Fotofalle im Park

Chemie-Attacken auf Spielplätze - 53-Jähriger gesteht

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Ein Spielplatz in Aachen (Nordrhein-Westfalen) ist am 10.09.2017 nach dem Fund von Rohrreiniger-Granulat abgesperrt. Ein von Kinderlärm genervter Anwohner hat gestanden, ätzenden Rohrreiniger auf Spielplätze gestreut zu haben. 

Er fühlte sich durch Kinderlärm genervt. Deshalb streute ein Anwohner ätzenden Rohrreiniger auf Spielplätze. Der 53-jährige Aachener legte ein Geständnis ab.

Ein von Kinderlärm genervter Anwohner hat gestanden, ätzenden Rohrreiniger auf Spielplätze in Aachen gestreut zu haben. Bei der Vernehmung habe der Mann auch gesagt, dass er sich von vielen Personen verfolgt gefühlt habe, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Eine psychiatrische Erkrankung sei nicht ausgeschlossen.

Der Tatverdächtige soll seit Juni die ätzende Chemikalie an Aachener Grillhütten und auf Spielplätze gestreut haben. Drei Kinder waren leicht verletzt worden. Der Mann hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft auch gestanden, schon vorher Spielgeräte in einer Grünanlage mit Kot beschmiert zu haben. Der Mann sollte am Donnerstagnachmittag dem Haftrichter vorgeführt werden.

Auf frischer Tat ertappt

Die Ermittler waren dem 53-Jährigen mit einer Fotofalle in dem Park auf die Spur gekommen. Er wurde laut Staatsanwaltschaft fotografiert, als er am Sonntag die Chemikalie auf Kinderschaukel und Klettergerüst ausbrachte.

Nur Stunden nach der Veröffentlichung der Bilder wurde der Mann festgekommen. Bei der Wohnungsdurchsuchung in Nachbarschaft zu dem Park fanden Polizisten unter anderem auch Rohrreiniger. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 53-Jährigen wegen des Verdachts der versuchten Tötung. Kleine Kinder hätten an der Chemikalie sterben können.

Die drei Kinder, die durch den Kontakt mit der Chemikalie leicht verletzt wurden, kamen noch glimpflich davon: Nach kurzem Krankenhaus-Aufenthalt konnten sie wieder nach Hause.

dpa

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