Der News-Ticker

„Wir können jetzt lockern“ - Spahn macht Hoffnung und gibt Impf-Versprechen für August

Klaus Holetschek (l, CSU), Staatsminister für Gesundheit und Pflege, und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (r, CDU), stehen vor Beginn der abschließenden Pressekonferenz nach der Gesundheitsministerkonferenz zusammen.
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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (r.) will bei Lockerungen in der Corona-Pandemie die richtige Balance finden.

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland nimmt weiter ab. Spahn will die richtige Balance im Umgang mit der Pandemie finden. Der News-Ticker.

  • In Deutschland liegt die 7-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen nur noch bei 8,8.
  • Gesundheitsminister Jens Spahn fordert, die richtige Balance im Umgang mit der Pandemie zu finden (siehe Update vom 20. Juni, 20.50 Uhr).
  • Inzwischen wurden mehr als 22 Millionen digitale Impfnachweise ausgestellt (siehe Update vom 20. Juni, 17.52 Uhr).
  • Dieser News-Ticker wird ab sofort nicht mehr aktualisiert. Alle weiteren Informationen finden Sie nun in unserem neuen News-Ticker.

Update vom 20. Juni, 22.05 Uhr: Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD), hat sich gegen frühzeitige Festlegungen auf weitere Einschränkungen des Regelbetriebs in den Schulen nach den Sommerferien ausgesprochen. „Die KMK hat für Präsenzunterricht plädiert, und das sollte nicht vorzeitig in Frage gestellt werden“, sagte Ernst dem Tagesspiegel.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Samstag gesagt, dass Corona-Maßnahmen in den Schulen noch längere Zeit aufrechterhalten werden müssten. Im Herbst und Winter würden trotz derzeit sehr niedriger Inzidenzen voraussichtlich nach wie vor Maßnahmen wie Maskenpflicht oder auch Wechselunterricht notwendig sein.

Corona in Deutschland: Spahn macht Hoffnung und gibt Impf-Versprechen für August

Update vom 20. Juni, 20.50 Uhr: Nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht es in der derzeitigen Phase der Corona-Pandemie auch mit Blick auf die Delta-Variante darum, die richtige Balance zu finden. „Wir können jetzt lockern“, sagte Spahn am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“. Die Stimmung dürfe aber nicht zu Übermut führen. „Also: Zuversicht für den Sommer, aber eben auch Vorsicht vor allem dann auch Richtung Herbst und Winter“, forderte der Gesundheitsminister.

Mit Blick auf Kinder und Jugendliche sagte Spahn: „Unser Ziel sollte sein, so viel Normalität wie möglich nach den Ferien auch für die Schulen, aber eben auch so viel Sicherheit wie möglich.“ Eine Möglichkeit dabei seien Corona-Impfungen für Kinder ab zwölf Jahren. „Wir können bis Ende August, jedem über 12-Jährigen, der geimpft werden will, mindestens die erste Impfung angeboten haben.“ Für alle Nicht-Geimpften brauche es auch weiterhin mindestens regelmäßiges Testen.

Corona in Deutschland: Mehr als 22 Millionen digitale Impfnachweise ausgestellt

Update vom 20. Juni, 17.52 Uhr: In Deutschland wurden bereits 22,3 Millionen digitale Impfpässe ausgestellt. Das teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Sonntag via Twitter mit. Die Zertifikate erhielten frisch Geimpfte in Impfzentren und Arztpraxen, aber auch bereits Geimpfte nachträglich in den Apotheken und in einigen Bundesländern per Post.

Seit einer Woche stellen viele Apotheken digitale Impfpässe für Menschen aus, die diese noch nicht direkt bei der Corona-Impfung bekommen haben. Bis Ende Juni soll das digitale Impfzertifikat allen, die es wollen, über Arztpraxen, Impfzentren und Apotheken zur Verfügung stehen. Geimpfte können ihr Zertifikat, etwa bei einer Reise, in Form eines QR-Codes auf dem Smartphone vorzeigen. Dazu muss eine entsprechende App, entweder die CovPass-App oder die Corona-Warn-App, heruntergeladen werden. Eine elektronische Plattform der EU für die Überprüfung von Impfzertifikaten soll am 1. Juli europaweit starten.

Wer kein Smartphone hat oder dieses nicht für den Impfnachweis nutzen will, kann sich das Zertifikat mit dem QR-Code auch ausdrucken lassen. Ein Nachweis des Impfstatus ist weiterhin auch mit dem gelben Impfheft oder ärztlicher Bescheinigung möglich.

Corona in Deutschland: Testung von 150 Menschen in Dresden

Update vom 20. Juni, 15.35 Uhr: In Dresden müssen sich Bewohner eines Mietshauses auf Corona testen lassen. 150 Menschen seien davon betroffen, teilte die Stadt am Samstag mit. Drei Familien seien positiv auf Corona getestet worden. Die Delta-Variante* sei bereits bei vier von zehn Infizierten bestätigt worden. Weil auch mehrere Kinder positiv getestet wurden, sind Kontaktpersonen - Kinder und Mitarbeiter - aus einer Kita und fünf Schulen in Quarantäne geschickt worden.

Corona in Deutschland: Gesundheitsministerium plant FFP2-Masken für Kinder

Update vom 20. Juni, 13.44 Uhr: Die Bundesregierung will jetzt auch FFP2-Masken speziell für Kinder einführen. Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor, die der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag vorliegt. Im Einvernehmen mit dem Bundesgesundheitsministerium habe das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) deshalb „die Normung einer Infektionsschutzmaske“ beim Deutschen Institut für Normung initiiert, die auch Masken in Kindergrößen berücksichtigen solle, heißt es weiter.

