Mehrere Schwerverletzte

Berlin: Mann rast mit Mercedes in Menschengruppe in Berlin - Ermittlungen gehen weiter

Zu einem schrecklichen Vorfall kam es am Sonntagmorgen in Berlin. Nahe des Bahnhofs „Zoologischer Garten“ raste ein Auto in eine Menschengruppe. Es gibt Spekulationen über die Hintergründe.

  • Zu schlimmen Szenen kam es am frühen Sonntagmorgen (26. Juli) in Berlin.
  • Ein Mann raste nahe des Bahnhofs „Zoologischer Garten" am Hardenbergplatz in eine Menschengruppe.
  • Mehrere Personen wurden verletzt - zum Teil schwer.
  • Beim Fahrer schlug ein Alkoholtest an. (26. Juli, 17:09 Uhr)

Update, 16.59 Uhr: In der Bild erklärt ein Polizeisprecher die Hintergründe der schnellen Freilassung des Unglücksfahrers. „Es liegen keine Haftgründe vor. Der einzige hier wäre Fluchtgefahr. Die können wir aber verneinen, weil der Mann einen festen Aufenthalts-und Lebensmittelpunkt hat. Nicht hier in Berlin. Aber in einem anderen Bundesland“, betont der Sprecher: „Die Lebensumstände des Beschuldigten sprechen nicht dafür, dass er sich der Strafe in dem Ermittlungsverfahren durch Flucht entziehen würde.“

Bestätigt wird auch, dass der Mercedes-SUV ein ausländisches Kennzeichen hat: „Das Unfallfahrzeug ist auf eine Firma in Estland zugelassen. Es handelt sich offenbar um einen Geschäftswagen. Warum der Mann diesen Wagen in Besitz hatte und nutzte, ist Gegenstand der Ermittlungen.“ Als Strafe drohen dem 24-Jährigen der Bild zufolge, die sich auf das Strafgesetzbuch bezieht, bis fünf Jahre Haft oder eine Geldstrafe.

Mercedes-SUV rast in Berlin in Menschengruppe: Fahrer kommt schnell wieder auf freien Fuß

Update, 12.39 Uhr: Der SUV-Fahrer befindet sich wieder auf freiem Fuß. Es werde nicht mehr wegen versuchten Totschlags ermittelt, sagte ein Polizeisprecher. Die Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr gingen aber weiter. Allerdings gebe es keine Erkenntnisse, dass der Mann vom Unfallort flüchten wollte oder Suizid-Absichten gehabt habe. Der Wagen wurde beschlagnahmt. Es gebe auch keine Anhaltspunkte für politische oder religiöse Motivation, hieß es.

Update vom 27. Juli, 10.07 Uhr: Die ersten Erkenntnisse der Ermittler lassen zumindest Zweifel daran aufkommen, dass es sich um einen gewöhnlichen Verkehrsunfall gehandelt hat. Der Tagesspiegel will erfahren haben, dass die Polizei zu dem Schluss gekommen sein soll, der SUV-Fahrer sei entweder in frustriert-aggressiver Stimmung oder sogar in suizidaler Absicht durch die Stadt „geballert“.

Es habe sich ergeben, dass sich die Freundin von dem 24-Jährigen getrennt habe. Dieser hätte sich in der Nacht betrunken und sei dann in den Mercedes gestiegen. Noch sei nicht sicher, ob der junge Mann sogar Fahrerflucht habe begehen wollen. Grund: Der an einem massiven Briefkastengestell geendete Wagen stand so, als hätte er zurück auf die Hardenbergstraße gesteuert werden sollen.

Mercedes rast in Berlin in Menschengruppe - Fahrer war alkoholisiert

Update, 17.09 Uhr: Die Polizei gibt neue Erkenntnisse zu den Ermittlungen rund um den Autounfall am Berliner Hardenbergplatz bekannt. Der Mann, der mit seinem Mercedes in eine Menschengruppe gefahren war und dabei mehrere Personen verletzt hatte, war zu Zeitpunkt des Vorfalls nicht nüchtern. Ein Atemalkoholtest habe 0,7 Promille ergeben, bestätigt ein Sprecher der Polizei Berlin.

Außerdem korrigierte er die Zahl der Verletzten. Neben den drei Schwerverletzten, drei Männer aus dem Obdachlosenmilieu, soll es vier Leichtverletzte gegeben haben. Derer sind es allerdings „nur" drei, räumt der Beamte ein. Ein Mann sowie zwei Frauen leiden an glücklicherweise ungefährlichen Blessuren. Zwei der drei Schwerverletzten sind Stand Sonntag Nachmittag immer noch nicht wieder ansprechbar..

