als leitendes und koordinierendes Organ durchaus gerecht“, sagte Außenminister Sergej Lawrow am Samstag russischen Agenturen zufolge. „Ja, es ist nicht ideal. Aber niemand ist perfekt.“ Wenn es Kritik an der Behörde gebe, habe dies weniger mit der WHO selbst zu tun, sagte Lawrow. „Meiner Meinung nach will man mit diesen Angriffen eher die eigenen Maßnahmen rechtfertigen, die zu spät und unzureichend waren.“

Mitten in der Coronavirus-Pandemie hatte US-Präsident Donald Trump einen Stopp der Zahlungen an die WHO veranlasst. Die Maßnahme stieß international auf Kritik. Trump machte die Organisation für die Vielzahl an Toten in der Krise mitverantwortlich. Durch das Missmanagement der WHO und deren Vertrauen auf Angaben aus China habe sich die Epidemie dramatisch verschlimmert und global ausgebreitet. Auch Kritiker in den USA werfen Trump vor, einen Sündenbock zu suchen, um von seinem Zögern zu Beginn der Corona-Krise abzulenken.

Corona in den USA: Frau liegt im Koma - und bekommt ein Baby

Update um 13.11 Uhr: Mit Corona ins Krankenhaus, mit Baby wieder raus: Das passierte einer Amerikanerin, die Anfang April mit schweren Covid-19-Symptomen in eine Klinik eingeliefert wurde. Sie musste beamtet und sogar ins künstliche Koma versetzt werden. Während sie nichts davon mitbekam, wurde ihre Tochter per Not-Kaiserschnitt zur Welt gebracht.

Es muss jedoch der schönste Geburtstag der 41-jährigen Adriana Torres aus New York gewesen sein: Als sie aufwachte, hatte sie nicht nur den eigenen Todeskampf gegen Corona gewonnen, sie war plötzlich auch noch stolze Mutter - wie ihr schließlich mitgeteilt wurde. Nach einer Woche durfte sie die kleine Leah endlich sehen, aber dann war es für sie „ die beste Medizin, die ich bekommen konnte“, meinte Torres überglücklich gegenüber der New York Post .

Sechs Monate trug die aus den USA stammende Torres ihre Tochter im Bauch. Dann kam sie schließlich wegen Covid-19 in die Klinik: „Ich war sehr, sehr krank als ich in die Klinik kam. Ich hatte starken Husten“, berichtet sie: „Ich konnte nicht mehr atmen.“ Die Ärzte wollten das Baby noch weiter im Bauch der Mutter heranwachsen lassen. Doch schließlich wäre die Gefahr für die Mutter zu groß gewesen und sie versetzten sie in das künstliche Koma. Als Frühchen mit nicht mal 1,5 Kilo holten die Mediziner das Mädchen dann auf die Welt. Um eine Ansteckung zu vermeiden, konnte Torres ihre Tochter zu Beginn nur mit Plastikmaske und ohne Hautkontakt auf dem Arm halten.

Corona-Krise USA: Beatmungsgeräte sogar schädlich? US-Studie legt folgenschweren Verdacht nahe

Update 25. April 2020: In den  USA wächst der Druck, den wegen eines Brandbriefs zu  Coronavirus-Fällen an Bord des Flugzeugträgers "USS Theodore Roosevelt" gefeuerten Kommandanten Brett Crozier wieder einzustellen. Nach Medienberichten sprachen sich sowohl der amtierende Marine-Staatssekretär James McPherson als auch Marine-Einsatzleiter Admiral Michael Gilday dafür aus, Crozier wieder als Kapitän des Flugzeugträgers einzusetzen.

Auch aus dem Kongress gibt es Forderungen nach Croziers Wiedereinsetzung: Zwar sei dessen Schritt, in einem Brandbrief auf Corona-Fälle an Bord hinzuweisen, "drastisch und nicht perfekt", erklärte der Vorsitzende des Militärausschusses im Repräsentantenhaus, Adam Smith. Doch habe der Kapitän dies nur getan, um seine Besatzung zu schützen. "In dieser Krisenzeit ist Captain Crozier genau das, was unsere Seeleute brauchen: ein Anführer, der Vertrauen einflößt", erklärte der Ausschusschef.