Die verbraucherpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Tabea Rößner, nannte es ein „Armutszeugnis, dass nach 16 Monaten Corona-Pandemie noch immer keine spezifischen FFP2-Masken für Kinder auf dem Markt verfügbar sind“. „Beim gezielten Schutz der Kinder hat die Bundesregierung hier versagt“, kritisierte die Grünen-Politikerin.

OP-Maske oder FFP-Maske: Die Maskenpflicht an Schulen ist in vielen Bundesländern aufgehoben.

Die FFP2-Maskenpflicht in Schulen sei zwar aufgehoben worden. Viele Kinder trügen aber in Bus und Bahn die auf Erwachsene ausgerichteten Masken. „Es ist unverantwortlich, dass die Bundesregierung angesichts der schon so lange anhaltenden pandemischen Lage nicht früher tätig geworden ist“, kritisierte Rößner.

RKI: Acht Kreise in Deutschland „Corona-frei“

Update vom 20. Juni, 11.48 Uhr: Bundesweit sinkt die Inzidenz auf 8,8 (siehe Erstmeldung vom 20. Juni). Inzwischen liegt der Wert in allen 412 Kreisen, die das RKI in seiner Corona-Übersicht ausweist, unter 50. Zuletzt ist auch Schweinfurt (Bayern) mit 41,2 unter die 50er-Marke gerutscht. Acht Kreise gelten als „Corona-frei“: Dithmarschen, Goslar, Lüchow-Dannenberg, Vogelsbergkreis, Südwestpfalz, Straubing, Roststock und Dessau-Roßlau.

In den Bundesländern gibt es noch Unterschiede. Die höchste 7-Tage-Inzidenz verzeichnet nach RKI-Daten Baden-Württemberg mit 12,7, gefolgt vom Saarland (12,6). Mecklenburg-Vorpommern hat mit 2,1 den niedrigsten Wochenwert.

Corona in Deutschland - 7-Tage-Inzidenz laut RKI über 10 (Stand: 20. Juni 2021)

  • Baden-Württemberg - 12,7
  • Bayern - 10,7
  • Hamburg - 12,2
  • Hessen - 10,0
  • Saarland - 12,6

Corona in Deutschland: Einreiseregeln sollen länger gelten können

Update vom 20. Juni, 10.32 Uhr: Die Einreiseregeln sollen in Deutschland wohl länger gelten. Das berichtet die Welt am Sonntag (WamS). Die Bundesregierung möchte sich demnach in Zukunft Einreisebeschränkungen offen halten. Noch vor der Sommerpause will die GroKo das ändern. Betroffen davon könnten Beförderungsverbote aus Virusvariantengebieten sowie Test- und Quarantänepflicht sein, heißt es.

„Wir wollen nächste Woche beschließen, dass Einreisebedingungen, die von Gesundheitsminister Jens Spahn per Verordnung festgelegt wurden, weitergelten können, auch wenn die epidemische Lage von nationaler Tragweite nicht mehr besteht“, sagte der rechtspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Johannes Fechner in der WamS.

Die Corona-Regeln - das Fortbestehen der „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ - verlängerte der Bundestag in einem Beschluss am 11. Juni für weitere drei Monate. Aktuell ist sie bis zum 30. September befristet. Damit nach diesem Datum auch bundeseinheitliche Schutzmaßnahmen greifen können, steht nun eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes für weitere zwölf Monate an.

Corona: RKI meldet Inzidenz von 8,8 in Deutschland

Ursprungsmeldung: München - Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 842 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus den Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.02 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1489 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Sonntagmorgen mit bundesweit 8,8 an (Vortag: 9,3; Vorwoche: 17,3). Zudem verstarben 16 weitere Menschen an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung. Die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen sind weiter gesunken und liegt nun erstmals seit acht Monaten unter 1000.

Corona in Deutschland: Inzidenz erneut gesunken - immer weniger Intensivpatienten

Wegen sinkender Nachfrage nach Corona-Tests wollen Deutschlands Apotheken ihr Angebot einschränken. Weil die Zahl der
vollständig gegen das Coronavirus Geimpften zunehme und Infektionsschutzregeln gelockert worden seien, nehme der Bedarf an Tests ab, sagte ein Sprecher des Apothekerverbandes Abda in Berlin. Zudem wies er darauf hin, dass der Bund weniger zahle als zuvor. „Für eine ganze Reihe von Apotheken ist die Durchführung der Tests damit nicht mehr wirtschaftlich.“ Das Testangebot werde deshalb wohl Schritt für Schritt kleiner werden.

Corona in Deutschland: Apotheken schrauben Testangebot zurück

Neben Apotheken gibt es auch viele weitere Anbieter von Corona-Tests in Deutschland. Einige private Anbieter waren vor wenigen Wochen wegen gefälschten Rechnungen in Verruf geraten. Dennoch wird es weiterhin dauerhafte Testangebote für die Menschen in Deutschland geben, zumal nun die Ferienzeit beginnt und für viele Urlauber ein negativer Corona-Test obligatorisch ist, um in ein anderes Land einreisen zu können. Ob während der - von mehreren Experten angekündigten - nächsten Corona-Welle im Herbst eine erneute Erhöhung der Testkapazitäten notwendig ist, ist fraglich. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach geht davon aus, dass Mitte September in Deutschland die Herdenimmunität durch ausreichende Corona-Impfungen in der Bevölkerung erreicht werden könnte. kah/dpa*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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