Auch Kinder unter den Verletzten

Brände in Bremerhaven: 15-Jähriger wegen versuchten Mordes angeklagt

Ein 15-Jähriger soll sich wegen versuchten Mordes und Brandstiftung in Bremerhaven vor Gericht verantworten müssen.

Bremerhaven - Die Staatsanwaltschaft erhob nach einem Bericht der „Nordsee-Zeitung“ (Samstag) Anklage gegen den Jugendlichen. Sie wirft ihm vor, im April das verheerende Feuer in einem Mehrfamilienhaus gelegt zu haben, bei dem mehrere Menschen verletzt wurden. Außerdem soll er zwischen März und Juli vier weitere Brände verursacht haben. Das Landgericht muss noch entscheiden, ob es zum Prozess kommt.

Der 15-Jährige soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft nachts Müll im Treppenhaus des Mehrfamilienhauses im Bremerhavener Stadtteil Lehe angezündet haben. Einige Bewohner sprangen aus den Fenstern, um ihr Leben zu retten. Unter den Verletzten waren auch sieben Kinder. Er habe in Kauf genommen, dass Menschen zu Schaden kommen, sagte Staatsanwalt Oliver Constien der Zeitung. Deshalb habe er sich des versuchten Mordes schuldig gemacht.

In den anderen Fällen verursachte er der Anklage zufolge Feuer in Treppenhäusern, einem Keller und in einer Dachgeschosswohnung in Lehe. Drei der vier Brandstiftung bewertet die Staatsanwaltschaft als schwer.

In den vergangenen Monaten hatten immer wieder Häuser in dem Stadtteil gebrannt. Nach der Festnahme des 15-Jährigen Anfang August gab es die Hoffnung, dass damit die Brandserie beendet ist. Doch einen Tag später brannte es wieder. „Wir gehen deshalb von weiteren Tätern aus, haben aber keinerlei Hinweise bisher und ermitteln weiter“, sagte Constien.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.