Prozess gegen Batman-Attentäter

Holmes plädiert auf Unzurechnungsfähigkeit

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Batman-Attentäter James Holmes will jetzt auf „unschuldig wegen Unzurechnungsfähigkeit“ plädieren

Aurora - Bislang hatten die Anwälte des Batman-Attentäters James Holmes keine konkrete Strategie verfolgt. Doch jetzt will der 25-Jährige  auf "unschuldig wegen Unzurechnungsfähigkeit" plädieren.

Neue Entwicklung im Verfahren gegen den US-Kinoschützen von Aurora: Der Angeklagte James Holmes will jetzt auf „unschuldig wegen Unzurechnungsfähigkeit“ plädieren. Wie die „Denver Post“ berichtete, kündigten die Anwälte des 25-Jährigen diesen Schritt am Dienstag in einer Eingabe an das zuständige Gericht in Centennial (Bundesstaat Colorado) an. Die nächste gerichtliche Anhörung steht am kommenden Montag an.

Holmes wird beschuldigt, im Juli vergangenen Jahres während einer „Batman“-Filmpremiere in Aurora 12 Menschen erschossen und 70 verletzt zu haben. Die Staatsanwaltschaft will im anstehenden Prozess die Todesstrafe erreichen.

Trauer nach Kino-Attentat

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Beschuldigte werden meistens bei der Anklageverlesung gefragt, ob sie sich schuldig oder nicht schuldig bekennen. Weil die Holmes-Anwälte bis jetzt aber noch auf keine Strategie festlegen wollten, hatte der zuständige Richter gegen ihren Willen ein Standardplädoyer auf „Nicht schuldig“ zu den Akten gegeben. Damit wollte er sicherstellen, dass die nötigen Anhörungen vor offiziellem Prozessbeginn weitergehen können. Derselbe Richter muss der „Denver Post“ zufolge jetzt grünes Licht für die Änderung des Plädoyers geben.

Die Holmes-Anwälte haben von Anfang an geltend gemacht, dass ihr Mandant schwer gestört sei. Sie verweisen unter anderem darauf, dass er sich vor dem Amoklauf in psychiatrischer Behandlung befand.

dpa

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