Update von 12.10 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten in New York ist offenbar viel höher als bisher angenommen: In der Metropole infizierte sich einer Untersuchung zufolge womöglich schon jeder fünfte Bewohner mit dem Coronavirus Sars-CoV-2. Bei einer großangelegten Studie wurden bei 21 Prozent der New Yorker Antikörper gegen den Erreger nachgewiesen, wie Gouverneur Andrew Cuomo erläuterte. Im gesamten Bundesstaat waren es knapp 14 Prozent.

Das würde bedeuten, dass sich in dem am schlimmsten betroffenen US-Staat in den vergangenen Monaten rund 2,6 Millionen Menschen angesteckt haben -  allein in New York City wären es 1,7 Millionen Menschen.  Unterdessen steht ein schockierender Verdacht über die Infektionszahlen in New York im Raum: 

Eine neue Studie aus den Vereinigten Staaten verleitet zu der Annahme, dass die Nutzung von Beatmungsgeräten bei der Corona-Pandemie schädlich ist und nicht nützlich. Laut Newsweek sind in New York fast 90 Prozent der Covid-19-Patienten zwischen 1. März und 4. April ums Leben gekommen - die künstlich beatmet wurden. Für die Untersuchung seien zwölf Krankenhäuser in Northwell Health, dem größten New Yorker Gesundheitsbezirk, ausgewertet worden.

Haben Beatmungsgeräte schlimme Auswirkungen auf Corona-Patienten?

Erschreckend auch: Bei Menschen über 65 Jahren lag die Todesrate bei 97,2 Prozent. Bei Personen zwischen 18 und 65 Jahren lag die Sterberate immer noch bei 76,4 Prozent. Wie Focus Online schildert, kommen in den USA zunehmend erstmal alternative, invasive Heilungsversuche zum Einsatz, bevor versucht wird, mit künstlicher Beatmung der Lungenkrankheit Covid-19 Herr zu werden.

Update vom 24. April: Bei seinem täglichen Coronavirus-Presse-Briefing im Weißen Haus hat US-Präsident Donald Trump am Donnerstag für Entsetzen gesorgt - er tat sich mit höchst eigenwilligen Therapie-Ideen für das Sars-CoV-2 hervor.

Corona in den USA: New Yorker Studie findet Antikörper bei jedem Fünften

Update von 20.15 Uhr: Im besonders heftig von der Corona-Pandemie betroffenen US-Bundesstaat New York haben sich den vorläufigen Ergebnissen einer ersten Antikörper-Studie zufolge bislang rund 14 Prozent der Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert. Für die Studie seien rund 3000 Menschen, die in 40 Supermärkten in 19 Landkreisen einkauften, zufällig ausgewählt und auf Antikörper getestet worden, sagte Andrew Cuomo, Gouverneur des Bundesstaates an der US-Ostküste mit rund 19 Millionen Einwohnern, am Donnerstag bei seiner täglichen Pressekonferenz.

Bei 13,9 Prozent der Getesteten im Bundesstaat New York und sogar rund 20 Prozent der Getesteten in der gleichnamigen Millionenmetropole seien Antikörper gefunden worden, sie seien also mit dem Virus in Berührung gekommen, selbst wenn sie nie Krankheitssymptome hatten. Das könnte Cuomo zufolge bedeuten, dass rund 2,7 Millionen Menschen im Bundesstaat New York bereits eine Infektion mit dem Virus überstanden haben. Cuomo betonte allerdings, die Zahlen seien vorläufig und beruhten nur auf der relativ kleinen Testgruppe von 3000 Menschen, die zudem nicht diejenigen beinhalte, die derzeit das Haus nicht verließen.

