„Wir könnten beide tot sein“

Beinahe von rücksichtslosem Raser erfasst: Mann schildert bange Sekunden in emotionalem Facebook-Post

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Nur Sekunden vor dem Aufprall zog der andere Autofahrer rüber.

Nachdem er einem Autounfall nur haarscharf entgangen ist, wendet sich ein Mann auf Facebook an den Verkehrsrowdy.

Bayreuth - Mit einer emotionalen Facebook-Botschaft hat Nutzer Alexander Zimmermann an einen Verkehrsrowdy appelliert, wegen dem er fast einen Unfall gehabt hätte. Wer der Autofahrer war, wisse er zwar nicht. Trotzdem hofft Zimmermann wohl, dass sein Appell irgendwie den oder die Richtigen erreicht. 

Bayreuth/Bayern: Unfall nur knapp entgangen - „das war alles so knapp“

In seinem Facebook-Post berichtet Zimmermann, dass er am 23. September gegen 6.20 Uhr zwischen Waizenreuth und Kirchenpingarten bei Bayreuth unterwegs gewesen sei. In der Kurve sei ihm dann ein anderes Auto entgegengekommen, dass einen LKW überholte. 

„Ich habe erst realisiert, dass du da warst, als du neben dem Führerhaus warst. Du bist noch rechtzeitig rübergezogen, das war aber alles so knapp und ging so schnell, dass ich nicht einmal bremsen konnte.“ Gerade noch habe das andere Auto vor ihm wieder eingeschert, passiert ist nichts. Den Schreck kann man sich trotzdem ausmalen. 

Beine-Unfall bei Bayreuth: „Wir könnten beide tot sein“

Aber der Post geht noch weiter: Zimmermanns Freundin sei kurz nach ihm von zuhause losgefahren. Sie „hätte die Erstversorgung für uns beide übernehmen müssen. In ihrer Haut hätte ich nicht stecken wollen und in deiner auch nicht!“, plädiert er an den unbekannten Autofahrer. „Denn dich hätte sie sterben lassen, weil sie versucht hätte mir zu helfen.“ 

Viel „hätte, wäre und könnte“, wie er schreibt. Aber: „Wir könnten beide tot sein.“ Der unbekannte Verkehrsrowdy solle ich Zukunft früher aufstehen, dann müsse er auch keine LKWs vor Kurven überholen. 

Beinahe-Unfall bei Bayreuth: „Ich hatte nicht mal Zeit zum Reagieren“

Im Gespräch mit infranken.de erzählt Zimmermann von dem Schock, den er bekam, als er das Auto plötzlich auf seiner Spur auf sich zukommen sah. Er selbst sei nur 80 gefahren, wäre er mit 100 Kilometern pro Stunde unterwegs gewesen, wären die beiden Autos wohl ineinander gekracht. "Das waren gefühlt nur ein paar Meter, ich hatte nicht mal Zeit zum Reagieren.“ Richtig realisiert habe Zimmermann die Situation erst Stunden später. Seine Hände hätten angefangen zu zittern. 

Immer wieder kommt es auf bayerischen Straßen zu schweren Unfällen: Erst am 24. September war ein Motorradfahrer auf der A8 zwischen Holzkirchen und Hofoldinger Forst ums Leben gekommen. Bei einem anderen Unfall am Wochenende war sogar Innenminister Joachim Herrmann an der Unfallstelle. Auf dem Weg zum Oktoberfest ist außerdem ein Bus verunglückt, nachdem der Fahrer eine verheerende Entscheidung traf.

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks.

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