Mann rast in Berlin mit SUV-Mercedes in Menschengruppe - Augenzeugen schildern den dramatischen Moment

Update, 14.40 Uhr: Laut der Bild schildern mehrere Augenzeugen den schrecklichen Unfall am Sonntagmorgen. „Es tut mir leid. Es tut mir Leid“, soll der Autofahrer gerufen haben, als er von Sicherheitskräften abgeführt worden ist. Ein Zeuge gab außerdem an, dass der Mercedes-Fahrer vor dem Unfall an einer Kreuzung vor einer roten Ampel gestanden habe. Dann sei er plötzlich losgerast. „Die Reifen quietschten. Dann gab es drei Knalle“, wird der Zeuge zitiert.

Der Unfall am Bahnhof Zoo weckt in Berlin nun auch Erinnerungen an den 6. September 2019. Damals geriet ein Porsche-SUV in der Invalidenstraße auf die Gegenfahrbahn und kam von der Straße ab. Er rammte eine Ampel, überfuhr Menschen auf dem Gehweg und durchbrach einen Bauzaun. Unter den vier Todesopfern war auch ein dreijähriger Junge. Gegen den damals 42 Jahre alten Fahrer wurde wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Ermittler gingen zuletzt davon aus, dass der Fahrer wegen eines Krampfanfalls ungebremst in die Fußgängergruppe raste.

Mercedes-Fahrer rast in Berlin Menschengruppe - Unfallstelle nun wieder wieder freigegeben

Update, 14.12 Uhr: Mehrere Stunden nach dem Zusammenprall eines SUVs mit einer Menschengruppe auf einem Gehweg am Bahnhof „Zoologischer Garten“ in Berlin ist die Unfallstelle wieder freigegeben worden. Auch der Ausgang Hardenbergplatz des S-Bahnhofs kann wieder genutzt werden. Gegen 13 Uhr erinnerten noch Markierungen am Boden und ein umgeknickter Briefkasten an das Geschehen. Unfallexperten der Polizei hatten hier Spuren gesichert.

Berlin: Mann rast mit SUV in Menschengruppe - Polizei ermittelt auf Hochtouren

Update, 12.40 Uhr: Nach dem folgenschweren Unfall am Berliner Hardenbergplatz wird nun auch die Unterseite des Unfallwagens untersucht. Berichten zufolge hing der schwarze Mercedes-Geländewagen am Sonntagmittag an einem Kranwagen in der Luft. Polizisten fotografierten ihn und nahmen mit einem Zollstock Maß. Zuvor war das Auto von Unfallexperten der Polizei bereits an dem Briefkasten untersucht worden, an dem es gegen 7.20 Uhr zum Stehen gekommen war. Die Beamten sicherten zudem Spuren auf dem Platz am Bahnhof „Zoologischer Garten“.

Schock-Szenen in Berlin: Mann rast mit Auto in Menschengruppe - Polizei hat erste Vermutung

Update, 11.20 Uhr: Nun werden weitere Details zu dem Unfall in Berlin bekannt, bei dem ein Mercedes-Fahrer in eine Menschengruppe raste. Laut Polizei werde gegen den Mann, der festgenommen wurde, wegen Verdachts auf versuchten Totschlags ermittelt. Ein Sprecher der Polizei schilderte den Tathergang folgendermaßen: „Der Fahrer wollte abbiegen - mit wahrscheinlich überhöhter Geschwindigkeit, er verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte gegen den Gehweg.“

Wie die Polizei nun bestätigte, sei der Fahrer in einem Mercedes mit estnischem Kennzeichen unterwegs gewesen. Die sieben Verletzten seien umgehend in Krankenhäuser eingeliefert worden, heißt es weiter. Eine Person habe reanimiert werden müssen, so die Feuerwehr.

Berlin: Autofahrer rast in Menschengruppe - Polizei äußert Verdacht zu Unfallhergang

Update, 10.30 Uhr: Die Polizei geht offenbar davon aus, dass es aufgrund überhöhter Geschwindigkeit zu dem Unfall kam. Das berichtete die Bild. Nach ersten Erkenntnissen fuhr der Mercedes-Fahrer eine Ampel um. Danach raste er über den Gehweg in die Menschenmenge.