Die Zahl der Todesopfer nach einer Infektion mit dem Coronavirus lag in dem US-Bundesstaat am Donnerstag mit 438 den vierten Tag in Folge unter der Marke von 500. „Diese Zahl sinkt weiter - aber nicht so schnell, wie wir das gerne sehen würden“, sagte Cuomo. Die Zahl der neu Infizierten liege nun schon seit Tagen bei rund 1300. „Das ist stabil, aber das ist nicht so toll, wir würden gerne sehen, dass sich das weiter reduziert.“

Corona-Streit zwischen USA und WHO: China reagiert und stockt Hilfsgelder auf

Update von 14.47 Uhr: Nachdem die USA ihre Zahlungen an die Weltgesundheitsorganisation WHO gestoppt haben, hat China eine Erhöhung seines Beitrags angekündigt. Peking werde der WHO weitere 30 Millionen Dollar (28 Millionen Euro) zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zur Verfügung stellen, zusätzlich zu bereits zugesagten 20 Millionen Dollar, erklärte ein Sprecher des Außenministeriums in der chinesischen Hauptstadt auf einer Pressekonferenz.

Die USA haben die meisten Todesopfer durch den Coronavirus zu verzeichnen.

China wolle auf diese Weise "den weltweiten Kampf gegen Covid-19 unterstützen und die Gesundheitssysteme von Entwicklungsländern stärken". Die Zahlung sei ein Zeichen "der Unterstützung und des Vertrauens in die WHO", fügte der Sprecher hinzu. Die USA sind größter Beitragszahler der WHO, haben aber vergangene Woche angekündigt, die Zahlungen einzustellen. US-Präsident Donald Trump wirft der WHO "Missmanagement" in der Corona-Krise und Einseitigkeit zugunsten Chinas vor. Der US-Schritt hatte weltweite Empörung ausgelöst.

Corona in den USA: Harvard zahlt nach Trumps Kritik Hilfsgelder zurück 

Update vom 23. April, 7.58 Uhr: Die Eliteuniversität Harvard verzichtet nach harter Kritik von US-Präsident Donald Trump inmitten der Corona-Krise auf Hilfsgelder in Millionenhöhe. Wie die weltberühmte Hochschule im Ostküstenstaat Massachusetts am Mittwoch mitteilte, werde sie das Erziehungsministerium in Washington darüber unterrichten, dass sie die bereitgestellten Mittel in Höhe von 8,6 Millionen Dollar (gut 7,9 Millionen Euro) nicht abrufen werde. 

Die der Harvard-Universität bislang zugeteilte Summe stammt aus dem mehr als zwei Billionen Dollar schweren Corona-Hilfspaket der US-Regierung. Darin sind fast 31 Milliarden Dollar an Hilfen für Schulen und Hochschulen vorgesehen. Trump hatte die Universität dann jedoch unwirsch aufgefordert, auf die Hilfsgelder zu verzichten. „Ich will, das Harvard das Geld zurückzahlt, ok?“, sagte er im Weißen Haus. „Und wenn sie das nicht tun, werden wir etwas Anderes unternehmen.“ Die Hilfen seien für Arbeitnehmer bestimmt, „nicht für eine der reichsten Einrichtungen der Welt“. 

Corona in den USA: Zahl der neuen Corona-Todesopfer in New York drei Tage in Folge unter 500

Update vom 22. April, 19.45 Uhr: Eine „Aufspür-Armee“ soll es also in New York und anderen US-Bundesstaaten geben. Erste Fortschritte im Kampf gegen Covid-19 gibt es schon jetzt.

Wie New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo an diesem Mittwoch mitteilte, lag die Zahl der Corona-Todesopfer pro Tag den dritten Tag in Folge unter der Marke von 500. Noch vor Tagen vermeldete der Bundesstaat knapp 800 Todesfälle mit Coronavirus-Infektion täglich.

