Nach Katastrophe in Italien 

Nach Einsturz von Autobahnbrücke in Genua: Einige Brücken in Deutschland „ungenügend“

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Nachdem am Dienstag eine Autobahnbrücke in Genua einstürzte, stellt sich nun die Frage nach der Standfestigkeit deutscher Brücken. 

Nach der Katastrophe im italienischen Genua, bei der eine Autobahnbrücke einstürzte, stellt sich die Frage nach dem Zustand deutscher Brücken. Fazit: Einige erhalten die Note „ungenügend“.  

Berlin - Nach dem Einsturz einer Autobahnbrücke im italienischen Genua mit mehreren Toten stellt sich die Frage nach dem Zustand von Brücken in Deutschland. Nach jüngsten Zahlen der Bundesanstalt für Straßenwesen (BAST) gibt es hierzulande fast 40 000 Brücken an Bundesfernstraßen - das heißt Autobahnbrücken und Brücken an Bundesstraßen mit Ortsdurchfahrten.

Hier geht es zum Ticker des Brückendramas in Genua: Einsturz der Autobahnbrücke in Genua: Zeugen berichten von einem Blitz

Nach Angaben der BAST ist der Zustand der Brückenflächen bei über 12 Prozent „sehr gut“ oder „gut“, bei etwa 75 Prozent „befriedigend“ oder „ausreichend“. Bei fast 11 Prozent ist der Zustand „nicht ausreichend“, bei knapp 2 Prozent gar „ungenügend“.

Die Zustandsnote bildet nach BAST-Angaben die Grundlage für die weitere Erhaltungsplanung. Eine Zustandsnote „nicht ausreichend“ bedeute aber nicht zwangsläufig eine Nutzungseinschränkung des Bauwerkes, sondern sei vielmehr ein Indikator dafür, dass in näherer Zukunft eine Instandsetzungsmaßnahme zu planen sei.

Ein „ungenügender“ Zustand weist zwar auf eine beeinträchtigte oder nicht mehr gegebene Stand- oder Verkehrssicherheit hin, kann aber auch lediglich auf Schäden an den Gitterstäben des Geländers zurückzuführen sein. Wenn bei der Bauwerksprüfung eine Sicherheitsbeeinträchtigung festgestellt wird, so werden der BAST zufolge sofort entsprechende Maßnahmen getroffen, um die erforderliche Sicherheit weiterhin zu gewährleisten.

dpa

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