Sechs Monate Gefängnis

Holocaust-Leugnerin (88) wegen Volksverhetzung verurteilt

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Notorische Holocaust-Leugnerin (88) wegen Volksverhetzung verurteilt.

Eine 88-jährige notorische Holocaust-Leugnerin ist in Berlin wegen Volksverhetzung verurteilt worden. 

Berlin -  Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten verhängte gegen Ursula H.-W. am Montag sechs Monate Freiheitsstrafe ohne Bewährung, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Die Angeklagte kündigte unmittelbar danach Berufung an. 

Der 88-Jährigen wurde vorgeworfen, Ende Januar 2016 auf einer öffentlichen Veranstaltung in Berlin mehrfach gesagt zu haben, dass es den Holocaust nicht gegeben habe. Zudem soll sie geäußert haben, dass "nichts echt" sei an den Gaskammern des Konzentrationslagers Auschwitz und dass dort "keine Millionen und auch keine Hunderttausende umgebracht" worden seien.

Vor Gericht stritt sie die Vorwürfe ab und sagte, sie habe nur Fragen gestellt. Als Beweis diente demnach ein Fernsehbeitrag mit Auszügen ihrer Rede. Ursula H.-W. wurde bereits viermal rechtskräftig unter anderem wegen Volksverhetzung verurteilt. Ob sie nun tatsächlich ins Gefängnis kommt, entscheidet sich nach Angaben der Sprecherin, wenn das aktuelle Urteil rechtskräftig und sie anschließend ärztlich untersucht worden sei.

AFP

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