Posse in Nordrhein-Westfalen

Bauer erwischt beim Mähen eine Maus - und kassiert Bußgeld

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Eine Maus wurde von einem Landwirt beim Mähen erwischt.

Eine Posse um eine tote Maus macht im nord­rhein-west­fä­lischen Rhede Schlagzeilen. Weil ein Landwirt beim Mähen eine Maus erwischte, wurde ihm ein Bußgeld aufgebrummt. Doch damit nicht genug.

Rhede - Bei dieser Meldung werden so manche Landwirte vom Glauben abfallen: Einem Bauern aus Rhede in Nordrhein-Westfalen wurde ein Bußgeld von 50 Euro aufgebrummt, weil er beim Mähen seiner Wiese eine Maus erwischte. Der Onlinedienst topagrar.com berichtet von dem Fall, der sich bereits im Mai dieses Jahres ereignete.

Der Landwirt wurde bei seiner Arbeit von einem Beamten beobachtet, der folgenden Verstoß dabei feststellte: Der Bauer mähte seine Wiese falsch. Das neue Landesnaturschutzgesetz Nordrhein-Westfalen* legt fest, dass Grünflächen von innen nach außen gemäht werden müssen. „So können sich versteckte Tiere - dabei war vor allem an Rehkitze gedacht - retten“, erklärt ein Sprecher aus dem Kreis Borken einem Onlinebericht von derwesten.de zufolge. Der Kreis Borken verhängte deshalb ein Verwarnungsgeld in Höhe von 50 Euro. 

Dass auch Mäuse unter dieses Gesetz fallen, dürfte der Landwirt ebenso wenig geahnt haben, wie der Rattenschwanz, den das Ganze nach sich zog. Der Fall wurde nämlich an die Staatsanwaltschaft Münster weitergeleitet, um zu prüfen, ob der Landwirt auch gegen das Tierschutzgesetz verstoßen habe. Dort ist in Paragraph 17 das Verbot des Tötens ohne vernünftigen Grund geregelt, was eine Straftat darstellt. Vorsatz konnte dem Landwirt allerdings nicht nachgewiesen werden, weshalb das Verfahren letzten Endes eingestellt wurde.

*In § 4 LNatSchG NRW – Landwirtschaft, Forstwirtschaft heißt es:

(1) Abweichend von § 5 Absatz 2 des Bundesnaturschutzgesetzes ist bei der landwirtschaftlichen Nutzung zusätzlich verboten, (...)

5. bei der Mahd auf Grünlandflächen ab 1 Hektar von außen nach innen zu mähen, davon unberührt bleibt stark hängiges Gelände (...)

va

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