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EU-Behörden lockern Maskenpflicht im Flugzeug – Deutschland vorerst nicht

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Von: Patrick Huljina

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Die Maskenpflicht ist in Deutschland inzwischen in mehreren Bereichen aufgehoben. Im Flugzeug gilt sie jedoch weiter – trotz einer neuen Empfehlung von EU-Behörden.

Köln - Die Corona-Lage in Europa scheint sich weiter zu entspannen. Die zuständigen EU-Behörden lockern daher ihre Empfehlungen zum Corona-Schutz im Luftverkehr. Unter anderem fällt ab Montag (16. Mai) eine generelle Empfehlung zur Maskenpflicht in Flughäfen und Flugzeugen weg. Das erklärten die Europäische Luftsicherheitsagentur EASA und die EU-Gesundheitsbehörde ECDC am Mittwoch (11. Mai) in einer Mitteilung.

Corona: EU-Behörden lockern Empfehlung zur Maskenpflicht im Flugverkehr

Grund für die Lockerungen seien die jüngsten Entwicklungen der Corona-Pandemie. Dazu zählen die Impfzahlen, die durch Infektionen entstandene Immunität und die damit einhergegangene Aufhebung von Beschränkungen in einer wachsenden Zahl europäischer Staaten.

Doch die Maskenpflicht im Flugverkehr wird nicht automatisch in der gesamten EU aufgehoben. Wenn am Abflugort oder am Ziel eine staatliche Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr besteht, sollte dies laut der Empfehlung auch weiterhin an Bord der Maschinen gelten. In Deutschland bleibt es vorerst also bei der generellen Maskenpflicht im Flugzeug.

Deutschland: Maskenpflicht im Flugzeug gilt weiterhin

Das Bundesgesundheitsministerium erläuterte auf dpa-Anfrage, dass über die Maskenpflicht die nationalen Behörden entscheiden. Sie gelte daher weiterhin auf allen innerdeutschen Strecken sowie Flügen, die in Deutschland starten oder landen. Demnach sind beim Ein- und Ausstieg und während des gesamten Fluges FFP2-Masken oder medizinische Masken zu tragen. Sie dürfen nur beim Essen und Trinken abgenommen werden. Ausgenommen von der Pflicht sind Kindern unter sechs Jahren.

Die bundesweite Maskenpflicht in Flugzeugen – und auch in Fernzügen – ist vorerst bis zum 23. September im Infektionsschutzgesetz festgelegt. Im öffentlichen Nahverkehr können die Länder eine Maskenpflicht anordnen. Im benachbarten Frankreich endet die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln Anfang kommender Woche, wie Gesundheitsminister Olivier Véran sagte. Dennoch werde empfohlen, weiterhin Maske zu tragen.

Eine Passagierin trägt einen Mund-Nasen-Schutz in einem Flugzeug von Delta Airlines nach dem Start vom Internationalen Flughafen Hartsfield-Jackson.
Die EU-Behörden EASA und ECDC lockern ihre Empfehlung zur Maskenpflicht im Flugzeug. (Symbolbild) © Charlie Riedel/dpa

Maskenpflicht im Flugzeug: Deutsche Luftfahrt fordert Bundesregierung zum Handeln auf

Die Luftfahrt begrüßte die neuen Empfehlungen der EU-Behörden. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft forderte, die Bundesregierung sollte sie zum Anlass nehmen und nun die Maskenpflicht an Bord von Flugzeugen aufheben. Andere Länder hätten Reisevorgaben und die Maskenpflicht bereits fallengelassen.

Eine Lufthansa-Sprecherin sagte: „Es ist an der Zeit, auf Freiwilligkeit zu setzen, so wie es in anderen Bereichen des täglichen Lebens, etwa im Supermarkt oder Restaurant, inzwischen auch die Regel ist.“ In den Flugzeugen würde die Kabinenluft ständig mit hocheffizienten Filtern gereinigt.

EASA-Chef Patrick Ky erklärte in der Mitteilung, für Passagiere und Crews sei das Ende der Maskenpflicht ein großer Schritt hin zu einer Normalisierung des Flugverkehrs. Zugleich betonten die beiden EU-Behörden allerdings, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes immer noch zu den besten Corona-Schutzmaßnahmen zähle. Man solle „verantwortungsbewusst handeln und die Entscheidung anderer Passagiere respektieren“, sagte Ky weiter. (ph mit dpa)

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