Cuomo warnte aber auch, dass bei einer graduellen Lockerung der Ausgangssperren mit einer erneuten Explosion der Corona-Fälle gerechnet werden müsse. Derzeit sind die Ausgangsbeschränkungen allerdings noch in Kraft. Deshalb fährt eine Münchnerin in New York Essen aus - ihre Freunde kennzeichnen Leichen*. 

Corona in den USA: Bundesstaat New York will „Aufspür-Armee“

Update von 19.15 Uhr: Martialische Töne aus den Vereinigten Staaten: Im Kampf gegen die Corona-Krise in den USA will der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo eine „Aufspür-Armee“ zusammenstellen - um mit Tausenden Helfern die Corona-Pandemie unter Kontrolle zu halten. 

Das Ziel: Alle Menschen sollen aufgespürt werden, die mit Corona-Infizierten persönlich in Kontakt standen, um sie dann zu isolieren. Eine zentrale Rolle soll dabei der ehemalige New Yorker Bürgermeister und Milliardär Michael Bloomberg einnehmen: „Michael Bloomberg wird das Programm entwerfen, er wird das Training entwerfen“, erklärte Cuomo.

Ein weiteres Detail: „Ermittler“ sollen laut dem Gouverneur aus einem Pool von 35.000 Medizinstudenten der staatlichen und städtischen New Yorker Universität rekrutiert werden.

Corona-Krise in den USA: Schon viel früher Coronavirus-Todesfälle

Update von 11.12 Uhr:Die ersten Corona-Toten in den USA gab es schon Wochen vor der offiziellen Registrierung. 

Bei der Autopsie von zwei am 6. und am 17. Februar verstorbenen Menschen sei Covid-19  nachgewiesen worden, teilte die Rechtsmedizin von Santa Clara am Dienstag mit.

Diese Menschen starben zu Hause zu einer Zeit, als die sehr begrenzten Tests nur über die US-Gesundheitsbehörde CDC zu bekommen waren, unterstrich das Institut. 

Die CDC habe Corona-Tests damals nur für Menschen vorgesehen, die unmittelbar zuvor auf Reisen waren und wegen Covid-19-Symptomen einen Arzt aufsuchten.

Corona-Krise in den USA: Mehr als 2000 Tote binnen 24 Stunden

Update vom 22. April, 7.21 Uhr: Innerhalb von 24 Stunden sind in den Vereinigten Staaten erneut weit über 2000 Todesfälle infolge einer Coronavirus-Infektion gemeldet worden. Die Johns Hopkins Universität verzeichnete zwischen Montag- und Dienstagabend (Ortszeit) 2751 Tote. Zuvor hatten die Toten-Zahlen mehrere Tage lang unter der 2000er-Marke gelegen.

Weil sie regelmäßiger aktualisiert werden, zeigen die Daten der US-Forscher in der Regel höhere Stände als jene der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden Infektions- und Todeszahlen zuletzt jedoch auch wieder nach unten korrigiert. Insgesamt starben den Informationen der Universität zufolge in den USA infolge der Pandemie bereits rund 45.000 Menschen. Außerdem wurden dort mehr als 800.000 Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen. 

Weltweit sind mittlerweile laut den Daten der Forscher von der Johns Hopkins Universität rund 2,56 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Mehr als 177.000 Menschen starben. 

Coronavirus  in den USA: Quarantäne im luxuriösen Zweitwohnsitz - für viele Amerikaner eine Option 

Update vom 21. April, 19.45 Uhr: Wie zuvor schon in Europa zu beobachten, ziehen es auch in der Corona-Krise der USA viele Wohlhabende und Reiche vor, die Quarantäne am luxuriösen Zweitwohnsitz zu verbringen. Das berichtet der Spiegel.

Beliebtes Ziel demnach: das Tal Jackson Hole im mittleren Westen der Vereinigten Staaten. Hier, im Bundesstaat Wyoming, seien besonders viele Ferienwohnsitze anzutreffen, heißt es. Das Teton County, in dem Jackson Hole liegt, gilt dem Bericht zufolge als der reichster Landkreis in den USA.

