Polizeistreik

Argentinien: Vier Tote bei Plünderungen

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Nachdem die Polizeikräfte in Argentinien gestreikt haben, ist es in dem Land zu mehreren Plünderungen gekommen.

Buenos Aires - Die Plünderungen in Argentinien in Folge von Polizeistreiks weiten sich auf mehrere Provinzen aus. Innerhalb einer Woche sterben sieben Menschen.

Bei einer Plünderungswelle in mehreren argentinischen Provinzen sind am Montagabend (Ortszeit) vier Menschen umgekommen. Drei von ihnen wurden in Resistencia, der Hauptstadt der nordwestlichen Provinz Chaco getötet, wie der Nachrichtensender TN unter Berufung auf Quellen in den Krankenhäusern berichtete. Vier Menschen, unter ihnen ein Polizeioffizier, seien verletzt worden.

Das vierte Todesopfer wurde aus der Ortschaft Perico, in der nordöstlichen Provinz Jujuy, gemeldet. Ein Jugendlicher wurde dort bei einer Plünderung erstochen. Wie die Zeitung „El Tribuno“ berichtete, hatte es der Messerstecher eigentlich auf den Kassier eines Bekleidungsgeschäftes abgesehen, traf aber irrtümlich den 15-Jährigen. Über hundert Menschen seien in Jujuy festgenommen worden.

Wie zuvor in anderen Provinzen war es zu den Ausschreitungen gekommen, nachdem die lokalen Polizeikräfte in den Streik getreten waren, um höhere Gehälter zu fordern. Die Polizeikonflikte halten in neun der 23 Provinzen an.

Am Sonntag war ein Plünderer in der Stadt Concordia in der Provinz Entre Ríos an einem Stromschlag gestorben. Vor einer Woche war ein Mann bei Plünderungen in der Provinz Córdoba ums Leben gekommen. In Buenos Aires war ein Händler in seinem Geschäft erstickt, als es von Plünderern in Brand gesteckt wurde.

In Córdoba schätzte die lokale Handelskammer die Sachschäden der Plünderung von mehr als 1000 Geschäften auf 100 Millionen Pesos (etwa 12 Millionen Euro). Rund 200 Menschen waren dabei verletzt worden. In den darauf folgenden Tagen wurden 96 Menschen festgenommen, als sie versuchten, geplünderte Waren über das Internet zu verkaufen.

dpa

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