Update, 10.15 Uhr: Die Ermittlungen zum Unfallhergang laufen. Laut Informationen der Bild soll es sich bei dem Fahrer, der von Sicherheitskräften festgenommen wurde, um einen 24 Jahre alten Mann mit Wohnsitz in Berlin handeln. Der Mercedes-SUV hat ein Kennzeichen aus Estland. Die Polizei bestätigte diese Angaben zunächst nicht.

Berlin: Mann rast mit Mercedes in Menschengruppe - Eine Person muss reanimiert werden

Update, 9.53 Uhr: Bei dem Auto, mit dem ein Mann in Berlin am Hardenbergplatz in eine Menschengruppe raste, handelt es sich laut Angaben der Bild um einen schwarzen Mercedes. Wie das Blatt weiter berichtet, wurde bei dem schrecklichen Vorfall eine Person unter dem Wagen eingeklemmt und musste reanimiert werden. Rund 17 Personen wurden Zeuge des Unfalls und mussten seelsorgerisch betreut werden. Der Bereich um den Hardenbergplatz wurde weiträumig abgesperrt.

Berlin: Auto rast in Menschengruppe am Hardenbergplatz - Polizei nennt erste Details

Update, 26. Juli, 9.41 Uhr: Nachdem ein Auto aus bislang ungeklärten Gründen in eine Menschengruppe am Hardenbergplatz in Berlin-Charlottenburg gefahren ist (siehe Erstmeldung), äußert sich nun die Polizei. Aktuell gehe man nicht von einem Anschlag aus. „Wir haben bislang keinen Hinweis auf ein Anschlagsgeschehen“, sagte eine Sprecherin am Sonntagmorgen. Der Fahrzeugführer sei festgenommen worden. Berichte der Bild, nach denen die Polizei auch mit Sprengstoffhunden im Einsatz sei, bestätigte die Sprecherin zunächst nicht.

Der Vorfall ereignete sich gegen 7.20 Uhr. Das Auto war aus bislang ungeklärten Gründen von der Fahrbahn abgekommen und in eine Menschengruppe gefahren. Sieben Menschen seien verletzt worden, sagte ein Feuerwehrsprecher, drei davon schwer. Etwa ein Dutzend Augenzeugen werde von Notfallseelsorgern betreut. Der Bereich am Bahnhof Zoologischer Garten in Berlin sei auch am Morgen stark besucht gewesen.

Berlin: Mann rast mit Auto in Menschengruppe - Großeinsatz läuft

Erstmeldung vom 26. Juli, 9 Uhr:

Berlin - Ein Mann raste am frühen Sonntagmorgen in Berlin nahe des Bahnhofs Zoologischer Garten“ in eine Menschengruppe. Das berichtete zunächst die Bild. Offenbar wurden mehrere Personen verletzt.

Berlin am Hardenbergplatz: Mann rast mit Auto in Menschengruppe - Mehrere Verletzte

Erste Informationen der dpa zufolge ereignete sich der schwere Unfall am Sonntagmorgen am Hardenbergplatz in Berlin-Charlottenburg. Nach Angaben der Feuerwehr sind fünf Menschen verletzt worden - drei davon schwer. 55 Feuerwehr-Kräfte waren am Morgen im Einsatz, ebenso ein Rettungshubschrauber. Die Hintergründe sind zunächst unklar.

Erst im Juni kam es in München zu einem Vorfall, bei dem ein Kleintransporter gezielt in eine Menschengruppe steuerte. Es handelte sich um eine Tat aus dem Rocker-Milieu.

In der Nähe von Osnabrück waren drei Jugendliche auf Randale-Tour. Sie brachen in ihre Schule ein richteten einen Schaden in sechsstelliger Höhe an.

In Düsseldorf ist ein mehrstöckiges Gebäude eingestürzt. Zwei Bauarbeiter werden seitdem vermisst.

Unfassbare Tat im hessischen Heppenheim: Ein Mann (60) soll seine Ehefrau (55) erstochen haben - in einem Krankenhaus. Anschließend soll er sich das Leben genommen haben.

Ein schlimmes Zugunglück ereignet sich im schottischen Stonehaven. Mindestens eine Person kam ums Leben, ein Großeinsatz der Hilfskräfte wurde nötig.

Zu einem dramatischen Einsatz kam es in Berlin außerdem auf der Autobahn 100. Ein Mann baute mehrere Unfälle hintereinander - wohl absichtlich. Dann sprach er eine Drohung aus. Die Chronologie der dramatischen Ereignisse* haben wir zusammengefasst.

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Rubriklistenbild: © Paul Zinken/dpa-zb-zentralbild

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