Beliebter Zweitwohnsitz für Reiche in den USA: Jackson Hole im Bundesstaat Wyoming.

Viele Grundeigentümer sollen im Zuge der Coronavirus-Pandemie von der Ostküste (New York) und von der Westküste (Kalifornien) hierher gereist sein - was nicht jedem Einwohner gefalle.

Corona in den USA: Gefängnisse in New York leer wie in 70 Jahren nicht

Update vom 21. April, 19.25 Uhr: Corona hat weltweit schier unzähligen Nebenfolgen und/oder -erscheinungen. So auch in New York, einem der Epizentren in der Coronavirus-Pandemie.

So sind die Gefängnisse in der Millionenmetropole so leer wie seit mehr als 70 Jahren nicht mehr, wie Bürgermeister Bill de Blasio an diesem Dienstag mitteilte. Die Zahl der Gefängnisinsassen sei in der vergangenen Woche auf unter 4000 gesunken - dem niedrigsten Stand seit den 1940er Jahren, erklärte er.

Die Stadt New York hatte sich dazu entschieden, Häftlinge aus Sorge um ihre Gesundheit und aus Sorge vor einer verstärkten Ausbreitung des Coronavirus zu entlassen. Seit Mitte März seien so mehr als 2000 Insassen entlassen worden, hieß es weiter.

Corona-Pandemie in New York: „Es waren einfach zu viele Leichen“

Erstmeldung vom 21. April: Die Lage in New York spitzt sich weiter zu: Bild TV interviewte nun einen „Leichenschichter“ in der US-Metropole. 

„Mein Job war es, mich um die Leichen in den Kühllastern zu kümmern, deren Standort-Daten festzuhalten, notfalls ihre Namen zu bestätigen und die Leichen bei den Bestattern abzuliefern“, sagte der Mann in dem Bericht

Ein Krankenhausmitarbeiter in New York schiebt ein Covid-19-Opfer zu einem Kühlcontainer.

Der Mann arbeitete mit zwei anderen in einem von zwei klimatisierten 20-Tonnen-Anhängern. Jeder Anhänger konnte demnach etwa 110 Leichen aufnehmen - doch auch das reichte nicht. „Es waren einfach zu viele Leichen. Wir mussten im Kühllaster Holzregale einbauen.“

Studie zu U-Bahn in New York: Hauptverbreiter des Corona-Virus

Der US-Ökonom Jeffrey E. Harris vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) ist sich indes sicher, dass New Yorks weitverzweigtes U-Bahn-System ein Hauptverbreiter für das Virus war. Das berichtet die Welt. In einer aktuellen Studie analysierte Harris das Verkehrsaufkommen im dortigen öffentlichen Nahverkehr sowie die Infektions-Zahlen.

Nachdem er feststellte, dass das Virus sich langsamer verbreitete, wenn die U-Bahn-Nutzung zurückging, untersuchte er die Passagierentwicklung für einzelne Stadtteile. Denn die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs ging in der US-Metropole nicht gleichmäßig zurück. Seine Schlussfolgerung: Die U-Bahn war nicht das Hauptübertragungsvehikel, aber maßgeblich am Ausbruch der Pandemie beteiligt.

Corona in den USA: Showdown in New York? Trump empfängt Cuomo

Unterdessen will US-Präsident Donald Trump den Gouverneur des von der Coronavirus-Pandemie besonders heftig heimgesuchten Bundesstaats New York, Andrew Cuomo, am Dienstag im Weißen Haus Haus empfangen. Dies kündigte Trump während seines täglichen Briefings zur Corona-Krise* an. Er lobte bei dieser Gelegenheit die Fortschritte in dem Bundesstaat: „Viele gute Dinge passieren in New York“.

