Baby brennt von selbst? Indien rätselt

Neu Delhi - In Indien sorgt ein Baby für viel Aufsehen. Der kleine Rahul soll angeblich von selbst viermal in Flammen aufgegangen sein und schwere Verbrennungen erlitten haben.

Viermal soll der kleine Rahul in Indien angeblich von selbst in Flammen aufgegangen sein und schwere Verbrennungen erlitten haben. Die Ärzte des Babys stehen vor einem Rätsel. Nach mehr als einem Dutzend Tests hätten die Mediziner noch keinen Hinweis auf die Ursache gefunden, berichteten lokale Medien am Dienstag. Sie spekulieren, dass der drei Monate alte Junge aus einem Dorf im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu durch spontane menschliche Selbstentzündung verletzt worden sein könnte.

Ob es dieses Phänomen überhaupt gibt, ist extrem umstritten. Es gibt keinen eindeutigen Beweis. Fast alle Wissenschaftler sprechen von einem Mythos, der nur durch ungeklärte Todesfälle entstanden sei.

Nun soll eine Gewebeentnahme klären, ob sich irgendwo in dem Baby entzündliches Gas bilden kann. Auch Blut und Schweiß werden laut den Berichten auf giftige Substanzen untersucht.

Abergläubische Dorfbewohner glaubten allerdings, das Kind sei von bösen Geistern besessen, berichtete die Zeitung „Times of India“. Sie hätten den Eltern von Rahul geraten, das Dorf zu verlassen und in einem Tempel zu wohnen. Die Eltern und Großeltern wiesen Anschuldigen, die Hand im Spiel zu haben, zurück. Auch liege der Polizei keine Anzeige wegen Kindesmissbrauchs vor.

Seit Jahrhunderten wird spekuliert, ob sich Menschen von selbst entzünden können. Es gibt rätselhafte Fälle, die zum Beispiel mit exzessivem Alkoholkonsum oder Kugelblitzen in Verbindung gebracht wurden. Oft verbrannten die Körper, ohne dass leicht entzündbare Gegenstände wie Zeitungen oder Holzmöbel in der Nähe in Flammen aufgingen.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare