Ein Toter, zahlreiche Verletzte

Blitzeis sorgt für viele Unfälle in ganz Deutschland

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Bei Iserlohn waren fünf Fahrzeuge in einen Unfall verwickelt. 

München - Gefrierender Sprühregen hat in der Nacht zum Sonntag in weiten Teilen Nord- und Westdeutschlands zu zahllosen Verkehrsunfällen geführt.

In Hemmingen bei Hannover starb nach Polizeiangaben am Samstagabend ein 67-jähriger Autofahrer, der auf einer Kreisstraße bei Eis mit seinem Wagen ins Schleudern geraten und frontal gegen einen Baum geprallt war. Der Mann erlag auf dem Transport ins Krankenhaus seinen Verletzungen.

Bei einem Blitzeis-Unfall mit fünf Autos an einem Stauende auf der Autobahn 46 bei Iserlohn wurden sechs Menschen verletzt, zwei von ihnen schwer. Die A 46 musste zeitweise in beiden Fahrtrichtungen komplett gesperrt werden.

Auf der Autobahn 30 in Ostwestfalen ereignete sich am Samstagabend auf spiegelglatter Fahrbahn eine Massenkarambolage, in die 16 Pkw und zwei Lastwagen verwickelt waren. Bei dem Unfall in Höhe der Anschlussstelle Löhne-Hüllhorst trugen vier Menschen leichte Blessuren davon. Die A 30 wurde wegen der extremen Glätte für einen längeren Zeitraum in beide Richtungen voll gesperrt.

Auch auf den bayerischen Straßen kam es in der Nacht auf Sonntag zu zahlreichen Unfällen. Wintersportler, die in die Alpen unterwegs sind, müssen sich durch den Schneefall auf Behinderungen einstellen. Zudem stieg die Lawinengefahr in den deutschen Alpen. 

Im Westen und in der Mitte Deutschlands warnte der Deutsche Wetterdienst auch am Sonntagmorgen weiter vor extremer Glätte. In den Hochlagen einiger östlicher Mittelgebirge und in den Alpen erwarteten die Wetterfrösche für Sonntag Schnee und Schneeverwehungen.

Ansonsten entspannt sich die Lage allmählich. „Im Norden und Westen sind die Temperaturen schon über Null“, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Sonntagmorgen in Essen über die Lage in NRW. „Auch am Boden gefriert da nichts mehr.“ Dennoch bestand für höhere Lagen zunächst noch eine Warnung vor Glatteis. „Das Schlimmste ist überstanden“, sagte ein DWD-Sprecher für Niedersachsen.

afp/dpa/sr

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