Corona in den USA: Trump disst Cuomo

Noch am Freitag hatte Trump Cuomo allerdings scharf attackiert. Er solle „rausgehen und seine Arbeit machen“, twitterte Trump. Der Gouverneur reagierte mit der lapidaren Bemerkung, wenn Trump „zu Hause sitzt und TV guckt, sollte er vielleicht aufstehen und zur Arbeit gehen“. Cuomo ist Demokrat, Trump Republikaner.

New York ist das Zentrum der Pandemie in den USA - dort starb mehr als ein Drittel der landesweit etwa 42.000 verzeichneten Todesopfer. In New York gilt noch bis mindestens zum 15. Mai eine rigorose Ausgangssperre*. Trump hat in den vergangenen Wochen wegen der Folgen für die US-Wirtschaft* immer wieder auf Lockerungen der Restriktionen gedrungen. Die Entscheidung darüber liegt weitgehend in den Händen der Bundesstaaten.

Donald Trump zu Corona-Tests in den USA: „Wir werden ständig besser“

Trump hat überdies Kritik an seiner Regierung wegen mangelnder Testmöglichkeiten auf das Coronavirus zurückgewiesen. „Wir sind beim Testen in sehr guter Form, und wir werden ständig besser“, sagte er am Montag bei seiner täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus. 

Trump bemängelte, manche Gouverneure der Bundesstaaten hätten nicht verstanden, auf welche Testkapazitäten in privaten Labors sie Zugriff hätten.

Maßnahmen in Corona-Krise: WHO lässt Trump auflaufen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) indes hat die scharfe Kritik der USA an ihrem Umgang mit der Corona-Krise zurückgewiesen. Seine Organisation habe von Beginn an auf die Gefährlichkeit des Virus hingewiesen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag. Sie habe den USA keinerlei Informationen vorenthalten.

„Vom ersten Tag an haben wir davor gewarnt, dass dies ein Teufel ist, den jeder bekämpfen sollte“, sagte Tedros. Er wies darauf hin, dass am Genfer Sitz der UN-Organisation auch abgeordnete Mitarbeiter der US-Regierung arbeiteten. Dies bedeute, dass den USA nichts verborgen bleibe: „Es gibt kein Geheimnis in der WHO.“

Corona-Impfstoff: UN-Mitgliedstaaten mit Forderungen

Unterdessen haben die 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen einen „gleichberechtigten“ Zugang zu künftigen Impfstoffen* gegen das neuartige Coronavirus verlangt. Eine entsprechende Resolution wurde am Montag von der UN-Vollversammlung in New York einstimmig verabschiedet. Dies gelte besonders für die Entwicklungsländer.

In der Resolution wird auch die „entscheidende Rolle“ der WHO im Kampf gegen das Coronavirus hervorgehoben. Trump hatte der UN-Unterorganisation in den vergangenen Tagen schweres „Missmanagement“ in der Corona-Krise und Einseitigkeit zugunsten Chinas angelastet sowie einen Stopp der US-Zahlungen an die WHO verkündet.

Dennoch wurde die jetzige Resolution der UN-Vollversammlung auch von den USA unterstützt. Eingebracht hatte sie Mexiko. Resolutionen der Vollversammlung sind im Gegensatz zu jenen des UN-Sicherheitsrats allerdings völkerrechtlich nicht bindend.

Die Maskenpflicht soll die Ausbreitung vor Corona eindämmen. Es gibt jedoch auch mangelhafte Schutzmasken. Vor zahlreichen Modellen aus China wird gewarnt.

Markus Söder erklärt derweil, warum weitergehende Lockerungen vorerst unrealistisch sind - außerdem spricht der CSU-Chef eine schonungslose Wahrheit aus.

Eine europäische Studie zur Übersterblichkeit zeigt, inwiefern sich die Corona-Pandemie auf die Zahl der Todesopfer in verschiedenen Ländern niederschlägt.

dpa/AFP/frs/pm

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Rubriklistenbild: © dpa / Gian Ehrenzelle r

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