Polizei tötet Geiselnehmer im Kindergarten

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Beamten der malaiische Polizei riegeln den Kindergarten ab, in dem ein Geiselnehmer 30 Kinder und Erwachsene in seiner Gewalt hat

Kuala Lumpur - Ein mit einer Machete bewaffneter Mann hat nach Polizeiangaben 30 Kinder und Erzieher in einem Kindergarten in Kuala Lumpur als Geiseln genommen. Die Polizei beendete die Geiselnahme mit einem tödlichen Schuss.

Die malaysische Polizei hat am Donnerstag eine Geiselnahme in einem Kindergarten gewaltsam beendet und den Täter niedergeschossen. Der Mann erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen, nachdem ein Polizist ihm in den Kopf geschossen hatte.

Zuvor hatte der mit einer Machete und einem Hammer bewaffnete Mann 30 Kinder zwischen drei und fünf Jahren sowie vier Erzieher für mehrere Stunden in seine Gewalt gebracht. Die Geiseln seien unverletzt geblieben, teilte die Polizei mit.

Der Geiselnehmer war am Morgen (Ortszeit) in den Kindergarten in einem Wohngebiet im südlichen Staat Johor gestürmt, wie Bezirkspolizist Suhaimi Ahmad sagte. Die Zeitung “The Star“ berichtete auf ihrer Webseite, Polizisten hätten Tränengas abgefeuert, ehe sie den Kindergarten betraten.

Der Mann, der offenbar unter psychischen Problemen leide, habe die Geiseln in ein höher gelegenes Stockwerk in dem Gebäude gezwungen, sagte ein Polizist. Spezialkräfte seien später ins Erdgeschoss eingedrungen und von dem Mann angegriffen worden. Die Polizei habe keine andere Wahl gehabt, als den Mann niederzuschießen, sagte der Beamte.

Bei zuvor mit dem Mann geführten Verhandlungen hatte dieser gedroht, die Kinder zu töten, sollte er keinen Revolver bekommen. Die Nachrichtenagentur Bernama berichtete, dass zu hören gewesen sei, wie die Kinder gesungen hätten - offenbar ein Versuch, den Mann zu beruhigen.

dapd/dpa

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