Basstölpel ist Seevogel des Jahres 2016

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Ein Basstölpel im Flug, aufgenommen am auf der Hochseeinsel Helgoland. Foto: Harro H. Müller/Illustration

Ahrensburg (dpa) - Der in Deutschland seltene Basstölpel ist der Seevogel des Jahres 2016. Der größte Meeresvogel an der deutschen Küste brütet hierzulande mit mehr als 680 Paaren nur auf Helgoland, wie der Naturschutzverein Jordsand am Freitag in Ahrensburg bei Hamburg mitteilte.

Der gänsegroße Fischjäger leide unter der Vermüllung der Nordsee. Weil der schneeweiße Vogel seine Beute mit bis zu 100 Stundenkilometer schnellen Sturzflügen in die See jagt, verfange er sich oft in Fischernetzen oder Leinen und ertrinke. "Auch aus diesem Grund muss die Fischerei umweltverträglicher werden", sagte der Vorsitzende des Vereins, Eckart Schrey. Außerdem flögen die Vögel in die Rotoren von Windparks und verletzten sich.

Der Basstölpel sei zwar nicht vom Aussterben bedroht, gelte aber als Art mit eng begrenztem Vorkommen und stehe deswegen auf der Roten Liste in Deutschland. 1991 hatte er sich in Helgoland angesiedelt. Viele Basstölpel brüten an den Küsten Schottlands.

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