Bericht: Mörder von Dennis betreute Pflegekinder

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Der "Maskenmann" von Hamburg soll in der Vergangenheit Pflegekinder betreut haben.

Verden - Der mutmaßliche Serienmörder aus Hamburg hat einem “Spiegel“-Bericht zufolge früher offenbar auch Pflegekinder betreut.

Demnach soll er nach Aussage früherer Nachbarn Ende der 90er Jahre wiederholt “etwa 10 bis 15 Jahre alte Pflegekinder“ in seiner Bremer Wohnung bei sich aufgenommen haben. Die Polizei wollte sich am Samstag aus ermittlungstaktischen Gründen nicht zu dem Bericht äußern. Der 40-Jährige hatte den Mord an Dennis und zwei weiteren Jungen gestanden.

Seit Einzelheiten zu dem als “schwarzer Mann“ bekannten 40-Jährigen öffentlich geworden seien, habe es Anrufe mit gezielten Hinweisen gegeben, sagte ein Sprecher der Polizei in Verden der Nachrichtenagentur dapd am Samstag. Diese würden nun ausgewertet. Die Polizei geht davon aus, dass die Ermittlungen noch Monate dauern werden.

Laut “Spiegel“ stammten die von dem mutmaßlichen Mörder aufgenommenen Pflegekinder aus sozial benachteiligten Familien. Sie seien zur vorübergehenden Betreuung an ihn vermittelt worden.

Der gebürtige Bremer und ehemalige Lehramtsstudent Martin N. hatte gestanden, den 13-jährigen Stefan J. aus Hamburg im März 1992 aus einem Internat in Scheeßel (Landkreis Rotenburg/Wümme) entführt und ermordet zu haben. Im Juli 1995 verschleppte er demnach den achtjährigen Dennis R. aus Lippstadt aus einem Zeltlager in Schleswig-Holstein. In der Nacht zum 5. September 2001 entführte er den neunjährigen Dennis aus dem Schullandheim Wulsbüttel. Er soll außerdem für weitere rund 40 Fälle sexuellen Missbrauchs in Wohnhäusern, Zeltlagern und Schullandheimen verantwortlich zu sein. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft.

dapd

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